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Lokalsport Reise ins Geburtsland der runden Scheibe
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21:35 10.07.2019
Von Audrey-Lynn Struck
Der 17-jährige Ultimate-Frisbee-Nationalspieler Jonathan Meyer-Bothling durfte als einziger Deutsche ins US-Trainingslager reisen. Quelle: Audrey-Lynn Struck
Hermannsburg

Ein Anruf in Abwesenheit. Die Nummer? Unbekannt. Jonathan Meyer-Bothlings Herz schlägt schneller. Der 17-Jährige hat da so eine Vermutung, wer das gewesen sein könnte. Und tatsächlich. Es ist die Frisbee-Initiative vom Phillis Award. Zusammen mit der Auszeichnung hat der deutsche Nationalspieler auch eine Teilnahme bei einem National Ultimate Training Camp in den USA gewonnen – als einziger Deutscher.

Vom Schulteam in die Nationalmannschaft

„Ich habe mich natürlich total gefreut. Letztes Jahr hat mich der Bundestrainer aus der U17 animiert, mich dort zu bewerben“, sagt Meyer-Bothling. Doch seine Bewerbung im vergangenen Jahr schlug trotz eines aufwendigen Videos fehl. Der Grund: Immer im Wechsel ist ein Junge und ein Mädchen an der Reihe. „In der Bewerbung gucken sie dann auch, wie lange jemand spielt. Mit dem Preis wollen sie außerdem Spieler belohnen, die sich engagieren“, erklärt der Sülzer. Eigentlich perfekte Voraussetzungen für Meyer-Bothling. Er spielt nicht nur bereits in der Nationalmannschaft, sondern ist auch Trainer bei der Frisbee-Mannschaft seiner Schule, den Hermannsburger Äitschbees. Seiner Schulmannschaft ist es auch zu verdanken, dass der Schüler vor einigen Jahren zum Frisbee fand. Ein paar Jahre später spielte er dann seine erste Deutsche Meisterschaft, wo er überraschend Vizemeister wurde. Seitdem geht es für Meyer-Bothling steil bergauf.

Phillis Award erinnert an verstorbenen Ultimate-Spieler

Der Phillis Award ist damit nur eine Auszeichnung in einer Liste von Preisen. Der Award wurde vor sieben Jahren dem verstorbenen Philipp „Phillis“ Timmermann gewidmet. Der deutsche Ultimate-Spieler starb mit 33 Jahren an den Folgen eines Hirntumors. Ein Jahr später, 2013, riefen Verwandte und Familie den Preis ins Leben, um sein Andenken zu ehren. Seitdem wird einmal jährlich ein deutscher Frisbeespieler im Alter zwischen 14 und 18 Jahren mit dem Preis ausgezeichnet und darf ins Trainingscamp.

Meyer-Bothling erwartet "viel Input" in den USA

„Ich freue mich auf viel Input in den USA. Dort wurde der Sport geboren und wird ganz anders als bei uns in Deutschland gespielt“, schwärmt Meyer-Bothling. Die ganze Spielgestaltung sei anders und auch die Sichtweise, wie man auf Frisbee schaue. Einige der neuen Ideen hofft der 17-Jährige dann auch in seine Arbeit als Trainer mit einfließen lassen zu können. Im Gegensatz zum Trainingslager mit dem Nationalteam gehe es außerdem mehr um die Einzelleistung statt um die Teamleistung. „Ich habe so die Chance, mich auch viel mehr individuell zu verbessern.“

Trainingscamp in Boston ist gute Vorbereitung auf EM

Am Dienstag ging es für den Sülzer los. Nach dem Flug in die amerikanische Stadt Boston traf der Schüler auf einen Trainer, bei dem er die nächsten Tage unterkommen wird. Am Samstag beginnt dann das Trainingslager, das bis kommenden Donnerstag dauern wird. „Die USA ist eine gute Vorbereitung für mich auf die Europameisterschaft in Breslau“, so Meyer-Bothling. 2016 gewann er das erste Mal für Deutschland Bronze und auch Silber hat er mittlerweile geholt. „Dieses Jahr muss nun einfach die Goldmedaille her.“

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