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Celle blüht auf Mondschein-Sex und Bienenstrom
Thema Celle blüht auf Mondschein-Sex und Bienenstrom
Celle blüht auf
15:35 15.01.2019
Von Michael Ende
Celle

„Mondscheinbegattung im Einklang mit dem technischen Fortschritt.“ Darüber wird Gilbert Bast am Sonntag, 27. Januar, um 9.20 Uhr in der Celler Congress Union referieren - und dabei auf deutschlandweites Interesse stoßen. Denn sein Vortag über die Bienenzucht ist nur einer von vielen bei den großen Celler Imkertagen des Deutschen Berufs- und Erwerbsimkerbundes (DBIB), zu denen am Wochenende 26. und 27. Januar Tausende Besucher aus der ganzen Bundesrepublik erwartet werden.

Interessantes auch für an Bienen interessierte Laien

Dabei handele es sich nicht nur um eine Messe für Fachleute, so DBIB-Vizepräsident Klaus Ahrens aus Müden: „Wir würden uns freuen, wenn auch möglichst viele an Bienen interessierte Naturfreunde den Weg zu uns finden.“ „An zwei Tagen bieten wir allen Interessierten, Hobby- und Profi-Imkern wieder ein reichhaltiges Programm aus Fachvorträgen, Workshops und Betriebsvorstellung“, sagt Frank Osterloh, Vorstand der DBIB-AG Nord. In der großen angeschlossenen Fach- und Verkaufsmesse böten über 50 Aussteller aus zwölf Nationen eine große Auswahl an Imkereibedarf, Honigschleudern und Maschinen, sowie Produkten aus und für das Bienenvolk.

Heilkunde aus dem Bienenvolk

„Hier gibt es auch für Hobbyimker viel zu entdecken“, betont Osterloh. Das gelte auch für die Workshops, die sich zum Beispiel mit „Imkerei als StartUp“ oder „ApiTherapie – Heilkunde aus dem Bienenvolk beschäftigen. „Mondscheinbegattung“ sei übrigens ein Trick bei der Bienenzucht, mit dem man zufällige Begattungen von Königinnen weitgehend ausschließen könne, so Osterloh: „Fast wie bei Inselköniginnen.“

Programm im Internet

Das vollständige Programm der Imkertage findet man im Internet unter www.berufsimker.net. Hier sind auch Anmeldungen für Workshops möglich. Der Eintrittspreis für Nichtmitglieder beträgt einmalig 10 Euro für beide Veranstaltungstage und berechtigt zum Zugang zur Fachmesse sowie zu den Fachvorträgen. Kinder bis zum 14 Lebensjahr erhalten freien Eintritt. Zur Teilnahme an den Workshops fallen gesonderte Gebühren an.

„Bienenstrom“ contra Vermaisung

Im Vorfeld der Imkertage treffen sich am Donnerstag, 24. Januar, in der Congress Union Experten aus Imkerei, Landwirtschaft und von Energieversorgern zum „Bienenstrom“-Treffen des Fachverbandes Biogas, der Stadtwerke Nürtingen und dem DBIB. „Dabei geht es zum Beispiel um die Wirtschaftlichkeit des Anbaus von mehrjährigen Wildpflanzenmischungen zur Biomasseproduktion. Damit könnte man der Vermaisung der Landschaft entgegen wirken“, sagt Ahrens. Von den Stadtwerken Nürtingen würde bereits „Bienenstrom“ verkauft. Ahrens: „Warum sollte das nicht überall funktionieren? Wir wollen ein Modell zur bundesweiten Vermarktung von Bienenstrom erarbeiten.“

Demo für Bienen-freundliche Agrarpolitik

Aus dem ganzen Bundesgebiet werden sich auch am Samstag, 19. Januar, Teilnehmer zu einer Demonstration nach Berlin aufmachen, bei der es unter dem Motto “Wir haben es satt“ um eine Trendwende in der Agrapolitik geht. „Agrarministerin Julia Klöckner darf sich nicht länger vor den Karren der Agrarlobby spannen lassen“, sagt Ahrens, der wie andere Celler auch am Brandenburger Tor dabei sein will. Bei der EU-Agrarreform müsse Klöckner der Agrarindustrie endlich den Geldhahn zudrehen und eine Politik für Menschen, Tiere und Umwelt machen. Ahrens: „Wir hoffen bei der Demo auf einen möglichst großen Weißen Block aus den Reihen der Imker.“ Informationen zur Demonstration unter www.wir-haben-es-satt.de.

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