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Lokalsport Wathlinger Pistoleros feiern ersten Bundesliga-Heimsieg
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18:39 07.01.2018
Von Oliver Schreiber
Die Wathlinger Bundesliga-Schützen feierten mit ihren Fans den ersten Heimsieg. Christian Oehns (links) gewann seine beiden Wettkämpfe, auch Kristian Callaghan (Mitte links) und Cedric Cammann lieferten starke Leistungen ab. Quelle: Michael Schäfer (5)
Wathlingen

„Das wurde auch Zeit. Das war nicht nur für die Mannschaft wichtig, sondern gleichzeitig auch noch ein Geschenk als Dankeschön an die Zuschauer und unsere Mitglieder und Helfer für die Unterstützung“, erklärte Teammanager Erhard Oehns, zugleich auch Vorsitzender des SV Freischütz Wathlingen.

Bereits am Abend zuvor hatte der SVW einen Achtungserfolg gegen den Meisterschaftsanwärter Braunschweiger SG, die alle elf Wettkämpfe für sich entschieden, errungen. Der anvisierte eine Einzelpunkt wurde erreicht. Und zwar durch Christian Oehns, der sein Duell gegen Michael Bittner mit 379:376 Ringen entschied. Doch nicht nur er präsentierte sich in guter Form, auch (fast) alle anderen Wathlinger zeigten sich von ihrer besten Seite. Sie hielten die Partie gegen den Spitzenreiter lange Zeit offen, führten nach der ersten Hochrechnung sogar mit 3:2, kurze Zeit sogar 4:1. Doch mit zunehmender Dauer schlug das Pendel immer mehr Richtung Braunschweig aus, am Ende der 50 Minuten Wettkampfzeit und 200 Schüssen hieß es 1:4.

Nichtsdestotrotz lieferten die Wathlinger mit 1970 Ringen ihre beste Mannschaftsleistung ab, aber gegen die Gäste (1891) war kein Kraut gewachsen. Bezeichnend: Kristian Callaghan schaffte an Position eins ein Top-Resultat (380 Ringe), sein Gegner Oleg Omelchuk schoss sein bisher schwächstes. Das waren allerdings immer noch 387 Ringe des besten Schützen der Liga – und somit ein Punkt für Braunschweig. Philip Aranowski (370) hatte gegen Patrick Meyer (380) keine Chance, Jörn Nachtigall (370) war gegen den starken Schlussspurt seines Kontrahenten Pierre Michel (1976) machtlos. Cedric Cammann hatte den zweiten Punkt buchstäblich im Visier, er unterlag aber letztlich hauchdünn mit 371:372 gegen Marco Angermann-Künzel. „Mit unserer Leistung war ich hochzufrieden. Wir passen uns offensichtlich immer an das Niveau des Gegners an“, meinte Erhard Oehns.

Gegen Fahrdorf taten sich die Freischützen tags darauf zwar schwerer, aber hier stimmte am Ende das Resultat. Von Beginn an lagen die Wathlinger immer leicht vorne, es zeichnete sich ein 3:2-Erfolg ab. In der Endabrechnung wurde es sogar noch ein 4:1, da Fahrdorfs Michael Bäcker in seiner letzten Zehner-Serie nur auf 83 Ringe (der letzte ging gar in die Vier) kam und seinen Fünf-Ringe-Vorsprung auf Torben Wolf noch verschoss. So kamen die Fans in der gut gefüllten Sporthalle an der Kantallee noch in den Genuss eines Stechens, das Wolf im zweiten Anlauf für sich entschied.

Bis auf Aranowski (364:377 gegen Jonas Hansen) hielten alle Wathlinger ihre Gegner in Schach. Callaghan und Oehns bezwangen Steffen Schröder beziehungsweise Gagik Sahakian mit exakt demselben Ergebnis (372:368), bester Wathlinger Schütze war aber Cammann, der gegen Stefan Vollertsen dominierte (375:363). Trotzdem reichte es nicht ganz, um an den Schleswig-Holsteinern vorbei auf Platz fünf zu ziehen. Aber das störte den Gastgeber wenig. „Wir haben unseren beiden Ziele – erster Heimsieg und mindestens ein Einzelpunkt gegen Braunschweig – erreicht. Außerdem haben wir uns als Sechster gegenüber dem Vorjahr um einen Rang verbessert. Für die ersten vier und die Qualifikation zur Endrunde fehlen uns noch ein paar Ringe. Aber man muss sich ja auch noch ein paar größere Ziele offen halten“, sagte Erhard Oehns schmunzelnd.

Einen versöhnlichen Abschluss im Jahr 2017 gab es für das Herrenteam des MTV Eintracht Celle in der Hallenhockey-Oberliga. Immerhin hatten die Celler im Dezember den ersten Saisonsieg einfahren können. Ein weiteres Erfolgserlebnis würde sich das Team zum Jahresauftakt nur allzu gern verschaffen. Dazu müsste das MTVE-Team allerdings am Samstag (14 Uhr) die Hürde beim Tabellensechsten Hannover 78 II erfolgreich nehmen.

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