Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Lokalsport Ungebuchtes Hawaii-Ticket
Sport Sport regional Lokalsport Ungebuchtes Hawaii-Ticket
17:11 16.04.2019
Bei starkem Wind und schönem Wetter kämpft sich Britta Dressler beim Ironman in Südafrika auf dem Rennrad zum nächsten Wechsel. Quelle: Jochen Strehlau
Celle

Ihre hohe Risikobereitschaft wurde nicht belohnt. Trotz einer überragenden Leistung beim Ironman Südafrika verpasste die Altenceller Triathletin Britta Dressler mit Platz vier in ihrer Altersklasse die Qualifikation für die Weltmeisterschaft nur um Haaresbreite. Ganze zwölf Minuten fehlten zum begehrten Hawaii-Ticket. Die anfängliche Enttäuschung der 50-Jährigen wurde aber schnell von großem Stolz über das Erreichte verdrängt. „Trotz absolut extremer Bedingungen war das mein bisher größtes Ironman-Rennen. Nach dem langen harten Wintertraining konnte ich meine Leistung voll abrufen“, berichtete Dressler.

Hartes Training über 24 Wochen

Fünf Stunden Radfahren bei Wind und Wetter im nasskalten Celler Februar sind auch für Strapazen gewohnte Triathleten kein unbedingtes Vergnügen. Ebenso sind vier Kilometer lange Schwimmeinheiten morgens um sechs Uhr nicht Jedermanns Sache. Doch das große Ziel vor Augen hat Triathletin Britta Dressler ihr umfangreiches 24-wöchiges Trainingsprogramm für den Ironman Südafrika in Port Elizabeth mit schnörkelloser Konsequenz durchgezogen.

1800 Athleten an der Nelson Madela Bay

Und so stand Dressler dann zusammen mit 1800 Triathleten aus aller Welt am Strand der Nelson Mandela Bay, um die erste Disziplin, das Schwimmen, in Angriff zu nehmen. Aufgrund von Sturm und starkem Wellengang entschloss sich der Veranstalter, die Distanz von 3,8 Kilometer auf 2,2 Kilometer zu verkürzen. „Das Schwimmen war hart und echt extrem, aber mit entsprechender Technik dennoch kontrollierbar“, erzählt Dressler, die nach 44 Minuten wohlbehalten aus den Fluten des Indischen Ozeans steigt.

Starker Wind auf der "Garden Route"

Verteilt auf zwei Runden waren anschließend 180 Kilometer Radfahren auf der weltberühmten „Garden Route“ Richtung Kapstadt zu bewältigen. Mit Geschwindigkeiten von bis zu 60 Stundenkilometern blies der Wind schon früh unerbittlich. Die Strecke war wellig und pro Runde waren 800 Höhenmeter zu überwinden. „Der Wind und die Böen wurden immer stärker. Das Radfahren war vor allem auf der zweiten Runde extrem kraftraubend“, berichtete Dressler. „Zum Glück lief nach anfänglichen Magenbeschwerden meine Ernährung nach Plan. So konnte ich mit einer „Just-do-it-Haltung“ das Radfahren nach sechseinhalb Stunden beenden“, so die Cellerin, die auf Altersklassenplatz fünf liegend nun den Marathonlauf antrat.

Auch hier bremste der heftige Gegenwind die Athleten aus, doch Dressler ließ sich nicht beirren. „Ich bin die 42 Kilometer mit ökonomisch guter Schritt-Frequenz konstant durchgelaufen und habe sogar noch einen AK-Platz gutgemacht“, freute sich die SVA-Athletin über ihren mit 4:17 Stunden bisher schnellsten Marathon.

Nächster Versuch beim Ironman in Kopenhagen

Nach exakt 11 Stunden und 42 Minuten passiert sie strahlend und gleichzeitig überwältigt die Ziellinie. „Ich hatte Gänsehaut und einen Kloß im Hals. Das war meine absolut stärkste Langdistanz“, so Dressler. Doch die begehrten „Hawaii-Slots“ gehen an Südafrikanerinnen, von denen drei von 37 Starterinnen in der AK W50 noch schneller als die Cellerin waren. Britta Dresslers Hawaii-Traum für dieses Jahr ist deshalb aber noch nicht ausgeträumt. Beim Ironman Kopenhagen, der Mitte August ausgetragen wird, ergibt sich eine weitere Chance zur Qualifikation.

Von Jochen Strehlau

Rückenschmerzen und Verspannungen: Experten geben in der neuen CZ-Serie "Fit bei der Arbeit" Tipps für Sport am Arbeitsplatz.

14.04.2019

Im vergangenen Jahr sorgte TuS Eschede bei dem Wettbewerb für Furore. Jetzt werden neue Bewerber für die Sterne des Sports gesucht.

Uwe Meier 11.04.2019

Nun leider doch nicht. Die Celler City Night, das Radrennen in der Innenstadt fällt zumindest für dieses Jahr aus.

Uwe Meier 10.04.2019