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Lokalsport HSG Wathlingen schafft Klassenerhalt
Sport Sport regional Lokalsport HSG Wathlingen schafft Klassenerhalt
15:13 13.06.2010
Szenen vom Handballspiel zwischen TuS Bergen (grünes Trikot) - und TV Jahn Hollenstedt. Quelle: Gert Neumann
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Bergen Stadt

Sie waren dicht dran an der Überraschung, aber letztlich hat es nicht gereicht: In der Handball-Landesliga der Männer verlor TuS Bergen ganz knapp mit 33:34 gegen TuS Jahn Hollenstedt und bleibt auf Platz sechs. Die HSG Adelheidsdorf-Wathlingen schaffte mit einem 22:21 beim MTV Tostedt den Klassenerhalt. Und auch der MTV Müden machte einen großen Schritt, gewann 23:21 beim TV Uelzen und überholte damit den VfL Westercelle. Der nämlich geriet bei der HSG Seevetal 21:35 unter die Räder. Allerdings kann auch Platz zwölf zum Klassenerhalt reichen, weil Verbandsliga-Absteiger TV Jahn Schneverdingen eventuell seine Mannschaft zurückzieht und noch ein Platz in der Landesliga frei bleiben könnte.

TuS Bergen –

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TuS Jahn Hollenstedt

33:34 (17:13)

Eine tolle Leistung zeigte Bergen gegen den Favoriten. Allerdings nur eine Halbzeit lang. Die Abwehr stand, der Angriff lief und Hollenstedt verzichtete großmütig zunächst auf Torjäger Frederik Benecke. Nach zehn Minuten kam er zwar rein, doch noch nicht gleich ins Spiel. Das änderte sich nach der Pause. Der Goalgetter erzielte 15 Tore, war von Bergen kaum zu kontrollieren. Dennoch hielt Bergen bis zur 52. Minute die Führung. Nach dem Ausgleich begann eine mega-hektische Schlussphase, in der die Schiris komplett den Überblick verloren – und Bergen das Spiel. „Schade, dass wir nicht an die erste Hälfte anknüpfen konnten, aber Hollenstedt ist auch ein wirklich starkes, schnelles Team“, so Coach Uwe Blancbois.

Tore für TuS Bergen: D. Blancbois (7), Gehnke (6), Guse (5), Friedrichs 4), Loges, Becker, Ahrens (je 3), Bockelmann (2).

MTV Tostedt –

HSG Adelheidsdorf-Wathlingen

21:22 (9:7)

Auch ohne Coach Jörg Matthée (die HSG und der Coach trennten sich in gegenseitigem Einvernehmen und ohne böses Blut) machte Wathlingen auch theoretisch den Klassenerhalt klar. Allerdings war das eine schwere Geburt. In einem Spiel auf unterirdischem Niveau lag der Gast ständig hinten, zwischenzeitlich gar 10:15 (38. Minute).

Doch plötzlich ging ein Ruck durch die Mannschaft. Der überragende Torwart Sven Treppens vernagelte die Kiste, die Mannschaft spielte und kämpfte zusammen. So glich die HSG zum 16:16 aus (46.). Paul Zywicki und Carsten Karl erzielten in der 58. Minute die Tore zum 22:20 und damit die Entscheidung. „Hauptsache gewonnen“, freuten sich die Interimscoaches Lars Rölecke und Guido Zobiack.

Tore für HSG Adelheidsdorf-Wathlingen: Karl (8/4), Peters (4), Zywicki (3), Eichhorn (2), Rosenmeyer, Wichmann, Okel, Wilke, Sieverling (je 1).

TV Uelzen –

MTV Müden

21:23 (9:11)

Auch in Uelzen wuchs Clemens Hüsken förmlich über sich hinaus und traf elfmal. Eine gute Leistung zeigte zudem Jan-Henrik von der Ohe. Unterstützt von lautstarken Fans gestaltete MTV die Partie zunächst ausgeglichen, und bereits Mitte der ersten Spielhälfte neigte sich das Pendel Richtung Gast, der MTV bestimmte die Partie.

Nach dem Seitenwechsel setzte Müden nach, erspielte sich zwischenzeitlich eine Vier-Tore Führung und hatte eigentlich alles im Griff. Dass es zum Ende noch einmal spannend wurde, lag an der mangelnden Torausbeute. Dennoch freute sich Coach Volker Bütepage: „Großes Kompliment an die Mannschaft. Mit mehr Konsequenz und einer besseren Chancenauswertung wäre sogar noch mehr drin gewesen.“

Tore für MTV Müden: C. Hüsken (9), D. Hüsken (4), von der Ohe (3), Ebel, Granobs (je 2), Mielke, Bachmann, Haydl (je 1).

HSG Seevetal –

VfL Westercelle

35:21 (16:9)

Eine verheerende Niederlage kassierte der VfL, der drittletzte Platz ist damit wohl fix. „Das war kaum Regionsoberliga-Niveau, ich glaube, die Mannschaft hat die Landesliga abgehakt“, meinte der frustrierte Coach Siegfried Dümeland. Die eh schon ersatzgeschwächten Gäste (ohne Marc Schnoor und Malte Herbst) mussten weitgehend auch Michael Dümeland sowie in der zweiten Halbzeit auch auf den verletzten Stephan Ahrens verzichten. Sie leisteten sich aber auch Disziplinlosigkeiten und viele vergebene Torchancen. Seevetal freute sich und haute Westercelle die Bude voll. „Ein Spiegelbild der Saison“, bilanzierte der ebenso enttäuschte Betreuer Michael Meyer.

Tore für VfL Westercelle: Wöhler, Werner (je 6), Schwekendiek (4), Reinboth (2), Ahrens, Onnink, M. Dümeland (je 1).

Von cz