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Lokalsport Jubel unter Celles Volleyballern: Dritter Platz erreicht
Sport Sport regional Lokalsport Jubel unter Celles Volleyballern: Dritter Platz erreicht
15:03 13.06.2010
Volleyball Deutsche Meisterschaften U 16, Endspiel und Siegerehrung Endspiel SV Lohhof (schwarze Trikots) gegen Friedrichshafen (blaue Trikots) am 24.05.2009 Quelle: Torsten Volkmer
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Celle Stadt

CELLE (cz). Kondition, Taktik und Talent waren gefragt bei den Deutschen Volleyballmeisterschaften der männlichen U16, die am vergangenen Wochenende in Celle stattfanden. Ausrichter war der VfL Westercelle.

Zwar hat die Mannschaft des VfL Westercelle bereits auf regionaler Ebene gute Ergebnisse erzielt, jedoch fehlte noch der Vergleich und die Einordnung zu den großen Bundesligavereinen - bei den Deutschen Meisterschaften bot sich die Gelegenheit dafür.

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Auf ging es in die Wettkämpfe mit Gruppenspielen. Die Westerceller begannen gegen den VC Marl noch mit einem etwas verhaltenen 2:0 Sieg, der vom Gegner durch diverse Aufstellungsfehler noch erleichtert wurde. Im zweiten Spiel war Leipzig der Gegner, eine der großen deutschen Volleyballhochburgen. Hatten die Westerceller bei der Deutschen Meisterschaft vor einem Jahr in Lohof noch knapp verloren, wurden die Leipziger dieses Jahr mit einem glatten 2:0 Sieg in die Schranken verwiesen.

Im dritten Spiel stand den heimischen Sportlern der leichteste Gegner der Gruppe gegenüber: der Südwestmeister TV Bliesen. Die Karten waren schnell verteilt, so dass das Trainergespann Klaus Göth und Heinz Wübbena die Stammspieler zum Teil durch Auswechselung schonen konnte. Die jungen Sportler Lennart Both, Jannis Schipper und Jan Rienäcker machten ihre Sache so gut, dass die Wechsel nicht ins Gewicht fielen.

Durch diese drei etwas unerwartet leichten Siege hatten sich die Westerceller schon direkt für das Viertelfinale qualifiziert. Diese Direktqualifikation gelang auch dem VC Dresden, VFB Friedrichshafen und SV Lohof. Am Wettkampf-Abend konnten sich dann noch VV Human Essen, SG Chemie Bitterfeld, VC Marl und SCC Berlin durch Überkreuzspiele nachqualifizieren.

Für die Celler war es wichtig, auch am zweiten Wettkampftag Spannung aufzubauen und im Viertelfinale gegen Human Essen topfit zu sein. Die Essener erwiesen sich als sehr homogene spielstarke Mannschaft. Aber die Celler waren auf die Sekunde topfit eingestellt und begannen furios. Jeder Angriff traf das Ziel, jeder Block war eine unüberwindliche Mauer und der Satz endete mit 25-14 Punkten.

Dann trat der Gegner jedoch immer stärker auf, und durch Nachlässigkeiten schlichen sich bei den Westercellern Fehler ein. Immer wieder führte Essen mit bis zu vier Punkten. Doch die Westerceller Jungen zeigten Moral und kämpften den Sieg mit knappem 25-22 heraus. Das Halbfinale, im Vorfeld nur von den kühnsten Optimisten erhofft, war erreicht.

Dieses Halbfinalspiel gegen den SV Lohof war das beste Spiel, das diese Jungenmannschaft bisher gezeigt hat - und das spannendste Spiel des ganzen Turnieres. Die Bayern um Jugendnationalspieler Daniel Malescha waren körperlich überlegen und begannen schnell, Druck aufzubauen. So lagen die Celler schnell mit 13-22 Punkten hinten. Trainer Göth hatte mit Moritz Sellien und Lennart Both zwei neue Spieler eingebracht, um einigen Stammspielern eine Nervenpause zu gönnen. Aber durch diese Wechsel sowie eine Sprungaufgabenserie von Wichard Lüdje gerieten die Lohofener unter Druck, so dass es bald 22-23 stand. Das Celler Publikum tobte. Auch wenn der Satz noch verloren ging, schien das Spiel wieder ausgeglichen.

Westerceller Volleyballer in Topform

Der zweiten Satz war die beste Phase der Celler. Top Jugendvolleyball gab es auf beiden Seiten. Tolle Blockarbeit und harte Angriffen von Eike Wübbena und Lüdje, geschickt eingesetzt von Stellspieler Hendrik Ahlborn, kamen hinzu. So wurden die Lohofener ein ums andere Mal ausgespielt, und Celle gewann hauchdünn 29-27. Im folgenden Tiebreak hatten die Westerceller erst die Nase vorn, jedoch schlichen sich nach den harten ersten beiden Sätzen doch immer wieder kleine Fehler ein, die die Münchner wieder herankommen ließen und letztendlich zu deren knappen 15-13 Sieg führten. Dennoch sind die Celler mit diesem dritten Rang hochzufrieden. Haben sie sich doch in die Reihe der besten Mannschaften Deutschlands eindrucksvoll hochgespielt.

Das anschließende Finale verliert Lohof in zwei Sätzen gegen die routiniert aufspielenden Friedrichshafener, die schon im Halbfinale dem Dresdener SC keine Chance gelassen hatten, war das Halbfinale doch sehr kräftezehrend.

Am Spielfeldrand sichteten die Bundestrainer Steward Bernard und Söhnke Hinz den 1994er Jahrgang: Sie werden sich aus Celler Sicht wohl auch die Namen Wübbena und Lüdje etwas genauer gemerkt haben.

Am Ende der Veranstaltung gab es durch die Deutsche Volleyballjugend sowie vom niedersächsischen Volleyballverband und dessen Präsidenten Jan-Dieter Warntjen ein dickes Lob für die Veranstaltung in Celle, die möglich gemacht wurde durch die zahlreichen freiwilligen Helfer.

Volleyball-Meisterschaft der U 16-Teams

Eine Umarmung war auch für den SV Lohof drin, der im Endspiel gegen die Friedrichshafener verloren hat.

So sehen hochmotivierte, junge Sportler aus: Die Volleyballer aus Friedrichshafen (blaue Trikots) während der Siegerehrung sowie beim Endspiel gegen SV Lohof.

Von Fremdfotos / Texte Eingesandt