Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Anmelden
Lokalsport Mit Darth-Vader-Helm am Strand
Sport Sport regional Lokalsport Mit Darth-Vader-Helm am Strand
14:24 13.06.2010
Kai Rogalski Quelle: Veranstalter
Anzeige
Winsen (Aller)

Quietschgelb mit roten Polsterungen ist Kai Rogalskis neuester Schatz: sein Buggy. Mit ihm geht der passionierte Kite-Liebhaber eine neue Dimension des Drachenfliegen an: das Buggy-Fahren am Strand. Dies macht Rogalski nicht nur mehr Spaß, sondern ist auch wesentlich geschwindigkeitsorientierter. „Das Buggy-Fahren ist die logische Konsequenz, die sich aus dem Drachenfliegens ergibt. Dies ist eine Weiterentwicklung meines Hobbys“, sagt der 41-jährige Familienvater. Im dreirädrigen, liebevoll gestalteten Vehikel können gut und gerne Geschwindigkeiten von bis zu 90 Kilometern pro Stunde erreicht werden. „Eine geile Kiste“, kommentiert Rogalski.

Am Strand in Dänemark hat er bereits etliche Buggy-Fahrer gesehen. „Ihr Grinsen im Gesicht war so breit. Das will ich nun auch erleben.“ Das wird er auch. Denn Ende August steht der erste Buggy-Kurs in St. Peter-Ording an. Dort wird er das Buggy-Fahren von der Pike auf lernen – mit Basiswissen, sicherem Starten und Fahren inklusive. „Ich bereite mich jetzt schon auf den Kurs vor und wälze Fachzeitschriften“, sagt er. Den nötigen Helm hat er sich auch schon gekauft. „Damit sehe ich aus wie Darth Vader.“

Anzeige

Vor fünf Jahren hat Rogalski die Kite-Leidenschaft gepackt, als er durch einen Kollegen auf Borkum mit dieser Sportart bekannt gemacht wurde. „Das war total super“, schwärmt er. „Ich war sofort fasziniert vom Kiten und den Figuren, die man damit fliegen kann. Ich war erstaunt, wie viel Zug der Drachen entwickeln kann.“ Gleich im Anschluss an den Borkum-Aufenthalt hat er sich seinen ersten Drachen gekauft. Mittlerweile hat er an die 20 verschiedene Drachen. „Meine ganze Familie ist auch schon von dem Kite-Fieber angesteckt worden“, berichtet er.

Erst wenn der Drache durch den Wind richtig viel Druck aufbaut, Rogalski die Zugkraft in den Armen spürt und es an die Schmerzgrenze geht, hat er das Gefühl, etwas geleistet zu haben, wenn er abends vom Strand kommt. „Es macht so richtig Spaß, wenn ich in den Sand geschmissen werde“, sagt er. „Je nach Windstärke und Körpergewicht kann das schon einmal passieren.“

Wird der Druck zu stark, hilft ein so genanntes Trapez, das mit Karabinerhaken an der Hüfte befestigt wird. So kann der Drachen problemlos gehalten werden. Gerade auf den Adrenalin-Kick käme es ihm an. „Ich fühle mich befreit, wenn ich von den Naturgewalten umgeben bin. Beim Kiten denke ich nichts mehr und bin in einer völlig anderen Welt.“ Dies sei der perfekte Ausgleich zu seinem Berufsalltag – zum „Abschalten“ ideal.

„Man muss für das Kiten schon etwas bekloppt sein“, sagt Rogalski schmunzelnd. Aber nicht nur viel Leidenschaft würde einen guten Kiter ausmachen, auch das korrekte Einschätzen des Windes und eine Portion Mut sowie das Beherrschen von Sicherheitsregeln gehören dazu. Rogalski weiß, warum er dem Kiten verfallen ist. „Diese Sportart macht nicht jeder. Gerade deshalb ist sie so interessant für mich.“

Von Rebekka Schrimpf