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Lokalsport Zweitligist TuS Celle 92 holt Ovtcharov-Kumpel
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21:38 01.06.2018
Von Heiko Hartung
Mit Fedor Kuzmin (Foto) vom russischen Champions-League-Klub Fakel Orenburg kommt ein internationaler Spitzenspieler nach Celle. Kleines Bild: Gestern begrüßte TuS-92-Coach Frank Schönemeier (Zweiter von rechts) die Neuzugänge (von links) Jannik Xu, Kuzmin und Arne Hölter zur Teamvorstellung in Celle. Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Celle

„Wir sind froh, mit Fedor Kuzmin einen Top-Akteur mit großer Erfahrung nach Celle holen zu können“, sagte TuS-Teammanager Dieter Lorenz. Kuzmin kommt vom viermaligen Champions-League-Sieger und siebenmaligen russischen Meister Fakel Orenburg und steht auf Rang sieben der aktuellen russischen Rangliste. In Orenburg hat Kuzmin in der abgelaufenen Saison als Nummer fünf zusammen mit dem deutschen Nationalspieler und Weltranglisten-Zweiten Dimitrij Ovtcharov gespielt. Das Team unterlag erst im Champions-League-Finale Borussia Düsseldorf, der Mannschaft um Timo Boll.

Bei der Team-Vorstellung gestern im idyllischen Hinterhof des ehemaligen TuS-Spielers und -Abteilungsleiters Jens Rothert-Schnell wünschte Ovtcharov seinem Kumpel Kuzmin per Videobotschaft „alles Gute im neuen Verein. Und dem TuS Celle viel Erfolg in der 2. Liga – haut se weg“. Kuzmin freute sich sichtlich über den Gruß von „Dima“. „Wir kennen uns seit mehr als zehn Jahren und haben uns bei Auswärtsspielen und Turnieren oft das Hotelzimmer geteilt“, erzählt Kuzmin, der in Rybinsk, etwa 300 Kilometer nördlich von Moskau, geboren wurde. Bislang pendelte Kuzmin zwischen seinem Wohnort bei Düsseldorf und Orenburg nahe der Grenze zu Kasachstan. So ganz soll die Verbindung zu dem europäischen Spitzenklub auch nicht abbrechen. „Ich werde für Fakel als Berater tätig sein“, verrät der 13-fache WM-Teilnehmer.

Und was zieht einen Mann seines Kalibers nach Celle? Kuzmin hält kurz inne und sagt dann: „TuS hat ein Angebot gemacht, das gepasst hat.“ Der Kontakt kam über die TuS-Spieler Tobias Hippler, Cedric Meissner (spielt derzeit Olympia-Qualifikation in Kanada) und Nils Hohmeier (hatte gestern einen Termin beim Deutschen Tischtennis-Bund) zustande, die wie Kuzmin in der Tischtennis-Hochburg Düsseldorf trainieren. „Wir Spieler werden bei der Kaderplanung nach unserer Meinung gefragt. Und Fedor passt mit seiner Spielweise gut in unser Team“, meinte Hippler.

Mit der Verpflichtung des Russen, der am Anfang seiner Karriere bereits in Deutschland Erstligaerfahrung gesammelt hat und die deutsche Sprache fließend spricht, könne man den Abgang der letztjährigen Nummer eins, Philipp Floritz, zu Hertha BSC „mehr als kompensieren“, so Lorenz. Mit dem Routinier sollte man dem Ziel Klassenerhalt in der eingleisigen 2. Liga ein großes Stück näher gekommen sein. Lorenz: „Unter der Voraussetzung, dass wir immer mit bester Mannschaft antreten können, haben wir eine realistische Chance, einen Platz im vorderen Mittelfeld zu belegen.“

Normalerweise verfolgt Celle das Konzept, mit jungen deutschen Nachwuchstalenten zu spielen und nur in Ausnahmefällen auf ausländische Spieler zu setzen. Diesem Leitbild ist man auch mit den Neuverpflichtungen von Rückkehrer Hölter (25) und dem deutschen Nachwuchstalent Xu (17) gefolgt. Kuzmin ist aber so ein Ausnahmefall: „Wenn man die Chance hat, so einen Spieler für ein finanzierbares Budget zu bekommen“, so Lorenz, „dann muss man sie nutzen und von seinem Konzept einmal abweichen.“

Bei der Aufstiegs- und Sponsorenfeier gestern Abend wurde die Mannschaft um Trainer Frank Schönemeier von Celles Oberbürgermeister für ihren Erfolg geehrt: Jörg Nigge überreichte für den „fulminanten Erfolg die glorreiche Celle-Armbanduhr“: „Damit ihr auch nicht zu spät zum Training kommt“, sagte der OB augenzwinkernd.

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