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Lokalsport Sportlerehrung der Stadt Celle
Sport Sport regional Lokalsport Sportlerehrung der Stadt Celle
14:15 13.06.2010
Von Jürgen Poestges
Sportlerehrung Stadt Celle 2009 Quelle: Peter Müller
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Celle Stadt

Susanne McDowell brachte es auf den Punkt: „Ich habe dass Gefühl, das wir hier heute wie eine große Familie sind. Jeder hat sich für jeden gefreut“, meinte die Fachbereichsleiterin Sport der Stadt Celle bei der Schluss-Moderation für die Sportlerehrung der Stadt Celle im Rittersaal des Schlosses. 203 Sportler aus 29 Disziplinen wurden für ihre Leistungen im vergangenen Jahr geehrt.

„Und das sind so viele Sportarten wie noch nie zuvor“, erklärte Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende in seiner Begrüßung.

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Der Vorsitzende des Kreissportbundes Celle, Hartmut Ostermann, dankte den aktiven Sportlern und auch den Vertretern von Rat und Verwaltung. „Ich weiß, die finanzielle Lage ist derzeit nicht wirklich rosig. Aber wenn wir es schaffen, dass die Bedingungen für den Sport in Celle so bleiben, wie sie jetzt sind, dann können wir hier doch zufrieden sein.“ Und er ergänzte: „Ein Vereinsvorsitzender hat mir einmal gesagt, für jeden Euro, den man in den Vereinssport steckt, bekommt man vier zurück. In den Sport investiertes Geld ist gut investiert, denn es geht nicht verloren.“

Und es war einmal ein buntes Völkchen an Sportlern, das da die Bühne betrat. Tennis, Tanzen, Wildwasser-Kanu, Volleyball, Tischtennis, Radsport, Rudern, Schwimmen, Fitness-Vierkampf – es gibt fast nichts, was es nicht gibt in Celle. Das sah auch der OB so: „Das einzige, was fehlt, ist Skispringen. Aber wenn das mit dem Wetter so weiter geht, kommt das auch noch dazu.“

McDowell und Rüdiger Heinrich, Fachbereichsleiter Sport der Stadt Celle, führten launig und kurzweilig durch den Abend in der Halle, die sich in Verlauf der Veranstaltung immer weiter aufheizte. Und sie nahmen sich auch die nötige Zeit für jeden Sportler, um seine Leistungen zu würdigen.

Ein Beispiel: Olaf von Hartz, der gemeinsam mit seiner Frau Eike und seinen Söhnen Jan Ole und Tim für seine Leistungen geehrt wurde, bescheinigte Heinrich eine gute Öffentlichkeitsarbeit. „Immer, wenn ich die Zeitung aufschlage. lese ich da was von Hartz IV!“

Die stärkste Gruppe aber bildeten – einmal mehr, ist man versucht zu sagen – die Inlineskater. Mit 23 Sportlern wurden sie geehrt, und auch wenn einige der Aktiven derzeit in München in Sachen Eisschnelllauf unterwegs sind, war die Bühne rappelvoll. Allen aber war gemein, dass sie sich offensichtlich freuten über die Ehrung und stolz ihre Geschenke annahmen. Und sie alle werden nun sicherlich auch neue Motivation haben, um in diesem Jahr ihre Leistungen noch einmal zu steigern.

Im Rahmenprogramm boten die Artisten des Kinder- und Jugendzirkus „Knalltüte“ einen tollen Querschnitt aus ihrem Programm.

„Mr. Hockey“ und DLRG-Urgestein

Stadt Celle ehrt Jürgen Boie und Karl-Heinz Ströher für das Ehrenamt

CELLE. Das Ehrenamt ist wichtig – gerade in der heutigen Zeit, wo der schnöde Mammon alles zu bestimmen scheint. Auch die Stadt Celle würdigt im Rahmen der Sportlerehrung das Engagement von Menschen, die sich in den Dienst ihrer Sache stellen.

Jürgen Boie, MTV Eintracht Celle, Hockey: Hockey in Celle und Jürgen Boie: Das ist untrennbar miteinander verbunden. Der jetzt 73-jährige Boie darf getrost als „Mr. Hockey“ von Celle bezeichnet werden. Sei Mai 1947 ist er Mitglied beim SV Eintracht Celle, wie der Verein damals noch hieß. Sportlich hat er selber alles erreicht. Er war Hockey-Nationalspieler mit Einsätzen unter anderem gegen Indien, Dänemark und Ägypten. Über 20 Jahre war er als aktiver Spieler in der Hockey-Mannschaft seines Vereins tätig. Später gab er als Herren- und Jugendtrainer sein Wissen, seine Erfahrung und seine Begeisterung an andere weiter.

Auch nach seiner aktiven Zeit hatte er selten Langeweile. Er war Mitarbeiter auf verschiedenen Ebenen des niedersächsischen und deutschen Hockey-Bundes. Seit 1985 ist er Abteilungsleiter Hockey. Bis 2005 war er Mitglied im geschäftsführenden Vorstand des SV Eintracht Celle. Seit 2005 bis heute ist er Vizepräsident bei MTV Eintracht.

Karl-Heinz Ströher, DLRG Ortsgruppe Celle: Seit 1951 – also seit 59 Jahren – ist der 72-jährige Ströher Mitglied in der DLRG. Seitdem hat er unzähligen Nichtschwimmern das Schwimmen beigebracht und sie außerdem zu Rettungsschwimmern ausgebildet. Unter anderem fungierte er als technischer Leiter auf der Ebene der Ortsgruppe Celle und des Bezirkes Celle. Er war maßgeblicher Unterstützer beim Aufbau der Tauchergruppe der Freiwilligen Feuerwehr Celle. Er war Initiator des Fackelschwimmens in der Aller, seit 1966 ist er selber auch aktiver Teilnehmer. Beim Aufbau und Betrieb der Rettungsstation Silbersee war er der treibende Motor.

Noch heute weiß jeder im Verein, dass Ströher jederzeit da ist, wenn Not am Mann ist. Er hat ein offenes Ohr für die Sorgen und Wünsche von allen Mitgliedern. Soweit es

seine Zeit zulässt, kommt er selber noch regelmäßig ins Schwimmbad und zieht seine Bahnen, um sich fit zu halten.