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Lokalsport Weltspitze setzt sich in Celle durch
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13:29 09.09.2018
Von Christian Link
Florian Hartig (rechts) gewinnt die Deutsche Meisterschaft für Menschen mit Handicap. Quelle: Christian Link
Celle

Mit seiner "falschen Rückhand" hat sich Florian Hartig an die Weltspitze des Para-Tischtennis gespielt. Doch die Deutsche Meisterschaft für Menschen mit geistiger Behinderung in der Celler HBG-Halle ist für den Mittelfranken am Freitag trotzdem kein Selbstläufer. "Florian hat einen außergewöhnlichen Spielstil, den er aber hier nicht so einsetzen kann", erläutert sein Mentaltrainer Peter Sperr. Denn die Nummer 21 der Weltrangliste kann vor allem bei schnellen Bällen glänzen, die hier eher selten geschlagen werden.

Auch der Celler Routinier Hans Walter Glomm hat Probleme mit seiner gewohnten Spielweise. "Meine Hüfte ist kaputt, mir fehlt der Schritt zu Seite, um die schnellen Bälle zu kriegen", sagt der Bronzesieger von 2017, dem ab Oktober ein halbes Jahr Pause droht. Vorm letzten Spiel der Gruppenphase ist Glomm noch einmal Zittern angesagt, dann ist die Erleichterung beim Behindertensportvereins (BSV) Celle groß – ihre größte Medaillenhoffnung hat es in die Endrunde geschafft.

Im Achtelfinale ist für den doppelten Goldmedaillensieger der Special Olympics von Athen 2011 allerdings Schluss. Für den angeschlagenen Glomm reicht es nur zu Platz 14. Wie erwartet machen die Favoriten aus Süddeutschland den Sieg unter sich den Sieg aus: Der Bayer Hartig gewinnt das Finale am Abend gegen Tobias Thomas aus dem Saarland. Dritter wird Dirk Hartmann aus Hessen.

BSV-Spielerin Ivonne Hardam startet mit einer 0:3-Niederlage ins Turnier. "Ich brauche immer ein bisschen, um mich einzuspielen", sagt sie und hat nach Bronze im Vorjahr diesmal keine großen Medaillenhoffnungen: "Ich wäre schon begeistert, wenn ich unter die letzten sechs käme." Und so kommt es auch: Das Spiel um den 6. Platz gewinnt Hardam nach Sätzen mit 3:2.

Rund 20 Helfer vom BSV Celle sorgen für den reibungslosen Ablauf des Turniers. Neben den Schiedsrichtern vom Deutschen Behindertensportverband (DSB) zählen auch fünf junge Sportler vom VfL Westercelle die Punkte. An einer der Tischtennisplatten sitzt Jenson Nobbe. "Mein Trainer hat mir gesagt, dass es hier gute Spiele zu sehen gibt und das wollte ich mir nicht entgehen lassen", sagt der Westerceller und stellt fest: "Hier wird mehr mit Schnitt gespielt als bei uns."

Heute zählen Nobbe & Co. wieder Punkte, wenn die Tischtennis-Asse im Doppel an den Start gehen. Zwei Celler Teams hoffen auf die Endrunde: Glomm hat mit Florian Zettelmeyer einen neuen Doppelpartner. "Wir haben immerhin schon zusammen trainiert. Mal sehen, wo's hingeht", sagt Glomm. Seine Frau Dagmar spielt im Doppel mit Hardam. Beide sind auch in der Betriebsmannschaft der Lebenshilfe ein Team.

Und auch, wenn es mit der Medaille heute wieder nicht klappt, werden die Celler nicht jammern. "Das Turnier ist eine schöne Herausforderung und es ist toll, dass wir Heimrecht haben", sagt Hardam. Schließlich bedeute die Deutsche Meisterschaft auch ein Wiedersehen mit vielen Freunden aus der Para-Tischtennis-Szene. Hardam: "Schöner sind nur noch die Special Olympics, denn da hat man eine ganze Woche um Kontakte zu knüpfen."

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