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Formel 1 : Das muss man zum Großen Preis der Eifel wissen

08:21 08.10.2020
Letzter Grand-Prix-Sieger auf dem Nürburgring ist Sebastian Vettel. Foto: Francois Lenoir/POOL REUTERS/AP/dpa Quelle: Francois Lenoir
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Sotschi

Nürburg (dpa) - Die Formel 1 ist nach sieben Jahren zurück in der Eifel. Letzter Grand-Prix-Sieger auf dem Nürburgring ist Sebastian Vettel. Vor dem elften Saisonrennen am Sonntag (14.10 Uhr/RTL und Sky) spielt auch der Name Schumacher eine spannende Rolle.

Warum fährt die Formel 1 wieder auf dem Nürburgring?

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Die Corona-Pandemie hat für reihenweise Absagen im Kalender der Motorsport-Königsklasse gesorgt - von Frankreich bis Singapur. In ihrer Not wendete sich die Formel 1 an Kurse in Europa, die Rennen mühelos ausrichten können und so weitläufig sind, dass man die Corona-Verordnungen reibungslos umsetzen kann. Wie eben der Kurs in der Eifel, der 2013 letztmals Formel-1-Gastgeber war, sich danach die Antrittsgebühr aber nicht mehr leisten konnte.

Welches Wetter erwarten Fans und Formel-1-Tross?

Bis zu 20.000 Zuschauer sind an diesem Grand-Prix-Wochenende zugelassen. Sie müssen sich wie auch die Fahrer auf wechselhaftes Wetter einstellen. «Das Wetter spielt da immer eine Rolle. Wenn es nass ist, bringt es einiges durcheinander. Dann könnten wir in unserer Lage profitieren», meinte Ferrari-Pilot Sebastian Vettel, der 2013 die letzte Auflage im Red Bull gewann. Am Rennsonntag soll es aktuell acht Grad kalt sein und mit hoher Wahrscheinlichkeit am Nachmittag regnen. Ein Nürburgring-Rennen im Oktober ist übrigens nichts Neues: Schon 1984 und 1995 fuhr die Formel 1 Anfang Oktober auf dem Kurs inmitten von Wäldern.

Wie sieht das Gesundheits- und Hygienekonzept aus?

«Jeder Schritt - von der Anreise über das Erlebnis auf der Tribüne bis hin zur Abreise - ist organisiert und auf Corona-Sicherheit geprüft. Das wurde auch umfangreich von Ordnungs- und Gesundheitsamt kontrolliert», versicherte Nürburgring-Geschäftsführer Mirco Markfort. Beim kontaktlosen Ticketkauf, der nur personalisiert und platzgenau möglich ist, fing das an. Was aber ist, wenn der Warnwert für Infektionen im Kreis Ahrweiler, wo der Kurs liegt, in die Höhe schnellen sollte? «Wir haben einen stabilen Inzidenz-Wert. Sollten die Werte dennoch unerwartet derart stark ansteigen, würde das Rennen selbst auf jeden Fall stattfinden. Was mit den Zuschauern wäre müsste man dann neu klären», sagte Markfort.

Ist WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton der Favorit?

Der sechsmalige Formel-1-Weltmeister wird jedenfalls hochmotiviert sein. Vor zwei Wochen kosteten den Briten zwei Zeitstrafen nach regelwidrigen Probestarts den sicheren Sieg in Sotschi. Nun will Lewis Hamilton seinen siebten Saisonerfolg feiern. Es wäre ein ganz besonderer, denn dann würde er mit 91. Grand-Prix-Siegen mit Rekordhalter Michael Schumacher gleichziehen. «Es ist immer gut für Mercedes, nach Deutschland zu kommen. Wir haben eine emotionale Beziehung zum Nürburgring», beteuerte Mercedes-Teamchef Toto Wolff.

Spielt der Name Schumacher auf dem Nürburgring eine große Rolle?

Oh ja. Michael Schumacher gewann gleich fünfmal auf dem Nürburgring (1995, 2000, 2001, 2004, 2006) - kein anderer Fahrer war erfolgreicher als der Kerpener. Zu seinen Ehren ist auch ein Streckenabschnitt benannt: das Schumacher-S. Kommendes Jahr will sein Sohn Mick in die Formel 1 aufsteigen. Der 21 Jahre alte Sohn des Rekordweltmeisters wird am Freitag für Alfa Romeo sogar erstmals an einem Grand-Prix-Wochenende im Training fahren.

© dpa-infocom, dpa:201007-99-864490/3