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Lokalsport Unvergesslicher Tag im „Land der tausend Hügel“
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16:59 11.06.2019
Angefeuert von zahlreichen Zuschauern kämpft sich Jochen Strehlaubeim Ironman 70.3 Kraichgau über eine fordernde Radstrecke. Quelle: Jochen Strehlau
Celle

Der Ironman 70.3 im Kraichgau gehört zu den größten und stimmungsvollsten Veranstaltungen im internationalen Ironman-Zirkus. Der über 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und 21,1 Kilometer Laufen führende Wettkampf ist insbesondere wegen seiner mit 900 Höhenmetern sehr anspruchsvollen Radstrecke „berühmt-berüchtigt“. In seiner 15. Auflage war das Rennen mit über 2500 Teilnehmern seit Monaten ausgebucht. Mit am Start waren auch die beiden Altenceller Triathleten Anja Erdmann und Jochen Strehlau. Sie erlebten einen heißen, harten, aber unvergesslichen Tag im „Land der tausend Hügel“.

Schwimmen bei 20 Grad warmem Wasser war leichteste Übung

Bei Kaiserwetter war das Schwimmen im mit 20,4 Grad angenehmen Hardtsee noch die leichteste Übung. Tausende von Zuschauern im Startbereich sorgten schon hier für knisternde Triathlon-Atmosphäre. Da die spektakulären Massenstarts beim Ironman seit einiger Zeit durch den deutlich entspannteren „Rolling Start“ ersetzt wurden, ging es bei der Absolvierung der ersten Disziplin fast stressfrei zu. Im Abstand von wenigen Sekunden stürzten sich immer nur eine Handvoll Athleten ins kühle Nass. Die beiden Celler hatten auf der zu durchschwimmenden 1,9-Kilometer-Runde keine Probleme. Strehlau schnappte sich bereits nach 34 Minuten seinen Wechselbeutel, Erdmann kam nach 39 Minuten aus dem Wasser.

Ein Anstieg nach dem anderen macht Radfahren zur Qual

Nach den ersten zehn flachen Kilometern wurde es auf der Radstrecke richtig ernst. Auf dem brettharten, aber landschaftlich großartigen Kurs folgte ein Anstieg auf den nächsten. Das machte einen ständigen kräfteraubenden Rhythmuswechsel erforderlich. Zahlreiche begeisterte Zuschauer sorgten an den Hotspots der Strecke für tolle Stimmung. Und auch beim Radfahren fühlten sich beide SVA-Starter gut und zeigten starke Leistungen. Strehlau begab sich nach einem Radsplit von 2:57 Stunden ins Wechselzelt, Erdmann brauchte 3:16 Stunden.

Halbmarathon zum Abschluss war unglaubliche Tortur

Bei Temperaturen von deutlich über 30 Grad ging dann auf dem leicht welligen Halbmarathonkurs für die beiden Celler nicht mehr viel. „Die Beine wollten einfach nicht mehr. Das Laufen war bei der Hitze eine unglaubliche Tortur“, rekapituliert Strehlau, der von dem Angebot an Iso, Wasser oder Schwämmen an den zahlreichen Verpflegungsstellen reichlich Gebrauch machte. Auch Erdmann litt – sie schleppte sich mit Magenkrämpfen über die Laufstrecke. Aber Aufgeben war für die Celler keine Option. Mit unglaublicher Kraftanstrengung erreichten sie das ersehnte Ziel. Mit der Finisherzeit von 5:48 Stunden platziert sich Strehlau (Gesamtrang 961) sogar noch im ersten Drittel seiner Altersklasse. Erdmann landet mit 6:26 Stunden im Mittelfeld. „Das war so hart, aber wir sind stolz und glücklich, dass wir das Ding zu Ende gebracht haben“, waren sich die beiden Ausdauersportler einig.

Von Jochen Strehlau

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