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Schulentlassungen "Immerhin gibt es die Zeugnisse nicht per Post"
Thema Schulentlassungen

34 Celler Abiturienten feiern Abschluss am Ernestinum trotz Coronaauflagen

16:40 10.07.2020
Von Audrey-Lynn Struck
Die Jahrgangsbesten des Gymnasium Ernestinum in Celle: Svea Klein (links) und Valerie-Jo Struck, gemeinsam mit Schulleiter Johannes Habekost. Quelle: Oliver Knoblich
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Celle

Kein traditioneller Umzug durch die Celler Innenstadt, kein Dekorieren des Schulgebäudes für den Abistreich und auch kein Zurechtmachen für den Abiball: Die Abiturienten 2020 des Gymnasium Ernestinums mussten wegen Corona bereits auf viele traditionelle Aktivitäten verzichten. Doch eines ist ihnen, neben der Klausuren, geblieben: die Abientlassung. „Für unsere Feier müssen wir uns leider sowohl bei der Zahl der Gäste als auch bei der Musik beschränken. Aber immerhin gibt es nicht nur eine Zeugnisausgabe per Post oder im Auto-Kino“, sagte Schulleiter Johannes Habekost gestern vor den 34 Abiturienten im Forum des Ernestinums.

Mundschutz und Sicherheitsabstand in der Aula

In Anbetracht der Coronaauflagen hieß es kreativ werden. Die Kontaktdaten aufzuschreiben und Mundschutz auf dem Weg zum Platz zu tragen gehörte ebenso dazu, wie das Desinfizieren des Mikrofons nach jeder Rede und die Plexiglasscheibe vor dem Posaunisten. Um den nötigen Abstand einhalten zu können, durfte jeder von den Schulabgängern nur zwei Familienangehörige mitbringen. Doch trotz der damit verbundenen Lücken in den Stuhlreihen kam eine festliche Stimmung auf. Das lag nicht nur an der Dekoration, die passend zum Abimotto „Abiversal – Voll der Film“ mit einem roten Teppich und goldenen Luftballons gestaltet war. Zusätzlich sorgte der Musikkurs 12 für die passende Untermalung.

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Beste Absolventin will zur Polizei

Der Gesamtschnitt lag am Ernestinum bei 2,9, die besten Schülerinnen waren Svea Klein mit einem Notendurchschnitt von 1,7 und Valerie-Jo Struck mit 1,8. Nach ihrem Abitur wird die Cellerin Svea Klein im Oktober an der Polizeiakademie Niedersachsen in Nienburg mit ihrem dreijährigen Studium beginnen. "In 20 Jahren sehe ich mich dann mit Kindern, einem eigenen Haus und in einer Tätigkeit in der Polizei, die mich erfüllt", sagt die 19-Jährige. Neben einer erfüllten beruflichen und privaten Zukunft wünscht sich Klein, dass die "Gesellschaft offener und verständnisvoller gegenüber gegensätzlichen Meinungen wird." Valerie-Jo Struck ist noch unentschlossen, was sie nach der Schule machen möchte. Zur Diskussion stehen ein Studium oder ein Angebot der Stage School Hamburg. Die 18-Jährige, die die Fridays for Future Ortsgruppe Celle mit aufbaute, sagt: "Ich wünsche mir, dass ich meinem Beruf weiterhin das Klima schützen und mich für Politik stark machen kann. Mein Ziel ist es, dass es mehr Menschen auf dieser Welt möglich gemacht wird ein so gutes Leben zu führen, wie wir es hier tun."

Absolventen des Gymnasium Ernestinums

Maria Adler, Leonie Bär, Aleksander Berezynski, Sarah Blanke, Sophie-Marie Böse, Annabelle Bradler, Pietro Carmada, Tobias Cluassen, Justin Gäckle, Emily Grass, Lenny Grote, Johanna Grünewald, Lisa Hormann, Svea Klein, Martha Lauterbach, Justin Lippe, Yasmin Müller, Almut Nitschke, Nuran Oduncu, Riana Sophie Pöhland, Marlon Purser, Lukas Ramin, Lilith Randhahn, Elisa Johanna Schäfer, Clara Schirmmacher, Janne Hanna Schmidt, Laura Sömö, Kira Louisa Sprake, Valerie-Jo Struck, Sakia Thiel, Birhat Ulucan, Miriam Voigt, Melina Wagenführ, Simea Weyel

Andreas Babel 10.07.2020
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10.07.2020