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Ferienpass Ein Haus für Vogelkinder
Thema Ferienpass Ein Haus für Vogelkinder
19:04 30.07.2019
Eifrig wird in Bergen an den Nistkästen gebaut. Quelle: Stefanie Franke
Bergen

Gemeinsam mit vier Helfern der Berger Gruppe des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) wurden im kühlen Keller der Hinrich-Wolff-Schule Nistkästen für Vögel gebaut.

Bevor es losgeht, bekommt jedes Kind sein eigenes Nistkastenset, bestehend aus den Wänden des Nistkastens, Holzdübeln und einem kleinen Hammer aus Holz. Kaum ausgepackt, machen sich die Nachwuchsvogelschützer ans Werk. Als Erstes müssen die Seitenteile mit den Holzdübeln versehen werden. „Muss der Leim auf die Spieße oder in die Löcher?“ fragt eines der Kinder beim Werkeln. „Das ist eigentlich egal“, erklärt Benjamin Albrecht, Vorsitzender der NABU-Gruppe Bergen und zeigt, wie es richtig geht. Darauf folgt an allen drei Werktischen lautes Hämmern, um die Holzdübel in die dafür vorgebohrten Löcher zu schlagen. Schließlich muss am Ende alles sitzen.

Im Anschluss kann die erste Seitenwand auf die Dübel gesteckt und befestigt werden. Dann folgt ein kurzes, viereckiges Holzstück als Fußboden für das neue Vogel-Ferienhaus. Ähnlich wie beim Bausatz aus dem Ikea-Möbelhaus muss darauf geachtet werden, dass die Dübel auch in die richtigen Löcher gesteckt werden.

Auf den Holzstab wird verzichtet

Am Nebentisch ist bereits der erste Nistkasten fertig zusammengebaut. Nun wird geschmirgelt, was das Zeug hält, um das Holz von möglichen Verletzungsquellen für die zukünftigen Vogelkinder zu befreien. Auf den kleinen Holzstab, der viele Nistkästen vor dem Einflugloch ziert, wird an dieser Stelle bewusst verzichtet. „Die Vögel, die den Nistkasten später bewohnen, brauchen diesen Stab gar nicht“, erklärt Albrecht. „Es kann sogar gefährlich werden, da größere Vögel den Stab als Landeplatz nutzen, um die Brut zu rauben.“

Nachdem die ersten Nistkästen zusammengebaut wurden, geht es an die Gestaltung des Außenanstriches. Die meisten entscheiden sich für die natürliche Variante, das Abflammen des Nistkastens. Durch die Hitzebehandlung mit dem Bunsenbrenner entsteht im Holz eine Schutzschicht, das die Nisthilfe vor der Witterung schützt. So kann auf chemische oder gar gifte Farben zum Anstrich verzichtet werden.

Simon ist der Erste, der mit seinem fertig imprägnierten Nistkasten von dannen zieht, gefolgt von Hobbyhandwerker Fynn. Beide sind zufrieden mit ihrem Werk. Einige der Mädchen haben sich zusätzlich zum gebrannten Look zum Verzieren mit Farbe entschieden. Die Zukunft der Vogelkinder in Bergen ist mit diesen Nistkästen auf jeden Fall gesichert.

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