Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Lokalsport Handball-Bundesligist SVG Celle träumt vom eigenen Internat
Sport Sport regional Lokalsport Handball-Bundesligist SVG Celle träumt vom eigenen Internat
21:36 31.07.2016
SusanneBüttner Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

Susanne Büttner war viele Jahre ein Teil der Bundesligamannschaft des SVG und möchte nun nach ihrem Karriereende im Verein aktiv bleiben. Da sie selber als Jugendliche in Frankfurt (Oder) auf ein Sportinternat gegangen ist, weiß sie, dass die Jugendarbeit eine wichtige Rolle spielt. „Im Internat habe ich viele technische Aspekte gelernt, die mir in meiner Bundesliga-Zeit sehr geholfen haben“, erklärt Büttner. „Doch auch Disziplin und ein gutes zwischenmenschliches Miteinander sind von großer Bedeutung.“ Aus diesen Gründen habe sie sich dafür entschieden, sich dem Team um Jugendwartin Tanja Engel und Siegfried Dümeland, stellvertretender Vorsitzender des SVG, anzuschließen und den Jugendlichen weiterzugeben, was sie vor einigen Jahren selbst lernen durfte.

Die Ziele des neuen Konzepts lassen sich in zwei Bereiche unterteilen. Der erste Teil beinhaltet das Training beziehungsweise Leistungsniveau. Ab der D-Jugend sollen im Mädchen- sowie Jungenbereich jeweils zwei Mannschaften zustande kommen. Die erste Mannschaft soll hochklassig und damit leistungsorientiert spielen, die zweite Mannschaft soll den Spaß in den Vordergrund stellen.

„Die Freude am Sport ist in jedem Alter das Wichtigste. Ohne sie kann auch nicht erfolgreich gespielt werden“, weiß Engel. Um möglichst professionell arbeiten zu können, haben alle Spieler vorab die Chance, bei Physiotherapeut Sven Haubert einen Fitnesstest durchzuführen. Im Laufe der Saison können sie dort beliebig oft ihr Athletik-Training machen. Ein langfristiges Ziel ist die Gründung eines Internats für Spieler der A- und B-Jugend. „Das Internat wäre eine gute Voraussetzung für eine hohe Spielklasse. Unser Ziel ist es, in vier Jahren mindestens in der Oberliga zu spielen“, erläutert Dümeland.

Der zweite Teil des neuen Konzepts soll dafür sorgen, dass die Jugendlichen enger mit den Spielerinnen der Bundesliga-Mannschaft zusammen arbeiten. Es seien Patenschaften, Torwarttraining und Handballcamps unter der Leitung der Spielerinnen geplant, erklärt Engel. Zudem soll es eine einheitliche Spiel- und Trainingskleidung geben.

Um dieses Konzept durchsetzen zu können, werden jedoch Sponsoren benötigt. „Wir stehen bereits mit mehreren potenziellen Sponsoren in Kontakt, die dieses Projekt unterstützen wollen, und hoffen, Mitte August den ein oder anderen Geldgeber präsentieren zu können“, kündigt Jörg Oehus, Leiter Marketing und Kommunikation, an.

Von Alexander Hänjes