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Lokalsport Premiere gelungen: Erster Touchdown für Celle Stallions
Sport Sport regional Lokalsport Premiere gelungen: Erster Touchdown für Celle Stallions
19:06 23.04.2018
Von Katharina Baumgartner
Quelle: David Borghoff
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Celle Stadt

„Ich wollte vom Angriff einen Touchdown sehen und von der Abwehr eine Interception“, sagt Stallions-Trainer Martin Connell. Letzteres, also dass die Verteidiger einen Vorwärtspass der Gegner fangen, hat Connells Team bei ihrem Debüt noch nicht erfüllt. Aber einen Touchdown schenkte das Team nicht nur seinem Trainer, sondern auch den tobenden Fans. Mit einem Pass schickte Lukas Brown seinen Teamkollegen Lars Lumma in die Endzone der Invaders, der fing den Ball und machte somit den ersten Touchdown der Stallions. Auch Celles Kicker zirkelt das Leder durch das Fieldgoal und erhöhte zum 7:28. Zuvor hatten die starken Invaders bereits vier Touchdowns und Extra-Kicks erzielt. Mit noch zwei weiteren Touchdowns der Invaders endet das Freundschaftsspiel mit einer 7:42-Niederlage für die Stallions.

„Die Mannschaft hat sich gut verkauft“, sagt Headcoach Connell stolz. Den Gegner aus Hildesheim habe man sich für die Vorbereitung bewusst ausgesucht. „Im Team sind auch ehemalige Spieler, die schon in der ersten Bundesliga auf dem Feld standen.“ Das Ergebnis am Ende – egal. Hier ging es um Spaß an der Sportart, was sich nicht nur auf dem Feld, sondern auch daneben zeigte. „Hier wird jeder gute Spielzug gefeiert, ob Heim- oder Gastmannschaft“, sagte Zuschauer Wulf Bätje. Obwohl er bereits seit 30 Jahren Football verfolgt, ist es sein erstes Live-Spiel. „Tolles Team, Testosteron pur und eine faszinierende Stimmung“, so Bätje, der sich nach dem Spiel gleich eine Stallions-Dauerkarte besorgen wollte. Und wirklich, es ist ein besonderer Spirit, der durch das Otto-Schade-Stadion ging: „Football is family“. Familien auf Picknickdecken, Jung und Alt nebeneinander auf Klappstühlen – und alle genießen das dynamische und faire Spiel.

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Natürlich ist noch nicht alles Gold, was die Stallions im Spiel zeigten: Snap-Fehler, verpasste Tackles oder nicht gefangene Pässe. Dass da noch nicht jeder Laufweg sitzt, ist nur verständlich. „Schach mit Kühlschränken“, wie einst Kommentator Frank Buschmann die Sportart beschrieb, deutet nur ansatzweise auf die taktische Komplexität hin. Raffinessen auf der einen Seite – es gibt Hunderte Varianten für die durchchoreografierten Spielzüge – auf der anderen Seite das körperbetonte Agieren. Doch was das Anfänger-Team innerhalb eines Jahres nach Gründung geschafft hat, macht Lust auf die beginnende Landesliga-Saison. In der Vorbereitung wird das Trainerteam hier ansetzen, und versuchen die blauen Hengste unzähmbar zu machen.