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Lokalsport Mit Geläster zum Aufstieg
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16:31 15.05.2019
Von Audrey-Lynn Struck
Der Jazzdance-Gruppe Vitesse vom VfL Westercelle ist erneut der Aufstieg in die 2. Bundesliga gelungen. Mit ihrer Choreo „Gerüchte“ hoben sie sich von der Konkurrenz ab. Quelle: Dirk Seidler
Schöningen

Elf Frauen stehen elegant auf der Bühne. Statt mit dem Tanzen zu beginnen – wie es bei einem Wettbewerb dieser Art eigentlich üblich wäre – wenden sie sich jedoch dem Publikum zu. Sie fangen an alle Anwesenden, die Wertungsrichter eingeschlossen, zu beschimpfen. Mit dieser Performance der besonderen Art legte die Jazzdance-Gruppe vom VfL Westercelle nicht nur eine erfolgreichen Saison hin. Die Tänzerinnen erfüllten sich zudem im Saisonfinale in Schöningen ihren Traum: die Rückkehr in die 2. Bundesliga.

Nichts geht ohne Andreas

Bereits 2012 und 2016 gelang Vitesse schon einmal der Aufstieg – allerdings war der Auftritt in der Bundesliga damals bei beiden Malen nur von kurzer Dauer. Jetzt soll es anders laufen. Dabei hatte Trainerin Sonja Seidler zu Anfang der Saison noch überhaupt nicht mit dem Aufstieg gerechnet. „Mehrere alte Tänzerinnen haben aufgehört und stattdessen haben wir viele junge bekommen“, erinnert sich Seidler. Mit einer Altersspanne zwischen 16 und 40 Jahren sei Vitesse zudem eigentlich gar nicht so homogen. „Das war mehr so ein Trümmerhaufen“, gibt die Trainerin lachend zu. Doch die Mädels wuchsen schnell als Gruppe zusammen und knieten sich mit vollem Engagement ins Training rein. Seit dem Sommer arbeiteten die elf Tänzerinnen zusammen mit Seidler und Choreograph Andreas Schmidt an einer etwas anderen Choreo. Getreu dem Titel „Gerüchte“ wurde auf der Tanzfläche ordentlich gelästert, gepöbelt und lauthals gemeckert. „Gerade am Anfang war das Publikum kurz leicht irritiert. Die fühlten sich wirklich gemobbt“, so Seidler. Dennoch ging das Konzept auf. „Ohne Andreas als Choreographen wäre das alles gar nicht möglich. Man braucht Profis im Team, um da oben mitzumischen“, sagt die Trainerin.

Der Schock: Tänzerin fällt aus

Nach einer guten Saison war dann beim Finale das ganz klare Ziel zu gewinnen. Bereits beim zweiten Platz hätte es mit dem Aufstieg nämlich knapp werden können. Doch kurz vor der Abreise nach Schöningen kam der Schock: Eine Tänzerin fiel krankheitsbedingt aus. Schnell musste die Choreo umgestellt werden, um das Fehlen der Tänzerin zu kaschieren. Die Vorrunde lief dementsprechend noch etwas holprig. „Aber meine Mädels sind sehr professionell“, schwärmt Seidel. Im Finale gab Vitesse noch einmal alles und ließ sich auch nicht vom starken Konkurrenten aus Wendezelle beirren. Das Herzblut wurde belohnt: Alle Wertungsrichter hielten die Tafel mit der Eins nach oben. Somit sicherte sich die Formation des VfL neben dem Tagessieg auch den ersten Platz der Ligatabelle.

Für DreamTeams geht es um Klassenerhalt

Auch für Vidi Vici, die jüngste Formation des VfL Westercelle, war es in Schöningen der letzte Auftritt der Saison. Wie auch bei den vorangegangenen Turnieren gewannen sie das kleine Finale in der hochklassigsten Jugendliga und feierten damit den Klassenerhalt. Die zweite Mannschaft des VfL Westercelle hat indes noch das letzte Turnier vor sich. Das DreamTeam tritt am Samstag in Wunstorf in der Verbandsliga Nord-Ost an. Für die verhältnismäßig junge Mannschaft geht es um den Klassenerhalt.

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