Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Anmelden
Lokalsport Klassenerhalt für Wathlinger "Samstagsschützen"
Sport Sport regional Lokalsport Klassenerhalt für Wathlinger "Samstagsschützen"
15:03 10.12.2018
Von Oliver Schreiber
Die Bundesliga-Mannschaft des SV  Freischütz Wathlingen mit (von links) Teammanager Erhard Oehns, Philip Aranowski, Christian Oehns, Jessica Schrader, Torben Wolf, Trainer Henning Jopp, Kristian Callaghan und Marten Heuer hat den Klassenerhalt geschafft. Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Wathlingen

„Wenn jeder Tag ein Sonntag wär“ hieß eine berühmte deutsche Komödie Anfang der 70er Jahre, die viele Besucher in die Kinos lockte. Für die Luftpistolen-Schützen des SV Freischütz Wathlingen hätte es allerdings fatale Folgen, wenn dieser fromme Wunsch in Erfüllung ginge. Sie würden in diesem Fall nämlich in der kommenden Saison nicht mehr in der Bundesliga schießen. Dass man am siebten Tag der Woche ruhen sollte, nehmen die Wathlinger Pistoleros etwas zu wörtlich: Bisher ist ihnen sonntags noch kein einziger Sieg gelungen (0:8 Punkte). Glücklicherweise laufen die Wathlinger Pistoleros aber dafür samstags zur Höchstform auf, da gelangen alle vier bisherigen Siege, nur gegen die Ausnahmemannschaft aus Kriftel setzte es eine Niederlage.

„Das war mir so noch gar nicht aufgefallen. Torben Wolf hat mich auf der Rückfahrt von Berlin darauf aufmerksam gemacht. Vielleicht sollten wir einen Antrag stellen, nur noch samstags schießen zu müssen“, erklärte Teammanager Erhard Oehns schmunzelnd. Wolf selbst steht dabei gerade sinnbildlich für die Wathlinger „Samstagsschützen“ und ist quasi ein Indikator für den Ausgang eines Wettkampfes. Alle seine vier Einzelpunkte holte er an einem Samstag, sonntags lautet seine Bilanz 0:5. Die Regel lautet: Gewinnt Wolf sein Duell, gewinnt der SVW die gesamte Partie. Leider ist es im umgekehrten Fall genau identisch. „Vielleicht müssen wir uns mal Gedanken über unsere Trainingszeiten machen. Samstags sind die Wettkämpfe abends, so wie auch unsere Trainingseinheiten. Sonntags wird vormittags geschossen. Diese unterschiedlichen Leistungen können also mit dem Bio-Rhythmus zusammenhängen“, erklärt Oehns.

Glücklicherweise war der Klassenerhalt am Sonntag schon unter Dach und Fach, als die Wathlinger gegen Gastgeber PSV Olympia Berlin an den Schießstand gingen. Denn tags zuvor hatten die Freischützen Schlusslicht SSG Teutoburger Wald mit 4:1 besiegt, sodass – auch bedingt durch die anderen Resultate – bereits feststand, dass sie nicht mehr auf einen der beiden Abstiegsränge abrutschen können. Gegen die Teutoburger hielt Wathlingens Topschütze Kristian Callaghan Stefan Krause mit seiner Saisonbestleistung von 383 Ringen deutlich mit neun Ringen Unterschied in Schach. Philip Aranowski reichten 369 Ringe, um sein Duell mit Olga Kimla (361) für sich zu entscheiden. Wolf (371:367 gegen Jakub Wasilewski) und Christian Oehns (372:369 gegen Lavinia Angelini) riefen starke Leistungen ab und punkteten ebenfalls. Jessica Schrader war erneut gesundheitlich angeschlagen und blieb hinter ihren Möglichkeiten zurück (363:373 gegen Ilenia Marconi).

Dies galt gegen Gastgeber Berlin dann auch für Wolf, der neun Ringe schlechter schoss (362:376 gegen Maren Johann) – es war halt wieder Sonntag. Auch Marten Heuer, der für Schrader ins Team rückte und sein Bundesliga-Debüt für Wathlingen feierte, schaffte es nicht, sein komplettes Potenzial abzurufen (363:374 gegen Josefin Eder). Aranowski war gegen den Polen Wojciech Knapik chancenlos (368:382). Lediglich Callaghan, der sein Resultat vom Vortag gegen den an diesem Wochenende erstmals in dieser Saison eingesetzten Berliner Topschützen Torsten Dworzak bestätigte (383:380), und Christian Oehns (371:360 gegen Robert Janikulla) erwiesen sich auch als „Sonntagsschützen“, am Ende stand aber dennoch eine 2:3-Niederlage.

„Platz vier und das Erreichen der Endrunde ist zwar theoretisch noch möglich, aber utopisch. Trotzdem ist es natürlich unser Ziel, die letzten beiden Wettkämpfe vor eigenem Publikum zu gewinnen“, meint Oehns mit Blick auf das Saisonfinale am 12. und 13. Januar gegen Bremerhaven und Fahrdorf. Blöd nur, dass ein Tag davon ein Sonntag ist ...

Wenn alles perfekt läuft, kann Tischtennis-Verbandsligist Westercelle auf Rang drei überwintern. Doch dazu muss der VfL die Hürde TV Hude nehmen.

Heiko Hartung 06.12.2018

Für die Luftpistolen-Schützen des SV Freischütz Wathlingen stehen zwei richtungsweisende Bundesliga-Wettkämpfe auf dem Programm.

Oliver Schreiber 06.12.2018

Der 5. X-mas Walk'n'Run hat das Zeug dazu, der bisher größte Weihnachtslauf in Müden zu werden. Zuschauer können sich wieder auf tolle Kostüme freuen.

Christian Link 05.12.2018