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Lokalsport So war der 32. Celler Triathlon
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20:29 25.08.2019
Von Benjamin Behrens
Gesamtsieger Sven Kiene (links) und der zweitplatzierte Alexander Brennecke gratulieren sich völlig erschöpft auf allen vieren auf dem Rasen. Ein Streckenposten kühlt die Sportler mit Wasser.  Quelle: Benjamin Behrens
Celle

Auf dem Rasen des Otto-Schade-Stadions ist das organisierte Chaos ausgebrochen. Menschen in bunten Neoprenanzügen schieben hochgerüstete Fahrräder umher oder sind auf der Suche nach Streckenplänen, Startposition oder wollen sich noch nachträglich anmelden. An anderer Stelle schrumpft eine Palette mit abgepackten Snacks zusehends. Offenbar wollen sich viel der Teilnehmer des 32. Celler Triathlon noch einmal stärken, bevor es an den sportlichen Dreiklang aus Schwimmen, Radfahren und Laufen geht. Rund 450 Einzelsportler und 50 Staffeln hatten sich angemeldet. Sven Kiene aus der Triathlon-Sparte von Hannover 96 sicherte sich den Gesamtsieg. Knapp hinter ihm überquerte Lokalmatador Alexander Brennecke vom SV Nienhagen die Ziellinie.

Wettkampfbesprechung klärt alle Fragen

Bis kurz vor Start kommt Jochen Strehlau vom Organisations-Team nicht zur Ruhe. "Es gibt immer viele Fragen", sagt Strehlau. Gerade eben funktionierte etwa das Funkmikro nicht, mit dem die Teilnehmer gleich bei Wettkampfbesprechung über die Bedingungen informiert werden sollen. Doch auch das ist schnell geklärt. Stefan Obst vom Triathlon-Team kann also loslegen. Nach dem das Einchecken der Räder und ein paar Details zur Radstrecke abgehandelt sind, sorgt Obst für erstaunte Blicke und protestierendes Gemurmel bei den Zuhörern. "Ich weise daraufhin, dass Neoprenanzüge heute nicht erlaubt sind." Wie sich schnell herausstellt ein Scherz – der aber dafür sorgt, dass spätestens jetzt alle Teilnehmer hellwach sind.

Schwimmen, Radfahren, Laufen - die Triathlon-Disziplinen verlangten von den rund 450 Einzelteilnehmern und den etwa 50 Staffelnläufern einiges ab.

Angenehme Wassertemperaturen in der Aller

Ein Kälteschock steht den Startern der ersten Gruppe ohnehin nicht bevor, die pünktlich um 10 Uhr in Höhe der Lachtemündung in die Aller steigen und die ersten Schwimmzüge machen. Das Wasser hat rund 20 Grad. "Ich bin total aufgeregt, wie die Strecke läuft und dass ich alle meine Sachen beisammen habe", sagt Nele Kiesel, die zum ersten Mal teilnimmt. Neben Erststartern, sind auch treue Fans des Celler Triathlons dabei. Theres Mühlberg und ihr Freund Felix Wippich sind zum dritten Mal dabei. "Mein Freund kommt aus Celle, ich aus Leipzig", sagt Mühlberg. Zusammen mit mit Friedrich Czarnecki wollen sie die 600 Meter Schwimmen, 27,5 Kilometer Radfahren und sieben Kilometer Laufstrecke absolvieren.

Nienhäger Alexander Brennecke ist Favorit

Alexander Brennecke vom SV Nienhagen geht als einer der Favoriten ins Wasser und gehört auch tatsächlich zum Spitzenfeld, als die ersten Schwimmer aus der Aller steigen. Doch vor ihm spurtet Sven Kiene in Richtung seines Rads. Beide bekommen Applaus, denn an der Strecke haben sich etliche Zuschauer positioniert. Jeder Sportler wird angefeuert. Wer am mittlerweile völlig durchweichten Ufer ausrutscht, wird ermutigt gleich weiterzulaufen.

Hartes Gefecht auf der Rad- und Laufstrecke

Auf der Rad- und Laufstrecke liefern sich Brennecke und Kiene ein hartes Gefecht. Sonne und Temperatur tun ihr übriges. Kaum hat Kiene die Zielinie überschritten, geht er in die Knie und sinkt auf den Rasen. Einen Augenblick später landet Brennecke neben ihm. Ein Streckenposten schüttet den erschöpften Athleten Wasser über den Nacken, die sich noch auf allen Vieren gratulieren. Auf Rang drei läuft Paul-Lennart Siemers vom TSG Bergedorf ins Ziel.

Kämpfen bis zur Ziellinie

"Nicht nur das Finish war hart, sondern das ganze Rennen. Wir waren fast die ganze Zeit zu dritt. Beim Laufen habe ich dann versucht einen schnellen Wechsel zu machen und die anderen unter Druck zu setzen. Ich habe die ganze Zeit Alexs Schritte hinter mir gehört. Bei der Hitze war es brutal hart. Ich bin sehr glücklich, dass es gereicht hat", sagt Kiene. Auch sein Verfolger Alexander Brennecke hatte mir der Hitze zu kämpfen. "Wir haben uns so einen Fight geliefert, das war zu hart heute", so Brennecke. "Keiner war der allerstärkste. Am Ende hat Sven dann einfach den besseren Punch. Heute hat der bessere Mann gewonnen, nächstes Jahr bin ich das wieder." Mit brennenden Muskeln kämpft sich die Führungsspitze über die Ziellinie, danach folgen nach und nach weitere Teilnehmer. Nicht wenige sinken am Ende ihrer Kräfte auf den Rasen. Zur Stärkung gibt es in mundgerechte Stücke geschnittene Banane, Wassermelone und andere Snacks.

Ausfälle auf der Strecke oder nach dem Rennen gab es keine. "Es waren nur Kleinigkeiten. Ein Besucher hat sich das Knie aufgeschrammt, sonst alles im grünen Bereich", sagt Sanitäterin Stefanie Ristow-Dehn. So muss ein Tag im Zeichen des Triathlons enden.

Alle Ergebnisse finden sie auf www.triathlon-celle.de

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