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Schwimmen Kampfgeist und Härte im Wöhrsee
Sport Sport regional Schwimmen Kampfgeist und Härte im Wöhrsee
16:07 04.07.2019
Von Heiko Hartung
Perfekte Bedingungen und perfekte Läufe beim Freiwasserrennen der Deutschen Meisterschaft. Das Team vom SV Nienhagen: (von links) Lene Bleich, Marlene Werner und Ole Bedey. Quelle: Roland Werner
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Burghausen

Nicht immer nur im Becken „Kacheln zählen“: Nienhagens Schwimmtrainer Ole Bedey ist ein Freund des Freiwasser-Schwimmens. Umso höher hüpfte sein Herz, als mit Marlene Werner und Lene Bleich gleich zwei seiner Schützlinge vom SVN am Wochenende bei den Deutschen Meisterschaften im Freiwasser unter die besten Zehn der Republik kamen.

Erstmals unter Top-Ten

Die erst zwölfjährige Werner wurde bei ihrer „Feuertaufe“ im Wöhrsee bei Burghausen (Bayern) über die 2,5 Kilometer lange Freistil-Kurzstrecke Fünfte. Die 17-jährige Bleich schwamm zum Saisonabschluss über die fünf Kilometer auf den achten Platz – die erste Top-Ten-Platzierung ihres Schwimmerlebens auf Bundesebene in ihrem Jahrgang. „Beide zeigten neben strategischer Renneinteilung Kampfgeist und Härte. Dass dabei zwei Top-Ten-Plätze heraussprangen, war umso erfreulicher“, freute sich Trainer Bedey.

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"Kaiserwetter" macht Start perfekt

In der traumhaften Kulisse des Wöhrsees, der an einer Seite von der längsten Burganlage der Welt gesäumt wird, fand das Duo bei 25 Grad Celsius Wassertemperatur und „Kaiserwetter“ optimale Startbedingungen auf dem abgesteckten Rundkurs vor. Mehr als 660 Teilnehmer aller Altersklassen nahmen über Strecken von 2,5 bis 10 Kilometer an diesem Großereignis teil. „Insgesamt wurden durch die äußeren Top-Bedingungen hervorragende Zeiten möglich gemacht, alle Rennen waren von hohem Tempo geprägt“, berichtet Bedey.

Nächstes Jahr wieder im Freiwasser

Marlene Werner feierte bei ihrem Freiwasser-Debüt in einem gut eingeteilten Rennen über 2,5 Kilometer stets Kontakt zur Hauptgruppe der zum größten Teil deutlich älteren Konkurrentinnen. Den Rundkurs, der insgesamt zwei Mal durchschwommen werden musste, meisterte die Schülerin in einer hervorragenden Zeit von 32:45,74 Minuten. Bedey: „Zwar war Marlene nach ihrem ersten Freiwasserrennen sehr erschöpft und zog gleich Bilanz zum Unterschied im Becken, jedoch möchte sie im nächsten Jahr wieder an den Start gehen und sich im Freiwasser weiterentwickeln.“

"Kampfgeist bis zum Ende"

Lene Bleich trat nach einer kleinen Pause bereits zum dritten Mal bei den Deutschen Freiwassermeisterschaften an. Nach einem harten Start ging es für die 17-Jährige darum, den Kontakt zur vor ihr liegenden Gruppe nicht zu verlieren. „Das Tempo war von Beginn an sehr hoch, Lene hat aber tollen Kampfgeist gezeigt und bis zum Ende nicht abreißen lassen“, so der Coach. Nach 1:05,11 Stunden kam sie als Achte des Fünf-Kilometer-Rennens ins Ziel.

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