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Lokalsport Celle verlangt Spitzenreiter viel ab
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19:30 10.02.2019
Von Heiko Hartung
Das Doppel Tobias Hippler (links) und Nils Hohmeier holte einen Punkt für Celle. Der 3:1-Sieg gegen das Dortmunder Spitzenduo Alberto Mino und Krisztian Nagy kam einer kleinen Überraschung gleich. Hohmeier holte in seinem Einzel den zweiten Punkt des Tages für den TuS 92. Quelle: David Borghoff
Celle

CELLE. Für diese Leistung brauchen sich die Celler Tischtennis-Asse nicht zu schämen: Nach spannenden und hochklassigen Duellen verlor TuS Celle 92 am Sonntag zwar mit 2:6 gegen Borussia Dortmund. Aber der Weg zum Auswärtserfolg war für den souveränen Tabellenführer der 2. Bundesliga alles andere als ein lockerer Sonntagsspaziergang. „Wir haben uns viel, viel besser verkauft als noch beim blamablen 0:6 im Hinspiel. Aber man muss feststellen: Dortmund ist einfach besser“, stellte Celles Trainer Frank Schönemeier hinterher nüchtern fest.

Weil die punktgleiche Konkurrenz aus Hamm verlor und überraschend auch Fulda beim Tabellenletzten Neckarsulm keine Zähler holte, bleibt Celle auf Rang fünf der Tabelle. „Wenn wir dem Spitzenreiter einen Punkt geklaut hätten, wäre ich in Jubel ausgebrochen. Aber so gesehen, ist trotz unserer Niederlage nichts Schlimmes passiert“, meint Schönemeier.

Arne Hölter rückt für verletzten Kuzmin ins Team

Und wer weiß, wie die Partie ausgegangen wäre, wenn Celle in Bestbesetzung hätte antreten können. Denn vor dem Spiel erreichte den Aufsteiger eine schlechte Nachricht: Celles Neuzugang Fedor Kuzmin hatte sich am Donnerstag bei einem Turnier verletzt und stand am Sonntag nicht zur Verfügung. Eine Schwächung, holte der Russe doch zuletzt im unteren Paarkreuz zuverlässig seine Punkte für die Mannschaft. „Mit Fedor wäre vielleicht ein 5:5 drin gewesen“, glaubt der Chefcoach und gibt gleichzeitig Entwarnung. „Er hat nur eine Zerrung im hinteren Oberschenkel, beim nächsten Spiel in zwei Wochen ist er wieder dabei“, so Schönemeier.

Für Kuzmin rückte Arne Hölter vor 180 Zuschauern in der Altstädter Schule ins Team. An der Seite von Cedric Meissner reichte es im Doppel für das TuS-Duo aber nur für einen 11:2-Achtungserfolg im zweiten Satz. Eine echte Überraschung gelang am Nebentisch Tobias Hippler und Nils Hohmeier: Gegen den bärenstarken Alberto Mino aus Ecuador und den ungarischen Nationalspieler Krisztian Nagy sorgten die beiden Celler durch ihren 3:1-Erfolg für eine ausgeglichene Bilanz nach den Doppeln.

Borussias bärenstarker Mino zeigt seine ganze Klasse

Im oberen Paarkreuz zeigte Mino gegen Hippler seine ganze Schnelligkeit und Präzision, die ihn dicht an die besten 100 der Weltrangliste geführt haben. Hippler wehrte sich gut, gewann den zweiten Satz, vergab aber im dritten Durchgang einen Satzball und musste sich mit 1:3 geschlagen geben. „Wenn ich den Ballwechsel gewinne und 2:1 in Führung gehe, wäre vielleicht ein Sieg drin gewesen“, haderte Hippler hinterher mit der vergebenen Chance.

Parallel schnupperte auch Meissner an einer Überraschung: Gegen die Dortmunder Nummer eins, Erik Bottroff, führte er bereits mit 2:0 Sätzen, der Dortmunder wirkte genervt. Doch dann spielte der 28-Jährige Borusse seine ganze Cleverness aus und ließ sich auch von einem 3:6-Rückstand im entscheidenden fünften Satz nicht beirren – Celle lag 1:3 zurück.

Nils Hohmeier brachte den TuS 92 mit einem nie gefährdeten 3:0-Sieg gegen den russischen Altmeister Evgeny Fadeev auf 2:3 im Gesamtklassement heran. Und Hölter hatte sogar die große Chance zum zwischenzeitlichen Ausgleich: Nach fahrigem Beginn mit vielen leichten Fehlern fing sich der aktuelle Vize-Landesmeister und glich gegen Nagy zum 2:2 nach Sätze aus. Im Entscheidungssatz musste sich Hölter aber unglücklich 10:12 geschlagen geben.

Auch die beiden 1:3-Niederlagen von Hippler gegen Bottroff sowie Meissner gegen Mino waren enger als es dass Endergebnis aussagt. Aber Trainer Schönemeier brachte es auf den Punkt: „Wenn Dortmund nur 80 Prozent seines Leistungsvermögens bringt, ist was drin für uns – aber diese Blöße haben sie sich leider nicht gegeben.“

TuS Celle 92 – Borussia Dortmund 2:6 – Hippler/Hohmeier – Mino/Nagy 3:1 (6:11, 11:5, 11:6, 12:10), Meissner/Hölter – Bottroff/Fadeev 1:3 (6:11, 11:2, 10:12, 3:11), Hippler – Mino 1:3 (5:11, 11:4, 12:14, 8:11), Meissner – Bottroff 2:3 (11:8, 11:4, 8:11, 7:11, 7:11), Hohmeier – Fadeev 3:0 (11:7, 11:8, 11:5), Hölter – Nagy 2:3 (10:12, 6:11, 11:8, 11:6, 10:12), Hippler – Bottroff 1:3 (9:11, 11:8, 3:11, 8:11), Meissner – Nagy 1:3 (6:11, 6:11, 14:12, 9:11).

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