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Lokalsport SV Nienhagen verzichtet auf Aufstieg - SG Lachendorf/Eschede nimmt Abschied
Sport Sport regional Lokalsport SV Nienhagen verzichtet auf Aufstieg - SG Lachendorf/Eschede nimmt Abschied
18:33 19.03.2018
Von Katharina Baumgartner
Lachendorfs Andreas Veretelnikov versucht, den Zweierblockdes USC Braunschweig zu überwinden. Quelle: Oliver Knoblich
Nienhagen

Doch so klar sei die Meisterschaft nicht gewesen, sagt Wagner. Denn auch die Heimmannschaft aus Salzgitter sei keineswegs zu unterschätzen. In der Vergangenheit hatte man sich gegen den MTV immer schwergetan. „Wir mussten klar gewinnen“, sagt der SVN-Trainer, „wir wollten die Meisterschaft aus eigener Kraft gewinnen.“ Druckvoll und mit einem guten Aufschlag-Spiel erzielten die Nienhägerinnen ihre Punkte. Trainer Wagner zeigt sich zufrieden mit der Leistung seiner Spielerinnen: „Sie waren voll konzentriert.“ Lediglich im ersten Satz habe das Team etwas „überdreht“: „Wir waren uns der Sache zu sicher.“ Salzgitter nutzte die Situation und machte vier Punkte in Folge. Mit einer taktischen Veränderung sei wieder etwas mehr Ruhe eingekehrt, so Wagner.

Für die Damen des SVN ist der Gewinn der Meisterschaft eine Premiere. „Wir spielen seit elf Jahren Oberliga, doch bisher hat es immer nur für den dritten oder vierten Platz gereicht“, freut sich der Trainer. Doch den Schritt in die Regionalliga will der SVN nicht gehen. „Wir bleiben in der Oberliga“, sagt Wagner. Natürlich sei da etwas Wehmut dabei, den Aufstieg nicht in Anspruch zu nehmen, doch langfristig sehe er eine gute Perspektive des bestehenden Teams in der Oberliga. „Viele werden diese Entscheidung nicht verstehen“, gibt Wagner zu. Doch der Wechsel in die höherklassige Liga sei nicht nur mit deutlichen Kosten verbunden. „Wir müssen einen eigenen Schiedsrichter stellen, jedes Wochenende sind Spiele und wir hätten allein fünf Heimspiele mehr als jetzt“, erklärt Wagner seine Bedenken. Es sei nicht klar, ob das sowohl räumlich als auch von Seiten der Spielerinnen zu bewältigen sei. „Die Mädels haben Kinder oder arbeiten im Schichtdienst“, sagt Wagner.

SV Nienhagen: Stilke, Dreppenstedt, Behrendt, Kononova, Przybyla, Lorenz, Schulz, Kropp, K. Rössing, V. Rössing, Schneeweiss, Schneider, Lütjens.

Absteiger gibt Abschiedsvorstellung: Vor Heimpublikum hat das Männerteam der SG Lachendorf/Eschede seine beiden letzten Spiele in der Oberliga bestritten. Gegen den USC Braunschweig III musste sich die SG mit einem knappen 2:3 (23:25, 25:22, 18:25, 25:23, 10:15) geschlagen geben. Motiviert startete die Heimmannschaft, punktete, musste aber immer wieder die Führung abgeben. „Die Annahmen waren nicht optimal“, kritisiert Trainer Jörg Steinhäuser. Durch einen verletzten Zusteller sei die SG gehandicapt gewesen. „Sehr schade“, kommentiert Steinhäuser den Ausgang, „das Spiel hätten wir auch gewinnen können.“

Auch in der zweiten Partie sollte es für einen Sieg gegen den TV Baden II nicht reichen. Die SG verlor mit 0:3 (10:25, 13:25, 27:29) gegen die Gastmannschaft. „Da war Frust in den Knochen“, sagt Steinhäuser. Doch auch wenn es für die SG nun wieder in die Verbandsliga zurückgeht, ist der Trainer mit der Leistung seines Teams zufrieden: „Die Spieler haben alles gegeben, phasenweise konnten wir das Niveau halten.“ Doch letztlich habe die Konstanz gefehlt.

Immer wieder stimmten die Tischtennis-Asse des TuS Celle 92 denselben Song an. „Nie mehr, 3. Liga – nie mehr, nie mehr, nie mehr!“, schallte es bei der Rückfahrt aus Fulda durch den Mannschaftsbus. Mit zwei Gala-Auftritten machten die Blau-Gelben den Aufstieg in die 2. Bundesliga vorzeitig perfekt und wahrten ihre blütenweiße Weste. „Wir sind alle überglücklich, so früh und souverän Meister zu sein“, brachte Kapitän Nils Hohmeier kurz und knapp auf den Punkt, was alle dachten und fühlten. Dem 6:3-Erfolg in eigener Halle gegen den TTC Ruhrstadt Herne ließen die Celler tags darauf nochmals ein 6:3 beim ärgsten Verfolger TTC Fulda-Maberzell II folgen und wischten damit letzte Zweifel an der Meisterschaft beiseite.

Oliver Schreiber 19.03.2018

Allein und in sich gekehrt sah man Eschedes maßlos enttäuschten Trainer Sven Ewert nach dem Schlusspfiff auf dem Sportplatz im Brunshagen stehen. Mit 2:5 (0:1) hatte sein Team gerade gegen den Tabellenletzten MTV Soltau verloren und damit selbst die „Rote Laterne“ übernommen. Eine Niederlage, die vor allem in dieser Höhe nicht nötig gewesen wäre und die die Hoffnung auf den Klassenerhalt auf ein Minimum schrumpfen lässt. „Die vielen Fehler, die wir gemacht haben, sind für mich unerklärlich. So darf man sich nicht auskontern lassen“, ärgerte sich der ratlose Ewert.

18.03.2018

Dritte Punkteteilung in Folge für Westercelle: Die U19 II des VfL ist in der A-Junioren-Landesliga bei der JSG Heidenau/Holvede nicht über ein 1:1-Unentschieden hinausgekommen und verbleibt damit mit 13 Zählern auf dem dritten Rang. „Das Spiel hatte keinen Sieger verdient“, erklärte VfL-Trainer Marc Siegesmund.

18.03.2018