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Lokalsport SVG beendet Abenteuer Bundesliga
Sport Sport regional Lokalsport SVG beendet Abenteuer Bundesliga
13:35 13.06.2010
Von Uwe Meier
Spielszenen aus der Partie der Handball-Bundesliga Frauen zwischen HC Leipzig gegen SVG Celle Quelle: nicht zugewiesen
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Celle Stadt

Aus, Schluss und vorbei. Das Unternehmen 1. Handball-Bundesliga ist für den SVG Celle für diese und zumindest auch für die nächste Saison erledigt. Der gestrige Abend brachte über die offene Frage über Klassenerhalt oder Abstieg die Antwort. Beim Deutschen Meister HC Leipzig gab es am letzten Spieltag mit 26:36 (12:19) die deutlichste Saisonniederlage. Und nachdem es der Thüringer HC beim BVB Dortmund richtig krachen ließ – allerdings im eigenen Tor – rutschte die Celler Mannschaft aufgrund des um fünf Treffer schlechteren Torverhältnisses sogar noch auf dem letzten Rang ab. Genau den Rang, den man im vorherigen Saisonverlauf nur ein einziges Mal inne hatte – nach dem ersten Spieltag.

Es kam wie eigentlich befürchtet. Nach zuvor drei Niederlagen in Champions League, DHB-Pokal und Meisterschaft machte Leipzig gegen den klaren Außenseiter aus Celle richtig Ernst. Nur in der Anfangsphase durften die Gäste von einer Überraschung träumen als man bis zum 5:4 jeweils fünf Mal den Führungstreffer erzielt hatte. Dann aber drehte der Deutsche Meister auf. Beim 8:11 (19.) war Celle zwar noch einigermaßen dran, doch anschließend ging es ganz schnell und Leipzig hatte sich zur Pause bereits einen deutlichen Sieben-Tore-Vorsprung verschafft.

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Nach dem Wechsel stellte Celle die Abwehr auf eine 6:0-Formation um und im Tor machte Jasmina Jankovic ihren Platz für Antje Lenz frei. Es schien kurzzeitig so, als würde dieser Schachzug Erfolg haben. Denn trotz des Wissens um die Trierer Führung gegen Buxtehude steckten die SVG-Spielerinnen nie auf und kämpften verbissen. Bis auf 20:23 (42.) kam der Außenseiter noch einmal heran. Doch anschließend war es endgültig vorbei. Während bei den Gästen die Kräfte schwanden, drehte Leipzig kurz an der Temposchraube und machten mit vier Toren innerhalb von drei Minuten alles klar. Zu diesem Zeitpunkt war sicher: SVG Celle würde dem Abstieg nicht mehr entrinnen können.

„Man kann der Mannschaft heute wie auch über die gesamte Saison keinen Vorwurf machen“, meinte Co-Trainer Jörg Oehus. „Sie hat sich immer voll reingehängt und gekämpft.“ Auch das Leipziger Gegenstoßspiel hatte Celle einigermaßen gut im Griff gehabt. Doch das hatte Kraft gekostet. „Und dann hat man irgendwann einfach keine Alternativen mehr“, so Oehus. „Mit zwei Spielerinnen mehr hätte das vielleicht anders ausgesehen.“ Aber das war nicht so. Vielmehr musste die ohnehin kleine SVG-Mannschaft in Leipzig auch noch auf die erkrankte Nicole Steinfurth verzichten.

Trainerstimmen

Martin Kahle (SVG Celle): Wir haben gut angefangen. Doch ab der 15 Minuten ging es dann ganz schnell. Leipzig hat jeden noch so kleinen Fehler von uns sofort mit einem Gegentor bestraft. Nach der Pause sind wir zwar noch einmal rangekommen. Doch insgesamt hat das natürlich zu viel Kraft gekostet, zumal Leipzig 60 Minuten lang Druck gemacht hat. Der Mannschaft kann ich keinen Vorwurf machen. Sie hat bis zum Schluss gekämpft. Aber Leipzig war individuell einfach stärker. Wir müssen jetzt unsere Hausaufgaben für die 2. Liga machen.

Heine Jensen (HC Leipzig): Celle hat versucht, uns zu überraschen. Aber darauf waren wir glücklicherweise vorbereitet. Der Sieg mit zehn Toren für uns ist vielleicht etwas zu hoch ausgefallen.

HC Leipzig – SVG Celle 36:26 (19:12)

HC Leipzig: Plöger, Schülke – Ommundsen (7/3), Homgren (1), Ulbricht (6), Augsburg (2), Daniels (2), Eriksson (1), Schulze (3), Kudlacz (9), Rösler (1), Viren (2), Müller (2).

SVG Celle: Jankovic, Lenz – Comans (11), Valyushek (3), Verschuren (4/2), Antonewitch, Brüsewitz, Robben, Loest, Techert (6), Büttner (2).

Schiedsrichter: Robert Schulze / Tobias Tönnies; Siebenmeter: 3/3 – 3/2; Strafminuten: 2 – 2.

Torfolge: 0:1 (1.), 2:3 (5.), 4:5 88.), 5:5 (8.), 6:5 (11.), 9:8 (16.), 11:8 (18.), 13:8 (22.), 15:10 (26.), 16:11 (28.), 19:11 (30.) – 19:12 (32.), 19:15 (36.), 21:15 (38.), 22:16 (39.), 23:17 (40.), 23:20 (42.), 28:20 (47.), 30:23 (51.), 31:24 (53.), 33:25 (57.), 34:26 (59.), 36:26 (60.).