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Lokalsport Tanzen gegen den Rest der Welt
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17:08 06.07.2011
Die Hannoveraner Tanzformationen „Who Cares!?“ und - „More Than Stylez“ traten gemeinsam beim Body Rock 2011 - in San Diego auf. Quelle: Marc Ceres
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Celle Stadt

HipHop-Tänzer Matthew Fleet aus Altencelle hat geschafft, wovon Hunderte Mädchen und Jungen träumen: Der 14-Jährige ist bei einem großen Tanz-Wettbewerb in Amerika aufgetreten – genauer gesagt in San Diego beim Body Rock 2011. „Es hat Spaß gemacht, vor großem Publikum aufzutreten“, so der junge Tänzer. „Die Leute haben geschrien und sind richtig abgegangen.“

Fleet ging mit seiner Tanzformation More Than Stylez aus Hannover an den Start, die in San Diego mit der Hannoveraner Combo Who Cares!? auf der Bühne stand. 13 Gruppen aus der ganzen Welt nahmen an dem Wettbewerb teil: So traten unter anderem auch Combos aus Neuseeland, Italien und Japan auf. Am Ende reichte es für die deutsche Formation aber nicht für einen Platz unter den ersten Drei. „Jedes der fünf Jurymitglieder konnte maximal 100 Punkte vergeben. Unsere beste Wertung war 94 Punkte, die schlechteste 70“, so Fleet.

Vor dem Auftritt war er „ziemlich aufgeregt“ – auch wenn es dann doch nicht so schlimm wurde, wie er es sich vorher vorgestellt hatte. „Bei unserer Choreographie ist alles gut gelaufen. Wir hatten keine Fehler drin“, sagt Fleet. Dabei hatte sich ein Teamkollege kurz vor dem Auftritt einen Fuß gebrochen, als dieser nach einer halben Schraube falsch aufkam. „Wir mussten daraufhin unsere Tanzbilder umstellen. Auch ich musste einen kleinen Teil abändern“, so Fleet.

Mit 24 Tänzern waren Who Cares!? & More Than Stylez eine der größten Gruppen bei dem Contest. „Die Gewinnergruppe Shit Kingz aus Japan trat mit vier Leuten auf. Die sind krass“, so Fleet, der diese Gruppe von Tanzworkshops in Deutschland kennt. Mit vier Leuten sei es schwerer, eine gute Show hinzulegen. Bei einer größeren Gruppe sei es hingegen schwieriger, alle Bewegungen synchron hinzubekommen.

Am Tag des Auftritts fuhr die deutsche Formation schon früh zum Veranstaltungsort – dem California Center for the Arts –, trainierte noch einmal auf dem Parkplatz und gab erste Interviews. Danach ging es zur Stellprobe, wo sie schon ein paar Blicke auf die anderen Gruppen werfen konnten. „Zwischen der Stellprobe und dem Auftritt am Abend lagen acht Stunden Pause“, so Fleet. Nach dem Showdown auf der Bühne ging es noch in die Partyszene von San Diego – „zusammen mit den Tänzern der anderen Gruppen“, sagt Fleet. Er nutzte sich die ihm bietende Gelegenheit zu einer Einkaufstour in San Diego und blieb auch noch einige Tage in Amerika. „So habe ich ein bisschen vom Land gesehen. Es hat mir richtig gut gefallen – es war wie im Film und schon toll.“ Fleet möchte irgendwann noch mal nach Amerika. „Vielleicht dann wieder zum Body Rock“, sagt er und lacht.

Am vergangenen Wochenende traten More Than Stylez dann bei den Europameisterschaften im HipHop-, Electric Boogie- und Break-Dance an. In Slagelse in Dänemark holte die Formation Platz fünf. „Wir sind motiviert, uns noch immer weiter zu verbessern“, sagt Fleet, der vorher mit einem Rang unter den Top 3 bei der EM gerechnet hatte.

Von Paul Gerlach