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Ferienpass Wandern – mit Eseln gar nicht langweilig
Thema Ferienpass Wandern – mit Eseln gar nicht langweilig
19:03 30.07.2019
Lohn der Anstrengung: Vor der Eselwanderung werden die Grautiere von den Teilnehmern der Ferienpass-Aktion gestriegelt. Quelle: Marie Schiller
Bargfeld

Die gackernden Hühner, den hechelnden Hofhund Bagira und die grunzenden Schweine im Stall. Mit einer roten Frisbeescheibe werfen die Kinder nacheinander zu aufgestellten Fahnen, einmal quer über den Hof, bis sie endlich beim aufgebauten Stärkungslager im Schatten ankommen.

Es gibt Kuchen, Muffins und selbstgemachte Land-Limo. Das Rezept ist geheim, nichts wird verraten. Nur so viel: Die Limo besteht aus Früchtetee gemischt mit verschiedenen Obstsäften. Lecker. Findet auch Sarah, die auf einer Picknickdecke im Schatten sitzt und einen Muffin vernascht. Sie war schon in den Osterferien auf dem Bauernhof. „Ich mag es, mit den Tieren zusammenzuarbeiten“, sagt die Neunjährige. Die Ferienpassaktion der Gemeinde Südheide ist so beliebt, dass im Sommer zwei Gruppen nach Bargfeld fahren. Heute sind 15 Kinder dabei. Auch im Frühling und Sommer fahren die Kinder aus der Südheide mit ihren Jugendpflegern zum Erlebnisbauernhof.

„Die Kinder sollen Spaß haben."

Nachdem sich alle gestärkt haben, gibt es auch für die Heidschnucken eine Leckerei. Die Tiere aus dem Schatten zu locken, ist bei der strahlend heißen Sonne aber gar nicht so leicht. Mirja Constien vom Erlebnishof schüttelt einen Eimer mit klappernden Leckerlis, damit sich die Schnucken endlich mal zur Wiese bewegen. „Kommt, Schnuckies“, ruft sie. Als die drei Heidschnucken dann endlich durch das Gatter der Esel springen, bekommen sie von den Kindern ihre Belohnung, Leckereien aus der Hand. Neidisch schauen die Pferde von der Koppel nebenan herüber. Aber auch sie werden gefüttert – mit kleinen Möhren. Die beiden „Rentnerpferde“ Horst und Püppi bekommen auf dem Hof ihr Gnadenbrot und lassen sich geduldig von den Mädchen und Jungen den Kopf streicheln. „Die Kinder sollen Spaß haben. Das liegt uns am Herzen“, sagt Mirja Constien, die mit drei bunten Halftern auf die Eselkoppel geht. Denn um die Langohren geht es heute.

Zuerst werden die drei Esel gestriegelt und gebürstet. Zwischendurch bekommen sie eine Kuscheleinheit von den Kindern. „Ich möchte auf dem größten Esel reiten“, ruft Colin. Jeder Esel bekommt einen Sattel und wird mit einem Schutzspray gegen Mücken und Bremsen besprüht. Dann kann es losgehen. Die Kinder gehen mit ihren Betreuern und den drei Eseln auf Wanderschaft. Es geht zu einem Bach, wo sich Kinder und Tiere die Beine abkühlen können. Abwechselnd führen sie die Esel oder setzen sich drauf. Weil die Esel dabei sind, ist das Wandern durch Dorf, Feld und Wald auch gar nicht mehr so langweilig.

Die jungen Teilnehmer konnten im Rahmen der Faßberger Ferienpassaktion die fachmännische Fahrradreparatur erlernen.

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