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Lokalsport Spitzen-Polo vor der Haustür
Sport Sport regional Lokalsport Spitzen-Polo vor der Haustür
20:32 19.07.2016
Rixförde

RIXFÖRDE. Max Bosch heißt der Ruhestörer, der am späten Abend sein sattgrünes Polo-Feld für das große Event am kommenden Wochenende aufhübscht. Bosch ist der Sohn der Eigentümerfamilie des Gutsgeländes in der Nähe von Hambühren und seit Jahren begeisterter Polo-Spieler. Mit einem Handicap von +3 gehört er zu den drei besten Spielern in Deutschland.

Im Jahr 2014 hat seine aus Hannover stammende Familie Teile des Geländes mit Herrenhaus und Nebengebäuden sowie dazugehörigen Landflächen erworben — die Chance für Max, sich seinen Traum von einem eigenen Polo-Feld zu erfüllen.

Bosch unterbricht seine Mäharbeiten und beginnt von der Entstehung des mittlerweile über die Landesgrenzen hinaus bekannten Polo-Platzes auf dem Gut Rixförde zu berichten. „Mein Vater ist Polo-Spieler und meine Schwester auch. Ich habe bereits bereits mit dem Polo-Sport angefangen, als ich 13 Jahre alt war. Als wir vor zwei Jahren nach Rixförde kamen, entwickelte ich schnell den Plan, hier einen Platz zu errichten“, erklärt der 25-Jährige. Im Juni 2014 begannen Bosch und einige Helfer, den Boden zu bereiten und den Rasen zu säen. Heute erstrahlt das 274 Meter lange und 174 Meter breite Spielfeld in bestem Zustand. „Durch den sandigen Untergrund konnte das Gras perfekt wachsen und der Platz ist sehr robust“, erklärt der studierte Maschinenbauer.

Im Januar dieses Jahres gründete Bosch zusammen mit seiner älteren Schwester Sabrina den Poloclub Gut Rixförde, der mittlerweile zwölf Mitglieder hat. Seither fanden einige gut besetzte Turniere statt. Am kommenden Wochenende steht jedoch ein echtes Highlight an. Ein sogenanntes 8-Goal-Turnier, die zweithöchste Spielkategorie, die es beim Polo gibt. „Wir erwarten an diesem Wochenende fünf Spitzenteams aus Polen, Belgien, München, Frankfurt und Münster. Unser eigenes Team komplettiert das Teilnehmerfeld“, erklärt Bosch.

Die Teams werden jeweils mit vier Reitern und Pferden an den Start gehen und versuchen, möglichst oft den tennisgroßen Kunststoffball mit ihren Bambusschlägern durch die 7,2 Meter breiten Tore zu befördern. Insgesamt 120 Pferde werden bei dem Turnier eingesetzt, denn jedes Pferd darf laut Regelwerk nur maximal zwei der vier jeweils siebeneinhalb Minuten langen Spielabschnitte absolvieren. „Es wird sicher eine tolle Veranstaltung mit actionreichen Spielen auf hohem Niveau. Alles ist vorbereitet, nur der Rasen ist noch nicht ganz fertig gemäht“, erklärt Bosch mit einem Augenzwinkern, bevor er sich wieder auf seinen Traktor setzt und die letzten Grashalme seines Vorzeige-Platzes auf die richtige Länge trimmt.

Von Sebastian Nickel