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Lokalsport „Eine persönliche Rechnung begleichen“
Sport Sport regional Lokalsport „Eine persönliche Rechnung begleichen“
14:56 13.06.2010
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Nienhagen

Zwei ganz schwierige, aber zugleich auch zwei ganz wichtige Spiele warten auf die Volleyball-Oberliga-Damen des SV Nienhagen am Sonntag. Mit MTV Salzgitter und Bremen 1860 kommen der aktuell Zweit- und Sechstplatzierte zu den auf Rang vier rangierenden SVN-Damen.

Aus Nienhäger Sicht etwas unglücklich wird die erste Partie des Tages gegen die Gäste aus Bremen ausgetragen und nicht gegen die vermeintlich stärkeren Salgitteranerinnen. Trainer Rolf Wagner ist dennoch zuversichtlich, dass seine Truppe in beiden Partien mit dem nötigen Selbstvertrauen und Biss auflaufen wird.

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„Meine Erwartungen als Trainer sind da ganz klar“, sagt Wagner. „Ich rechne mit einer 50:50-Ausbeute. Also muss mindestens ein Sieg her. Am liebsten wäre mir natürlich, wenn wir gleich das erste Spiel gewinnen, im zweiten haben wir ohnehin noch eine offene Rechnung zu begleichen.“

Am 4. Oktober des vergangenen Jahres standen sich der MTV Salzgitter und SV Nienhagen schon einmal gegenüber. Das Spiel gewann damals der SVN, die Punkte wurden der Mannschaft aber am grünen Tisch wieder aberkannt, weil eine nicht spielberechtigte Spielerin aufgelaufen war. Wagner: „Das schlug dann mit 0:3 Sätzen und 0:75 Punkten ins Kontor. Diese Punkte wollen wir uns natürlich wiederholen.“

Personell sollte es für das Vorhaben zu keinem Problem kommen. Voraussichtlich kann der komplette Kader des SVN antreten. Wagner: „Dass wir auf jeder Position gleich doppelt besetzt sind ist natürlich ein extremes Glück für uns Trainer.“ Er und sein Kollege Sven Sobansky erwarten dennoch zwei harte Spiele. Zwar seien beide Gegner nicht gerade mit den längsten Spielerinnen gesegnet, ihre Defensivarbeit aber dennoch auf extrem hohen Niveau. „Da müssen wir einfach den ersten Punkt machen und dann konsequent unser Spiel zu Ende spielen. Es kommt vor allem darauf an, gleich zu zeigen, dass wir die Hausherren sind. Beide Gegner können jeder Zeit zurückschlagen, es wird also zu einer Konzentrationsübung für die ganze Mannschaft über die komplette Spieldauer“, gibt Wagner die Marschroute vor.

Der Trainer weiß, dass in der extrem leistungsdichten Oberliga prinzipiell jeder jeden schlagen kann, ganz unabhängig vom Tabellenplatz. Umso wichtiger sei es, schon jetzt viele Punkte einzufahren. Mit dem Abstiegskampf möchten weder Trainer noch Mannschaft in dieser Saison etwas zu tun bekommen. Wagner: „Wir stehen vor der Situation, dass wir ausgerechnet am letzten Spieltag spielfrei haben und dann zum Zuschauen verdammt sind. Wir müssen unsere Punkte also vorher machen, und so eine sichere Distanz zu Platz sieben herstellen.“

Von Björn Schlüter