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Lokalsport Tischtennis-Asse des TuS Celle 92 am Ziel ihrer Träume
Sport Sport regional Lokalsport Tischtennis-Asse des TuS Celle 92 am Ziel ihrer Träume
14:39 19.03.2018
Von Oliver Schreiber
Nils Hohmeier war sowohl gegen Herne und Fulda der Matchwinner für die Celler Tischtennis-Asse. Quelle: Oliver Knoblich
Celle Stadt

Ihre Ambitionen untermauerten die 92er bereits gegen Herne in der randvoll gefüllten Sporthalle der Altstädter Schule. Beide Doppel gingen an die Hausherren, Philipp Floritz/Cedric Meissner sowie Tobias Hippler/Nils Hohmeier machten deutlich, dass sie nicht im Traum daran dachten, kurz vor dem Erreichen des großen Ziels noch einmal zu schwächeln.

Die Partien im oberen Paarkreuz brachten keine Überraschungen. Hippler unterlag der Nummer eins der aktuellen U18-Weltrangliste, Kanak Jha. Dafür ließ Floritz gegen Uros Gordic nichts anbrennen. Auch Hohmeier hatte gegen Nemanja Gambiroza keine Probleme, während Meissner Johan Hagberg nach fünf hart umkämpften Sätzen zum Sieg gratulieren musste. Nach der ersten Spielrunde stand es somit 4:2.

Hippler steigerte sich in seinem zweiten Einzel und zwang Gordic in die Knie. Das Spitzenspiel zwischen Floritz und Jha hielt, was es versprach. Die unglückliche Niederlage des Celler in der Verlängerung des Entscheidungssatzes tat aber nur kurze Zeit weh, denn Hohmeier dominierte gegen Hagberg und brachte den Sieg unter Dach und Fach. „Das gibt uns Selbstvertrauen, jetzt wollen wir uns morgen den verdienten Aufstieg holen“, meinte TuS-Trainer Frank Schönemeier – und sollte nicht enttäuscht werden.

Die Partie beim Zweiten in Fulda verlief zunächst ausgeglichen. Nach den Doppeln und den ersten beiden Einzeln stand es 2:2. Dieses Remis wollte TuS im unteren Paarkreuz halten – und übertraf die eigenen Erwartungen. Hohmeier wurde gegen Hans-Jürgen Fischer seiner Favoritenrolle gerecht und siegte mit 3:0. Meissner rang Qing Yu Meng, in der Hinrunde noch einer der besten Spieler im vorderen Paarkreuz, mit einem Kraftakt in fünf Sätzen nieder.

Somit fehlten nur noch zwei Punkte zum Meistertitel und der Rückkehr ins Bundesliga-Unterhaus nach sechs Jahren Abstinenz. Floritz gewann mühelos gegen Fan Bo Meng. Hippler hatte gegen Thomas Keinath die Entscheidung schon auf dem Schläger, vergab aber einen Matchball und zog in der Verlängerung des fünften Satzes den Kürzeren.

Damit machte er es noch einmal spannend. Dies galt auch für Hohmeier. Im entscheidenden Durchgang führte er gegen Qing Yu Meng mit 10:8, aber auch er ließ diese Matchbälle ungenutzt. Doch Hohmeier behielt die Nerven und machte den Aufstieg durch ein 18:16 endgültig perfekt. Der Jubel bei den Cellern und dem mitgereisten Anhang kannte keine Grenzen. „Jetzt wollen wir in den letzten beiden Spielen noch einmal alles geben. Wir können Geschichte schreiben, denn noch nie ist eine Mannschaft in der 3. Liga ohne Punktverlust Meister geworden“, blickte Hohmeier bereits wieder voraus.

TuS Celle 92 – TTC Ruhrstadt Herne 6:3. Philipp Floritz/Cedric Meissner – Johan Hagberg/Nemanja Gambiroza 11:4, 11:4, 11:6; Tobias Hippler/Nils Hohmeier – Kanak Jha/Uros Gordic 11:9, 15:13, 8:11, 11:5; Floritz – Gordic 11:9, 11:5, 11:7; Hippler – Jha 19:17, 6:11, 6:11, 9:11; Hohmeier – Gambiroza 11:7, 11:3, 11:5; Meissner – Hagberg 8:11, 11:6, 9:11, 11:9, 8:11; Floritz – Jha 12:14, 11:8, 9:11, 11:6, 13:15; Hippler – Gordic 11:8, 11:5, 11:6; Hohmeier – Hagberg 11:5, 11:6, 12:10.

TTC Fulda-Maberzell II – TuS Celle 92 3:6. Thomas Keinath/Qing Yu Meng – Philipp Floritz/Cedric Meissner 12:10, 11:6, 11:2; Fan Bo Meng/Hans-Jürgen Fischer – Nils Hohmeier/Tobias Hippler 8:11, 11:6, 6:11, 8:11; Fan Bo Meng – Hippler 11:8, 9:11, 11:5, 11:6; Keinath – Floritz 8:11, 11:5, 11:13, 11:13; Qing Yu Meng – Meissner 12:10, 11:7, 9:11, 7:11, 7:11; Fischer – Hohmeier 9:11, 2:11, 8:11; Fan Bo Meng – Floritz 11:9, 9:11, 4:11, 3:11; Keinath – Hippler 11:6, 6:11, 9:11, 11:9, 13:11; Qing Yu Meng – Hohmeier 11:8, 7:11, 7:11, 11:7, 16:18.

Allein und in sich gekehrt sah man Eschedes maßlos enttäuschten Trainer Sven Ewert nach dem Schlusspfiff auf dem Sportplatz im Brunshagen stehen. Mit 2:5 (0:1) hatte sein Team gerade gegen den Tabellenletzten MTV Soltau verloren und damit selbst die „Rote Laterne“ übernommen. Eine Niederlage, die vor allem in dieser Höhe nicht nötig gewesen wäre und die die Hoffnung auf den Klassenerhalt auf ein Minimum schrumpfen lässt. „Die vielen Fehler, die wir gemacht haben, sind für mich unerklärlich. So darf man sich nicht auskontern lassen“, ärgerte sich der ratlose Ewert.

18.03.2018

Dritte Punkteteilung in Folge für Westercelle: Die U19 II des VfL ist in der A-Junioren-Landesliga bei der JSG Heidenau/Holvede nicht über ein 1:1-Unentschieden hinausgekommen und verbleibt damit mit 13 Zählern auf dem dritten Rang. „Das Spiel hatte keinen Sieger verdient“, erklärte VfL-Trainer Marc Siegesmund.

18.03.2018

Es kann das Wochenende der Entscheidungen werden: Zwei Spiele, zwei Siege – und das Team des Tischtennis-Drittligisten TuS Celle 92 hätte Meisterschaft und Aufstieg in der Tasche. Doch dafür müsste der Celler Mannschaft am Samstag um 14 Uhr in der Altstädter Schule in ihrem vorletzten Heimspiel gegen TTC Herne ein Novum gelingen. Denn noch nie hat eine Celler Mannschaft zu Hause gegen den Traditionsverein aus dem Ruhrpott gewonnen. In der vergangenen Saison reichte es nur zu einem glücklichen Unentschieden. Gelingt ein Sieg und folgt am Sonntag gegen Fulda die Kür, hätte Celle den Zweitliga-Aufstieg sicher.

Katharina Baumgartner 16.03.2018