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Lokalsport „Im Ziel ist der Schmerz vergessen“
Sport Sport regional Lokalsport „Im Ziel ist der Schmerz vergessen“
17:24 29.07.2011
Bob Orton vom TuS Bergen qualifiziert sich für Triathlon-WM auf Hawaii Quelle: Fremdfotos / Texte Eingesandt
Bergen Stadt

Die Ziellinie im Blick, die Uhr stoppt bei 9:30:35 Stunden - und Bob Orton, Triathlet vom TuS Bergen, weiß, dass sich alle Plackerei gelohnt hat. Er hat sich für die Weltmeisterschaften am 8. Oktober in Kailua-Kona aus Hawaii qualifiziert. „da war aller Schmerz vergessen“, erinnert sich Orton. „Ich hab nur gedacht: Essen, duschen, mit den anderen etwas feiern und dann schlafen“, erzählt er von der 10. Europäischen Meisterschaft im Triathlon in Frankfurt.

Um 3.30 Uhr hatte dieser Tag in der Main-Metropole für ihn begonnen. Als er um 4.45 Uhr am Langener Waldsee ankommt, in dem die Schwimmstrecke von 3,8 Kilometern absolviert wird, liegt die Spannung fühlbar in der Luft. „Da wird dann wieder und wieder der Druck der Fahrrad-Reifen geprüft, einfach nur, damit man etwas zu tun hat“, sagt er.

Die Schwimmstrecke absolviert er in 55 Minuten, der Wechsel auf das Rad funktioniert. Aber nach rund einer halben Stunde auf der Strecke, die 180 km lang ist, beginnt das Leiden. Orton: „Ein Schauer folgte dem nächsten, und der Wind wurde stärker.“ In der Gruppe, in der er fährt befinden sich auch drei Profi-Frauen. „Da habe ich auch erkannt, dass ich nicht der einzige bin, der leidet. Aber ich hab mir auch so überlegt, das die dei beruflich unterwegs sind und ich das alles aus Spaß mache.“ Nach 5:10 Stunden steigt er vom Rad.

Und dann: „Nur noch ein Marathon“, habe er gedacht, sagt Orton. „nach zehn Kilometern habe ich auch wieder etwas Gefühl in den Füßen gehabt.“ Auf der letzten Lauf-Runde war ihm dann schon klar, dass es sein bester Langdistanz-Marathon werden sollte. „Nach sechs versuchen ist es mit beim siebten mal endlich gelungen, in allen drei Disziplinen eine konstante Leistung zu bringen.“ Das beudetet gleichzeitig auch, dass er alle Ironman-Zeiten von Athleten im Landkreis Celle unterboten hat - „Kreisrekord“ eben.

Und dann war da eben jener Zieleinlauf, der einen alle Schmerzen vergessen lässt und der noch mit dem WM-Ticket versüßt wurde. Mit bis zu 20 Trainingsstunden pro Woche hat sich der Berger auf den Wettkampf in Frankfurt vorbereitet. „Wenn meine Frau Karina nicht so viel Verständnis und Geduld hätte, wäre das alles gar nicht möglich für mich“, sagt Orton. Sie wird dann wohl auch während der Vorbereitung auf die WM auf Hawaii ihren Mann eher im Sportdress als im Anzug erleben.

Von Fremdfotos / Texte Eingesandt