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100 Jahre Bauhaus Im Neuen Rathaus zum Bauhaus-Experten werden
Thema 100 Jahre Bauhaus Im Neuen Rathaus zum Bauhaus-Experten werden
06:00 13.09.2019
Von Dagny Siebke
Bis  6. Oktober ist die Ausstellung im Foyer des Neuen Rathauses zu sehen. Quelle: David Borghoff
Celle

"Auf dem Weg zum Bauhaus – Das Erwachen der Moderne in Niedersachsen" – so lautet der Titel der Wanderausstellung des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege (NLD) zum Bauhausjahr 2019, die bis 6. Oktober im Foyer des Neuen Rathauses zu sehen ist und am Mittwoch eröffnet wurde.

Bereits 1911, acht Jahre vor der Gründung des Bauhauses in Weimar, hat der Architekt Walter Gropius mit dem Fagus-Werk im niedersächsischen Alfeld die weltweit erste Inkunabel der modernen Architektur des 20. Jahrhunderts geschaffen. Deswegen hat die Unesco das seit 1949 unter Denkmalschutz stehende Fagus-Werk 2011 zum Weltkulturerbe der Menschheit erhoben.

Stadtbaurat Ulrich Kinder bei der Eröffnung der Wanderausstellung im Neuen Rathaus. Quelle: David Borghoff

Gestalterisch ist die dort entworfene Architektur – für jeden erkennbar – der Vorläufer des ab 1924 ebenfalls von Gropius errichteten Bauhausgebäudes in Dessau.

Otto Haesler gehörte zu prägenden Architekten in Niedersachsen

In dieser Zeit des Umbruchs arbeiteten viele Architekten von Rang und Namen in Niedersachsen. Zu ihnen gehörten zum Beispiel Peter Behrens, Paul Bonatz, Otto Haesler, Fritz Höger, Hans Poelzig, Bruno Taut oder Heinrich Tessenow – alle außergewöhnliche Persönlichkeiten neben weiteren Namen der Architekturgeschichte Norddeutschlands.

Stadtbaurat Ulrich Kinder bei der Eröffnung der Wanderausstellung im Neuen Rathaus. Quelle: David Borghoff

Jan Lubitz, Kurator der Ausstellung erläutert: "Die überragende innovative Leistung von Gropius lässt sich nachvollziehen, wenn man das Fagus-Werk mit der historistischen Architektur vor dem Ersten Weltkrieg vergleicht. Dabei setzt sich Gropius‘ großer Wurf von den Gestaltungsweisen des Jugendstils und erst recht von denen des Historismus einschließlich seiner grandiosen ingenieurstechnischen Zeugnisse ab."

Die Ausstellung mache die Unterschiede zwischen dem Fagus-Werk auf der einen Seite und den zeitgleichen Stilarchitekturen auf der anderen Seite anschaulich.

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