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Schulentlassungen Auf ein spannendes Leben und ein Wiedersehen
Thema Schulentlassungen

Schulentlassung 2020 Berufliches Gymnasium

15:38 14.07.2020
Von Maren Schulze
Die jahrgangsbesten Abiturienten Jonathan Schucht (links) und Jan Meyer mit dem Leiter des beruflichen Gymnasiums der BBS 2 René Reimold (Mitte). Quelle: Oliver Knoblich
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Celle

Obwohl auch hier Corona vieles hat anders aussehen lassen – kein Händeschütteln, keine Umarmungen, kein Anstoßen beim Sektempfang – konnten doch die Reden des Leiters des Beruflichen Gymnasiums René Reimold, der Klassenlehrkräfte Frauke Stratmann und Thomas Angenendt, sowie der beiden Abiturienten Michelle Pleick, die großes Pech hatte und durch einen Unfall nicht an der letzten, der mündlichen Abiturprüfung, teilnehmen konnte und nun das Jahr wiederholen muss und Niklas Hagel gehalten werden. Auszeichnungen und Geschenke gehörten ebenso zur Feier wie die musikalische Begleitung von Marius Schanz.

„Always look on the bright side of life“ – diese Worte Monty Pythons gab René Reimold mit auf den Weg, nachdem er kurz die letzten drei Jahre hatte Revue passieren lassen und aufzeigte, was diesen Jahrgang ausmachte: „Ihr habt Euch nicht immer damit zufrieden gegeben, was wir Euch angeboten haben, sondern Ihr habt teilweise sehr genau und in einem angemessenen Tonfall auf Eure Interessen und Probleme hingewiesen, so, dass wir gemeinsam weiterarbeiten konnten. Ihr habt gefragt: Warum?, Wieso?, Gibt es denn nicht noch eine andere Möglichkeit?“

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Auch Niklas Hagel zeigte eine besondere Gemeinschaft auf: „So ist aus einem bunten Mix von Menschen mit unterschiedlichsten Erwartungen und Vorstellungen vom Leben und Lernen eine Stufe geworden. Diese haben wir immer als sehr sozial und besonnen wahrgenommen und doch war jede einzelne Mitschülerin und jeder einzelne Mitschüler ein ganz besonderer und wichtiger Teil unserer Gemeinschaft.[...]

Unsere Lehrerinnen und Lehrer haben sich immer für uns eingesetzt, dabei hatten sie auch immer ein offenes Ohr, sie haben uns geholfen, uns unterstützt und in unseren Vorhaben gestärkt oder auch mal beraten. Tatsächlich macht das diese Schule ganz besonders, das Reichen der Hand [...]“.

Mit einem Notendurchschnitt von 1,2 absolvierte Jan Meier das beste Abitur, dicht gefolgt von Jonathan Schucht mit einem Durchschnitt von 1,3. Eine Schülerin und vier weitere Schüler erreichten ebenfalls einen Schnitt unter 2,0, die allesamt eine Buchprämie der Schule erhielten.

Für besonders gute Leistungen in einzelnen Fächern zeichneten externe Organisationen aus: Benjamin Gode von der „Deutschen Mathematiker Vereinigung“, Jonathan Schucht und Felicjan Röker von der „Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.“, Benjamin Gode, Jan Meier, Sophia Manns und Zander Specht von der „Deutschen Physikalischen Gesellschaft“. Allen wurde eine entsprechende Urkunde überreicht.

Blieb nur eines zu sagen: Herzlichen Glückwunsch und ein spannendes, glückliches Leben. Und: Ein Wiedersehen von Lehrenden und ehemaligen Lernenden beim Ehemaligentreffen am letzten Schultag vor Weihnachten.

BGT17A: Luca Bartholomäus, Simon Bergmann, Vincent Brodhun, Noah do Espirito Santo, Leon Fendler, Benjamin Gode, Fiah Heuer, Justus Krumwiede, Nils Lindner, Sophia Manns, Mousa Mohammad, Xavier Plate, Jonathan Schucht, Dimitrij Vetter, Meike Wehlt, Aiham Zaria.

BGT17B: Argjent Beca, Ole Max Chmelka, Nils Eggers, Hannes Ganz, Niklas Hagel, Jonas Kammerer, Emily Kern, Kevin Laurent Klein, Marcel Kraml, Tim Lentz, Jan Meier, Felicjan Röker, Maik Schumacher, Zander Specht, Erik Vogel, Tobias Warnecke, Silas Winkler.

Nachgefragt bei Jan Meier

Jonathan Schucht ist 19 Jahre als und lebt in Celle.
Wie sehen Ihre beruflichen und Studienpläne aus?
Ich möchte Geografie in Kiel studieren und vielleicht ein Volontariat zum Wissenschaftsjournalisten absolvieren.
Was machen Sie in Ihrer freien Zeit?
Zeit mit Freunden verbringen, kreativ sein, Foto- und Videographie, Zeichnen, Handball. Zudem engagiere ich mich bei den Junge Grüne seit 2017 und bei FridaysForFuture.
Hatten Sie eigentlich etwas anderes geplant, das jetzt durch Corona abgesagt werden musste?
Ich hatte ein Praktikum bei der Schutzstation Wattenmeer geplant. Das wurde abgesagt.
Wo sehen Sie sich in 20 Jahren?
In 20 Jahren habe ich mich mit vielen wichtigen gesellschaftlichen Themen auseinandergesetzt und trage dazu bei, die Lösungen zu finden, um zukünftige und bereits heutige gesellschaftliche Probleme in den Griff zu bekommen (Klimawandel, Hass und Gewalt,...) Ich möchte durch Wissenschaftsjournalismus mehr Konsens in die öffentlichen Diskussionen bringen und generell zu Diskussionen über gesellschaftspolitische Themen anregen. Inspiriert bin ich von Ranga Yogeshwar, Mai Thi Nguyen-Kim und Ferdinand von Schirach.

Jan Meier ist 17 Jahre alt und wohnt in Celle.
Wie sehen Ihre beruflichen und Studienpläne aus?
Ich plane Maschinenbau zu studieren und möchte dann als Maschinenbauingenieur arbeiten.
Was machen Sie in Ihrer freien Zeit?
Mein Hobby ist Bogenschießen.
Hatten Sie eigentlich etwas anderes geplant, das jetzt durch Corona abgesagt werden musste?
Ich wollte eine Reise durch Indien machen, die nun leider abgesagt wurde.
Wo sehen Sie sich in 20 Jahren (beruflich, privat und unsere Umwelt, in der Sie dann leben)?
Beruflich und privat weiß ich noch nicht, was ich will, da lasse ich mich vom Schicksal überraschen. Zur Umwelt hoffe ich, dass eine gemeinschaftliche europäische und internationale Lösung gefunden wird.

Andreas Babel 10.07.2020
Audrey-Lynn Struck 10.07.2020
Andreas Babel 10.07.2020