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Lokalsport Ruderer trotzen Gegenwind und Regen
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21:50 03.10.2018
Von Christian Link
Ein Bild mit Symbolcharakter: Ausgerechnet zum Achter regnete es wie aus Kübeln an der Ziegeninsel. Die Teams aus Hannover (vorne) und Celle (hinten) kamen im Vorlauf der Stadtachter klatschnass im Ziel an.  Quelle: David Borghoff
Celle

Bei dieser sausten rund 210 Boote trotz heftigem Gegenwind an der Ziegeninsel vorbei in Richtung Pfennigbrücke. Beim sportlichen Höhepunkt des Tages, dem Xenal-Achtercup, stellten sich die Celler Wassersportler den Bundesliga-Ruderern aus Hannover entgegen – doch gegen die Gäste aus der Landeshauptstadt war die ersatzgeschwächte Heimauswahl, die unter anderem auf den WM-Starter Peter Kluge sowie Ex-Weltmeister Patrick Leineweber verzichten musste, ohne Chance.

Dass es gegen die Favoriten aus der Landeshauptstadt keinen Sieg geben würde, war abzusehen. Doch dann erlitten die Außenseiter aus Celle auch noch mehrere kurzfristige Ausfälle – darunter eine Verletzung der Junioren-WM-Teilnehmerin Stina Röbbecke. Nur mit Unterstützung aus Hildesheim und Leer wurde der Achter am Ende überhaupt konkurrenzfähig. Diese Crew schaffte es dann zwar im Gegensatz zum anderen heimischen Boot von Hermann Billung auch ins Finale, glitt dort aber zwei Bootslängen hinter den Siegern vom Hannoverschen Ruderclub über die Ziellinie.

Im Mixed-Achter war bereits vor dem Start klar, dass der Ehrenpreis des Landkreises in Celle bleiben würde. Am Ende setzte sich recht deutlich eine Renngemeinschaft RCEH/Mainzer RV durch. Und auch der im Männer-Doppelvierer ausgefahrene Ehrenpreis der Sparkasse blieb in Celle – es siegte die Renngemeinschaft Hermann Billung/RCEH.

Der Stadtachter ging ähnlich wie zuvor bereits der Achtercup an das Bundesliga-Team vom Hannoverschen Ruderclub. Im Finale lagen sie drei Sekunden vor dem Boot der Renngemeinschaft CRV/RCEH/Hildesheimer RC. Gleichwohl waren die Celler nicht unzufrieden, hatten sie doch zumindest das im Achtercup noch vor ihnen platzierte zweite Hannoveraner Boot diesmal hinter sich gelassen.

"Für Anfänger sind das anspruchsvolle Bedingungen", sagte Landestrainer Klaus Scheerschmidt und fügte hinzu: "Mein Sohn ist heute morgen patschnass geworden und hat ordentlich gefroren." Dabei komme der Nachwuchs bei der Traditionsregatta normalerweise besonders gut zum Zug. "Es gibt eine kurze Strecke und viele Rennen. Das sind gute Voraussetzungen, um erste Wettkampferfahrungen zu sammeln", so Scheerschmidt. Allerdings hätten sich angesichts der Schulferien diesmal deutlich weniger Jugendliche angemeldet.

Sportliche Rückschlüsse will der Landestrainer aus der letzten niedersächsischen Regatta des Jahres nicht ziehen. "Wir haben die Mannschaften kreuz und quer gemischt", sagte er. Trotzdem habe er viele ansehnliche Rennen beobachtet. "Das war altersgemäß entsprechend gut." Am meisten beeindruckte ihn aber das Rennen der Ehemaligen. Scheerschmidt: "Das war zwar nicht so spannend, aber nett anzusehen."

Aus Celler Sicht war bei den rund hundert Rennen der Ruderclub Ernestinum-Hölty (RCEH) mit insgesamt 15 Goldmedaillen am erfolgreichsten. Ein Dutzend Siege holte der Celler Ruderverein (CRV), während Hermann Billung acht erste Plätze feierte.

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