Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Anmelden
Lokalsport Volleyball-Oberliga-Frauen
Sport Sport regional Lokalsport Volleyball-Oberliga-Frauen
15:03 13.06.2010
Von Uwe Meier
Anzeige
Celle Stadt

Sven Sobansky war im Anschluss etwas unentschlossen. „Da war eindeutig mehr drin“, trauerte der Nienhäger Co-Trainer den verlorenen Punkten hinterher und haderte mit dem Spiel seiner Mannschaft. Die Aufgaben seien zu schwach gewesen, „um den Gegner ernsthafter zu gefährden“. Zeven hatte wenig Mühe diese anzunehmen und das Tempo zu bestimmen. Richtig abgesetzt haben sie sich aber nicht. Denn die kämpferische Einstellung der Gäste stimmte an diesem Sonntagnachmittag. „Der Block hat gut funktioniert und wir haben uns nicht hängen lassen“, lobte schließlich auch Sobansky. „Darauf können wir aufbauen und für die letzten beiden Spiele etwas mitnehmen.“ Insbesondere Zuspielerin Victoria Peymann, 17 Jahre jung, sorgte dafür, dass die Partie nach dem zwischenzeitlichen Satzausgleich bis zum Schluss offen blieb.

SV Nienhagen: Rode, Pätzke, Bißmeyer, Behrendt, Fuge, M. Görlich, L. Görlich, Peymann, Müller.

Anzeige

Verbandsliga-Männer

Entscheidung um den letzten Platz

Die Entscheidung ist vertagt. Nach den erschreckend deutlichen Auswärtsniederlagen von SG Unterlüß/Suderburg und SG Lachendorf/Eschede II in der Volleyball-Verbandsliga der Männer bleibt die Frage, wer die Saison als Tabellenletzter beendet, bis zum letzten Spieltag offen.

TuS Vahrenwald II – SG Unterlüß/Suderburg 3:0 (25:14, 25:17, 25:16)

Der Blick auf die Aufstellungen verrät das Schicksal der Gäste. Lediglich sechs Spieler führt sie auf. Keine Seltenheit in dieser Saison, und auch für die Niederlage beim enteilten Tabellenführer verantwortlich. „Sie sind auf allen Positionen gut besetzt“, weiß SG-Spartenleiter Thorsten Staiger. „Auch die Bank ist unglaublich stark.“ Die Bank seiner Mannschaft ist dünn besetzt, so dünn, dass der akute Spielermangel wohl die Abmeldung vom Spielbetrieb nach dieser Runde zur Folge hat. Die Niederlage in Vahrenwald sei daher „absolut verdient. Gegen Holdenstedt wollen wir uns mit einem positiven Ergebnis aus der Verbandsliga verabschieden“, so Staiger. Und nicht vom letzten Platz aus, den man mit zwei Punkten Vorsprung gegenüber Lachendorf/Eschede noch behauptet.

SG Unterlüß/Suderburg: Dietz, Steffen, Feininger, Ebinger, Herrmann, Uli.

VG Müncheh./Hagenburg – SG Lachendorf/Eschede II 3:0 (25:12, 25:10, 25:18)

„Das war eine ganz klare Sache“, stellt Jörg Steinhäuser, der Trainer des Tabellenletzten, fest. Phasenweise habe man „gut mitgehalten. Aber wir haben einfach nicht die Konstanz, diese Leistung über die gesamte Spieldauer abzurufen.“ Hinzukommen eine Vielzahl individueller Fehler, die die Gastgeber in beängstigender Konsequenz ausnutzten. Die fehlende Erfahrung hat sich auch beim Tabellenfünften bemerkbar gemacht. „Wir haben eine sehr junge Mannschaft. Ich kann den Spielern keinen Vorwurf machen. Fehler kann man sich in dieser Klasse aber nicht erlauben.“ Drei Spiele stehen noch auf dem Programm. Einen Sieg braucht die SG Lachendorf/Schede II aber noch mindestens, um die SG Unterlüß/Suderburg noch vom vorletzten Platz zu verstoßen.

SG Lachendorf/Eschede II: Bobzien, Schnee, Karitzky, Buchholz, Gottschalk, Wrede, Hopp.

Verbandsliga-Frauen

Ergebnis zweitrangig

MTV Eintracht Celle hat sich für die Niederlage in der Volleyball-Verbandsliga der Frauen gegen Nienburg rehabilitiert, das Gastspiel bei TV Vahrenwald aber trotz deutlicher Leistungssteigerung 1:3 (22:25, 25:18, 24:26, 16:25) verloren. Die Mannschaft von Trainer Andreas Böhme bliebt damit weiter auf dem vorletzten Platz.

„Die Mannschaft hat die geforderte Reaktion gezeigt“, war Böhme zumindest mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden, zumal nur sieben Spielerinnen zur Verfügung standen. Darunter die weiterhin angeschlagene Melanie Prasser. Kerstin Malobabic war extra aus dem harz angereist. „Der Charakter der Mannschaft stimmt. Gerade in dieser prekären Situation.“ Eine kurze Schwächephase kostete den ersten Satz, den die Gäste aber noch ausgleichen konnten. MTV Eintracht spielte zwar weiterhin auf Augenhöhe, musste aber auch die nächsten beiden Sätze abgeben. Für Böhme war das Ergebnis an diesem Sonnabendnachmittag nicht entscheidend. „Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung der Mannschaft. Sie hält zusammen, auch wenn ihr unten in der Tabelle stehen und gibt sich zu keinem Zeitpunkt auf.“

MTV Eintracht Celle: Isakov, M. Prasser, S. Prasser, Bauer, Wessel, Malobabic, Chowanski.

Landesliga-Männer

Berge wahrt Chance auf Platz eins

Die Landesliga-Volleyballer vom TuS Bergen haben sich durch den Erfolg beim TSV Winsen (Luhe) die Möglichkeit auf Platz eins erhalten. Vier Punkte liegt die Mannschaft von Spielertrainer Jörg Bösemann drei Spieltage vor Schluss hinter Spitzenreiter TSV Burgdorf II. Der SV Altencelle steht nach der Niederlage gegen TuS Bröckel II derweil als Tabellenletzter fest. Gegen VfL Westercelle II hatte Bröckel dann wieder das Nachsehen.

TuS Bröckel II – VfL Westercelle II 2:3 (26:24, 24:26, 25:27, 25:22, 13:15)

TuS Bröckel II – SV Altencelle 3:2 (25:20, 25:21, 19:25, 23:25, 15:13)

„Gegen Westercelle hat uns die Durchschlagskraft gefehlt“, erklärt Thorsten Knitter, der den verhinderten Bröckeler Spielertrainer Herrmann Schulz vertrat. Bröckel hatte die reifere Spielanlage, Westercelles junge Mannschaft den Mut zum Risiko. Letzteres ist belohnt worden. Die Entscheidung fiel erst im letzten Satz, nachdem die Gastgeber die ersten beiden Durchgänge bereits für sich entschieden hatten. „Der VfL hat risikoreicher gespielt und am Ende verdient gewonnen“, gibt Knitter zu.

Gegen Altencelle machten sie es dann besser, aber erneut spannend. Denn auch in dieser Begegnung hatte sich Bröckel II nach den ersten beiden gewonnen Sätzen ein komfortableres Polster erarbeitet, Altencelle dann aber noch einmal herankommen lassen. „Da hat uns nach dem ersten schweren Spiel die Konzentration und die Kraft gefehlt“, weiß Knitter. Am Ende besonnen sie sich auf ihre Stärken. „Die Erfahrung hat den Ausschlag gegeben.“ Wenn auch knapp in fünf Sätzen.

TuS Bröckel II: Fischer, J. Krüger, Mohwinkel, Bruns, Jagoniak, D. Krüger, Knitter.

VfL Westercelle II: Pawils, Erdmann, Schröder, Garmann, Lennarts, Zawadil, Koch, Westphal, Wübbener.

SV Altencelle: Weizel, Walter, Schaklein, Schatt, Meisner, Batt, Dvatschjana, Klotschlo.

TSV Winsen (Luhe) – TuS Bergen 1:3 (16:25, 23:25, 25:20, 24:26)

Die Gäste aus Bergen zeigten dabei ein sehr unterschiedliches Gesicht. „Wir haben sehr konzentriert begonnen und ein variables Angriffsspiel aufgezogen“, lobt Spielertrainer Bösemann. Die ersten beiden Sätze wurden folgerichtig gewonnen. Die Unkonzentriertheiten, die sich bereits im zweiten satz angedeutet hatten, wurden bestraft und die Gastgeber verkürzten. „Wir hatten eine zu hohe Eigenfehlerquote“, gesteht Bösemann. Diese wurde dann aber schnell verringert und Satz vier zum 3:1-Erfolg gewonnen. „An der Tabellenspitze bliebt es spannend“, schielt Bösemann auf einen der ersten beiden Plätze. Rang eins bedeutet den direkten Aufstieg in die Verbandsliga, Position zwei die Relegation. Und Bergen mischt weiter mit.

TuS Bergen: : Masuck, Behrens, Bösemann, Schmidt, Nehring, Fehlow, Rathke, Luhmann, Michaelis, Sedeghi, Dijkstra.

Landesliga-Frauen

Westercelle endgültig abgestiegen

Der SV Altencelle hat durch den 3:0-Erfolg in der Volleyball-Landesliga der Frauen gegen TSV Burgdorf die Chance auf den Klassenerhalt gewahrt. TuS Lachendorf hat den Sprung auf Platz zwei verpasst (1:3 bei TuS Wettbergen). Der VfL Westercelle bleibt nach zwei weiteren Niederlagen abgeschlagen am Tabellenende.

SV Altencelle – MTV Dannenberg 1:3 (25:19, 16:25, 18:25, 20:25)

SV Altencelle – TSV Burgdorf 3:0 (25:19, 25:23, 25:16)

„Gegen Danneberg haben wir überraschend gut begonnen“, bemerkte Spielerin Verena von Behr. Nach dem deutlichen 25:19 im ersten Satz war aber schnell die Luft raus. „Das konzentrierte Angriffsspiel und die gute Abstimmung haben wir dann nicht mehr gezeigt.“ Und folgerichtig deutlich mit folgenden drei Sätze verloren. Keine Blöße hat sich der SV Altencelle dann gegen den Tabellenfünften TSV Burgdorf gegeben – und sich mit dem klaren 3:0-Sieg vom Tabellenende abgesetzt.

SV Altencelle: Bera, Bikowski, Birke, Legutke-Dingel, Meyer, Rhode, Schwarze, Schröder, von Behr.

TuS Wettbergen – TuS Lachendorf 3:1 (26:28, 25:22, 25:19, 25:12)

„Wettbergen hat immer besser ins Spiel gefunden“, so Mannschaftskapitän Nicole Deppe. Den ersten Satz haben die Gäste gewonnen, danach verhinderten „ganz schlechte Annahmen und Abstimmungsprobleme“ einen offeneren Spielausgang. „In zwei Wochen wollen wir gegen Holdenstedt zwei Punkte holen und Damit die Relegation verhindern“, so Deppe.

TuS Lachendorf: Gärner, Schneider, Timm, Deppe, Hoffmann, Dickmann, Mundt, Bähre, Humbroich, Preuß.

VfL Westercelle – GfL Hannover III 0:3 (10:25, 20:25, 12:25)

VfL Westercelle – SV Holdenstedt 1:3 (25:22, 21:25, 23:25, 21:25)

Nichts zu holen gab es für den Westercelle gegen den Tabellenführer aus Hannover, der bislang nur eine Saisonniederlage zu verzeichnen hatte. Die Gastgeber begannen verunsichert. Gegen die schnellen Spielzüge der Gäste hatte man kein Rezept. Im zweiten Satz konnte man wenigstens kämpferisch dagegenhalten. Die gute Abwehrarbeit sorgte immerhin für den knappen Ausgang von 20:25.

Gegen Holdenstedt hatte der VfL Westercelle die Verunsicherung abgelegt – und den ersten Satz mit 25:22 für sich entscheiden können. Zu mehr langte es dann aber nicht. Nach dem 1:3 ist der Abstieg einen Spieltag vor Saisonende beschlossene Sache.

VfL Westercelle: Drees, Hoffmann, Hasselbach, Seidel, Pannier, Koch, Donner, Beckmann, Lüder.