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Tischtennis Drama mit Happy End für alle
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17:46 15.04.2019
Von Oliver Schreiber
Lukas Brinkop hatte entscheidenden Anteil am Westerceller 9:7-Erfolg in Hittfeld. Quelle: David Borghoff
Westercelle

Das Ende verlief fast so wie in einem Heimatfilm. Nach einem eigentlichen Drama waren zum Schluss alle glücklich. Die Spieler des Tischtennis-Verbandsligisten VfL Westercelle darüber, dass sie noch einmal knapp mit 9:7 gewonnen hatten und die Saison auf Platz vier abschließen. Mannschaftskapitän Lukas Brinkop darüber, dass er in seinem letzten Spiel im schwarz-gelben Dress einen Sieg feiern durfte. Und auch Gegner TSV Eintracht Hittfeld war froh. Nämlich darüber, dass die Niederlage nicht höher ausfiel. Denn ansonsten hätte das Team noch in die Abstiegsrelegation gemusst.

„Daher war die Stimmung nach dem Spiel auf beiden Seiten auch dementsprechend gut“, berichtet Brinkop, der eh mit einem Hochgefühl nach Hittfeld gereist war. Zwei Tage zuvor hatte der 29-Jährige seine Christin geheiratet. Daher war der Abschiedsschmerz bei seinem letzten Auftritt auch nicht so groß. „Es war einfach super, sich noch einmal mit einem Sieg zu verabschieden. Natürlich werde ich die Jungs vermissen“, meinte Brinkop, der im Sommer mit seiner Frau nach Schleswig-Holstein zieht.

Er selbst hatte am Erfolg noch einmal großen Anteil. Beim Stand von 7:7 trat Brinkop zusammen mit Christoph Bruns im Entscheidungsdoppel an, parallel dazu bestritt Tim Dümeland das letzte Einzel gegen Andreas Raeder. Diese beiden Matches entschieden über Sieg, Niederlage oder Unentschieden. Mit einem Happy End für die Westerceller. Zunächst bezwangen Brinkop/Bruns die Hittfelder Immanuel Mieschendahl/Rico Buchholz knapp in fünf Sätzen. Nur rund zwei Minuten später verwandelte Dümeland – ebenfalls im entscheidenden Durchgang – den Matchball gegen Raeder und brachte den 9:7-Erfolg unter Dach und Fach.

Genauso ausgeglichen verlief das Spiel auch zuvor – mit ständig wechselnden Führungen. Die drei Doppel gingen allesamt an die Schwarz-Gelben, dieser 0:3-Rückstand setzte die Hausherren gehörig unter Druck. Dem hielten sie stand.

In den Einzeln wendete sich das Blatt zunächst, Hittfeld machte aus dem 0:3 ein 5:4, nur Julius Feldt punktete in der ersten Einzelrunde für Westercelle. Doch der VfL konterte und zog durch die Siege von Brinkop, Andres Oetken und Bruns wieder vorbei – 7:5. Hittfeld stemmte sich aber noch einmal dagegen, um den einen noch fehlenden Punkt zu ergattern. Es wurden sogar zwei zum 7:7 – bis Westercelle noch einmal zuschlug.

„Das ging wirklich hin und her, da war wirklich jede Menge Spannung drin. Wir haben nach dem Umbruch insgesamt eine wirklich starke Saison mit unserer jungen Truppe gespielt. Darauf kann man aufbauen“, bilanzierte Brinkop. In Zukunft leider ohne ihn. Und so schwang dann trotz des Happy Ends für alle doch ein wenig Wehmut mit.

TSV Eintracht Hittfeld – VfL Westercelle 7:9. Immanuel Mieschendahl/Rico Buchholz – Andres Oetken/Tim Dümeland 5:11, 10:12, 8:11; Klaus Igel/Timo Anders – Lukas Brinkop/Christoph Bruns 7:11, 10:12, 5:11; Ralf Schweneker/Daniel Glüß – Jannik Weber/Julius Feldt 11:9, 11:6, 8:11, 4:11, 10:12; Igel – Oetken 11:8, 11:9, 11:4; Mieschendahl – Brinkop 11:7, 11:7, 11:3; Schweneker – Weber 11:9, 11:8, 4:11, 6:11, 11:7; Anders – Bruns 11:8, 11:8, 13:11; Buchholz – Dümeland 4:11, 11:6, 11:9, 11:7; Andreas Raeder – Feldt 5:11, 11:9, 7:11, 7:11; Igel – Brinkop 3:11, 11:9, 7:11, 11:13; Mieschendahl – Oetken 10:12, 11:8, 5:11, 11:13; Schweneker – Bruns 9:11, 6:11, 15:17; Anders – Weber 8:11, 11:7, 11:5, 11:7; Buchholz – Feldt 11:6, 11:8, 10:12, 11:9; Raeder – Dümeland 11:5, 9:11, 8:11, 11:9, 7:11; Mieschendahl/Buchholz – Brinkop/Bruns 15:17, 11:7, 11:7, 0:11, 6:11.

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