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Lokalsport TuS Celle 92 kann Geschenke nicht nutzen
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18:50 10.03.2019
Von Heiko Hartung
Dieser Siegpunkt war der einzige, den sich Celle an der Platte regulär erspielte: Arne Hölter (links) und Fedor Kuzmin gewannen ihr Doppel gegen Saarbrücken. Quelle: Kimberly Wojahn
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Celle

Selbst in Überzahl waren sie meilenweit von einem Sieg entfernt: Tischtennis-Zweitligist TuS Celle 92 hat am Sonntag mit 3:6 beim 1. FC Saarbrücken II verloren – obwohl die Saarbrücker Bundesliga-Reserve nur mir drei Mann antrat und dadurch von vornherein ein Doppel und zwei Einzel „abgeschrieben“ hatte. „Unser Doppel war noch ganz okay, der Rest war katastrophal“, verteilte Celles Trainer Frank Schönemeier miese Noten an seine – allerdings ebenfalls ersatzgeschwächte – Mannschaft.

Damit verpasste es Celle vor der Minuskulisse von 15 Zuschauern, den Klassenerhalt auch rechnerisch vorzeitig perfekt zu machen. Dem Aufsteiger fehlen nach wie vor zwei Punkte, um auch in der kommenden Saison ganz sicher in der 2. Bundesliga antreten zu können. „Diese Gelegenheit haben wir verstreichen lassen“, sagt der enttäuschte Schönemeier.

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Celle fehlen zwei Stammspieler - Saarbrücken gleich vier

Bereits im Vorfeld war klar, dass beide Teams nicht in Bestbesetzung an die Platte gehen würden. Celle musste auf Tobias Hippler und Nils Hohmeier verzichten, die bei der U21-Europameisterschaft in Portugal weilten. Weil Saarbrücken aus dem gleichen Grund sogar ohne vier Stammspieler antreten musste, hatte sich Celle durchaus eine Siegchance gegen den Vorjahresmeister ausgerechnet. Zumal TuS 92 schon im Hinspiel ein 6:2-Erfolg gelungen war.

Mit dem klaren Doppel-Erfolg von Fedor Kuzmin und Arne Hölter führte Celle vor den Einzeln mit 2:0. Die Gastgeber hatten mit Slobodan Grujic zwar pro forma einen Akteur auf dem Spielberichtsbogen eingetragen, aber der Trainer der Saarbrücker Bundesligamannschaft trat nicht an, so dass das zweite Doppel mit 0:11, 0:11, 0:11 für die Celler Jannik Xu und Cedric Meissner gewertet wurde. Auch im Einzel griff der mittlerweile 45 Jahre alte frühere serbische Weltklassespieler Grujic nicht wirklich zum Schläger. „War für meine Jungs vielleicht auch besser so. Ich bin mir nicht sicher, ob er nicht gewonnen hätte – so schlecht wie wir drauf waren“, meinte Schönemeier mit einer gehörigen Portion Sarkasmus in der Stimme.

Alle ausgetragenen Einzel gehen an Saarbrücken

Somit blieb es bei einem erspielten und zwei „geschenkten“ Punkten für Celle, denn die tatsächlich ausgetragenen sechs Einzel gingen allesamt an Saarbrücken. Gegen den 21-jährigen dänischen Spitzenspieler Tobias Rasmussen verkauft sich Celles Fedor Kuzmin bei seiner 1:3-Niederlage noch am besten. „Gegen den kann man verlieren“, so Schönemeier, „aber alle anderen hätten sich die weite Fahrt auch sparen können“, fand der Coach klare Worte. Sowohl Meissner als auch Xu und Hölter spielten trotz zuletzt guter Form schwach. „Ich kann es mir nicht erklären. An den Umständen kann es nicht gelegen haben. Die waren optimal“, meint Schönemeier. Bereits am Tag vor der Partie war Celle ins Saarland gereist, hatte im Hotel übernachtet und sich beim Training knapp zwei Stunden lang in der Halle auf die Partie vorbereiten können.

Auf der sechsstündigen Rückfahrt im Bus war die Stimmung am Sonntag verständlicherweise schlecht. „Alle sind frustriert“, berichtet Schönemeier, blickte aber schon voraus. „Sowas passiert halt mal“, sagte er und nimmt seine Schützlinge für die kommende Heimpartie gegen 1. FSV Mainz (Sonntag, 14 Uhr, Altstädter Schule) in die Pflicht: „Da müssen wir uns wieder besser präsentieren.“ Gute Nachricht: Gegen den Tabellenzweiten sind Hippler und Hohmeier wieder an Bord.

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