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Lokalsport MTV Eintracht blickt in die Zukunft
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20:03 16.01.2019
Von Heiko Hartung
Präsident Klaus Rohr, Geschäftsführer Torben Schiewe und Finanzvorstand Holger Pieper (von links) stehen auf der Otto-Schade-Sportanlage in Celle. Wo jetzt noch Container und Garagen stehen, möchte der MTV Eintracht einen großen Gymnastikraum bauen lassen. Auch die Geschäftsstelle soll aufs Saarfeld ziehen. Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Sich mit Tatsachen abfinden – und den Blick in die Zukunft richten. So lautet derzeit das Credo beim MTV Eintracht Celle. „Der Abriss unserer alten MTV-Halle steht ja schon jahrelang im Raum. Natürlich suchen wir seit längerem nach Alternativen“, sagt Vereinspräsident Klaus Rohr.

Neue Heimat für Geschäftsstelle und Breitensport

Jetzt, da die Verwaltung klar empfiehlt, den maroden Bau 2020 abzureißen und das Areal am Nordwall städtebaulich zu vermarkten, ist es für die Klubverantwortlichen an der Zeit, ihre Pläne öffentlich zu machen: „Wir wollen unsere Geschäftsstelle und einen Teil des Breitensportangebots auf das Saarfeld verlagern“, erklärt Geschäftsführer Torben Schiewe. An den bestehenden Flachbau auf der Otto-Schade-Sportanlage, in dem sich bereits ein kleiner Bewegungsraum und Kabinen befinden, soll ein großer Gymnastikraum inklusive Duschen und Umkleiden angebaut werden.

Gymnastikraum statt neuer Sporthalle

„Da ein Teil unseres Sportangebots vom Nordwall in die Sporthalle der Paul-Klee-Schule in der Heese verlagert wird, brauchen wir auf dem Saarfeld keinen Hallenbau mit enormer Deckenhöhe“, so Rohr. Er fände eine Raumgröße von 150 bis 200 Quadratmetern und einer Deckenhöhe von 3,50 Metern wünschenswert. „Step-Aerobic, Yoga, Rückenschule – da würden Gruppen bis zu 25 Personen gut reinpassen“, so der Vorsitzende des Celler Innenstadtvereins mit mehr als 2100 Mitgliedern.

Aushängeschild für die Stadt schaffen

Platzsparender, aber auch teurer sei es, den Gymnastikraum auf das alte Gebäude zu setzen. Alternativ könnte der Komplex seitlich angebaut werden, wo jetzt Container und Garagen stehen. „Dort sieht es schlimm aus. Wir wollen ein Aushängeschild schaffen – auch für die Stadt. Schließlich finden auf dem Areal regelmäßig überregionale Wettkämpfe statt“, so Rohr. Die Geschäftsstelle soll in das alte Platzwarthäuschen nebenan einziehen, das der Verein von der Stadt gemietet hat. „Auch da müsste viel umgebaut werden“, so Schiewe.

Projekt muss finanziell realisierbar sein

Erste Gespräche mit potenziellen Zuschussgebern wie Stadt und Landkreis Celle, dem Landessportbund und der Regionalstiftung der Sparkassen sind angelaufen. 20 Prozent der Kosten müsste der Verein selbst tragen. Über die mögliche Summe spekuliert Rohr nur ungern. „Es gibt aber eine Zuschussbegrenzung von 100.000 Euro pro Geldgeber“, weiß er. „Wir stehen als Verein gut da, aber das Projekt muss natürlich finanziell realisierbar sein.“

Versorgungslücke soll vermieden werden

Da die Abrissbagger am Nordwall schon kommendes Jahr anrücken sollen und der MTVE eine „Versorgungslücke“ vermeiden will, ist Eile geboten: Die Zuschussanträge beim Landessportbund müssen bis Mitte Juli gestellt sein. Vorher muss die Baugenehmigung erteilt sein und die Architektenpläne vorliegen. „Noch in diesem Monat möchten wir eine Nutzungsvereinbarung mit der Stadt unterzeichnen – das ist die Grundlage von allem“, so Schiewe.

Bei alledem vergisst der Vorstand nicht die Basis: „Wir wollen unsere Mitglieder auf dem Weg in die neue Heimat mitnehmen“, unterstreicht Rohr. Bei einer Mitgliederversammlung will man die Zustimmung einholen. „Es soll sich niemand übergangen fühlen“, so der MTVE-Präsident.

CDU: Hallenkapazitäten erneut prüfen

Ende Februar 2020 soll der Neubau der abgebrannten Burghalle I fertiggestellt sein. „Dann muss die Verwaltung eine weitere Analyse erstellen, ob die Hallenkapazitäten im Stadtgebiet ausreichend sind“, fordert Joachim Ehlers, sportpolitischer Sprecher der Celler CDU in einem aktuellen Antrag. Sollte dies nicht der Fall sein, sprechen sich die Christdemokraten für den Bau einer Sporthalle im innerstädtischen Bereich aus. Die Verwaltung habe bisher argumentiert, dass trotz Ausfalls der Burghalle I die Hallenzeiten der Nordwall-Halle kompensiert werden können. „Wenn sich in der Praxis erweist, dass auch unter Einbeziehung der Kapazitäten der Burghalle I eine für alle Beteiligten befriedigende Lösung nicht möglich ist, hält die CDU-Fraktion den Bau einer innerstädtische Halle für erforderlich“, so Ehlers. „Je nach Bedarf könnte alternativ die Förderung des Baus einer innerstädtischen Gymnastikhalle für einen Verein in Betracht kommen“, nimmt der Sportausschuss-Vorsitzende direkt Bezug auf die Pläne des MTV Eintracht Celle auf dem Saarfeld.

Auch die FDP verwies gegenüber der CZ auf ihren Antrag aus dem Jahr 2017. Darin heißt es, die Stadt möge vor dem Hintergrund eines Abrisses der MTV-Halle prüfen, ob und wie auf dem Saarfeld ein Ersatz realisiert werden könnte. „Sollte sich herausstellen, dass nach Aufgabe der Nordwall-Halle und der Halle an der Altstädter Schule ein Bedarf besteht, sollte die Fläche auf dem Gelände der Otto-Schade-Sportanlage in die Überlegungen für einen zeitnahen Ersatz einbezogen werden“, so der FDP-Fraktionsvorsitzende Joachim Falkenhagen.

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