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Lokalsport Eishockey: Grizzlys machen Fehlstart der Scorpions perfekt
Sport Sport regional Lokalsport Eishockey: Grizzlys machen Fehlstart der Scorpions perfekt
14:00 13.06.2010
Eishockey: Hannover Scorpions gegen EHC Wolfsburg Quelle: Helmut Anschütz
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Hannover

Hannover. Mit einem verdienten 5:1 (1:0, 2:0, 2:1)-Sieg in Hannover machte Niedersachsen-Nachbar EHC Wolfsburg den Fehlstart der Scorpions in die neue DEL-Saison mit der zweiten Schlappe perfekt. Während den Grizzlys damit die Rehabilitation für das 0:4 in Düsseldorf gelang, scheinen auf das Team von Hans Zach (morgen in Mannheim) schwere Zeiten zuzukommen.

Noch enttäuschender als die knapp 3764 Zuschauer zum Saisonauftakt gegen Frankfurt war die gestrige Kulisse. Nur 3791 Fans im Derby – wo soll das diese Saison hinführen, wenn auch noch Zweitliga-Aufsteiger Hannover Indians zeitgleich zu Hause spielt? Zumindest die 150-prozentigen Scorpions-Anhänger standen wie ein Mann hinter ihrem Team, leisteten per Transparent Unterstützung: „Danke Jungs für eure Treue“. Damit spielten sie darauf an, dass nur Eric Schneider wegen des Gehaltsverzichts wechselte.

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Auf dem Eis tat sich aus Scorpions-Sicht wenig. Wolfsburg riss das Geschehen sofort an sich, verwertete nach Torjäger Magowans erster Chance die zweite durch Ex-Scorpion Radek Krzestan zum 0:1. Eine Führung, die sich die Grizzlys verdienten. Denn sie agierten offensiv, Hannover versuchte allein durch Konter zum Erfolg zu kommen. Drei Schüsse von Hlinka, Herperger und Cottreau war alles, was aufs Tor von Gäste-Keeper Jochen Reimer kam. Völlig überzogen war indes die Entscheidung von Schiri Bauer, Sachar Blank wegen hohen Stocks mit Verletzungsfolge von Wolfsburgs Heider in die Kabine zu schicken. Die fünfminütige Überzahl verstand der EHC jedoch nicht zu nutzen.

Im zweiten Drittel machte er es freilich besser. Die Scorpions verstärkten zwar ihren Druck, waren aber ebenso glücklos wie ineffektiv. Als dann Wolfsburgs Heider von der Strafbank kam, staubte Martinovic zum zweiten EHC-Treffer ab. Wie gegen Frankfurt offenbarte sich erneut ein Scorpions-Manko: Drei Powerplays, darunter für 75 Sekunden eine doppelte Überzahl, konnten sie nicht nutzen. Bei einer Strafe gegen Scorpions-Center Chris Herperger erhöhte Ex-Scorpions Mike Green auf 3:0 für den EHC – ein umstrittenes Tor ebenso wie Sebastian Furchners 0:4 wiederum nach Videobeweis. Und wie schon beim dritten und vierten sah Scorpions-Torhüter Levente Szuper auch bei Peter Sarnos 1:5 schlecht aus. Thomas Dolaks Überzahltreffer blieb der einzige für die Scorpions.

Tore: 0:1 (5:08) Krzestan, 0:2 (26:09) Martinovic, 0:3 (38:48) Green, 0:4 (41:03) Furchner, 1:4 (47:06) Dolak, 1:5 (50:20) Sarno. – Schiedsrichter: Bauer (Nürnberg) – Zuschauer: 3791 – Strafminuten: Hannover 8 + 5 + Spieldauer-Disziplinarstrafe Blank – Wolfsburg 10.

Von Helmut Anschütz