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Schulentlassungen „Leistung in schwieriger Zeit erbracht“
Thema Schulentlassungen

Schulentlassungen

15:39 14.07.2020
Von Maren Schulze
Die jahrgangsbesten des beruflichen Gymnasiums BBS3, Altenhagen: Damina Bosse, Sibylle Bolurtschi und Fiona-Annabell Herrig (v. l.). Quelle: Oliver Knoblich
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Celle

„Ein Hoch auf uns“ und der Applaus der Gäste erklangen als die Abiturienten der Albrecht-Thaerschule-BBS III Celle zu ihrer Entlassfeier in die festlich hergerichtete Mehrzweckhalle einzogen. 25 Schüler des Beruflichen Gymnasiums Gesundheit und Soziales mit den Schwerpunkten Sozialpädagogik und Ökotrophologiemit der allgemeinen Hochschulreife entlassen. Die Absolventinnen und der Absolvent konnten jeweils zwei Personen ihrer Wahl zu dieser Veranstaltung einladen.

Absolventin Damina Bosse eröffnete die Feier, die die beiden Klassen unter das Motto „Zu Hause geblieben und doch geschafft!“ gestellt haben . Sie führte die Gäste souverän und herzlich durch das Programm.

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Schulleiterin Sibylle Bolurtschi sprach in ihrer Festrede ihre große Anerkennung dazu aus, dass der Abiturjahrgang trotz der belastenden Herausforderung durch zeitweise Schulschließung, lange bestehende Unsicherheiten zum Ablauf der Prüfungen und dem Wechsel zwischen Präsenzunterricht und Homeschooling so erfolgreich das Ziel erreicht habe. „Große Notfälle und Krisen zeigen uns, um wie viel größer unsere vitalen Ressourcen sind als wir selbst annahmen.“ Mit diesen Worten des US-amerikanische Psychologen und Philosophen William James ermunterte die Schulleiterin ihre Schüler, ihren Weg nun außerhalb der Schule mit dem erworbenen Rüstzeug für die Lebens- und Arbeitswelt im Gepäck zuversichtlich weiter zu gehen.

Gestärkt aus der Krisein die Zukunft

„Sie haben in schwieriger Zeit Ihre Leistungen erbringen können. Sie haben sich anpassen können an veränderte Bedingungen, sich in der Schule dazu sehr verantwortungsvoll und achtsam verhalten und so mit dazu beigetragen, dass wir die Covid-19 Pandemie in den Griff bekommen werden. Sie sind mit den Erfahrungen aus der Krise gestärkt für die Zukunft und können auf sich vertrauen.“

Die Reifezeugnisse überreichten dann die Tutoren Ingmar Vater und Ruth Gerlach feierlich zusammen mit einer Rose an die Absolventen. Die Jahrgangsbesten, Fiona-Annabell Herrig (Notenschnitt 1,8)und Damina Bosse (Notenschnitt 1,9) wurden für ihre besonderen Leistungen mit einem Buchgeschenk ausgezeichnet.

Die Klassensprecherinnen Dana Kohlmeyer und Marisa Ziemke erinnerten in ihren Reden an die gemeinsame Zeit.

Die Tutoren Ruth Gerlach und Ingmar Vater würdigten ihre Klassen mit persönlichen Worten und guten Wünschen. Sie hoben den Zusammenhalt hervor und stellten heraus, dass sich aus den jungen Menschen, die teilweise beim Eintritt in das Berufliche Gymnasium im Auftreten sehr schüchtern waren, selbstbewusste Persönlichkeiten entwickelt haben.

Daniela Frost beendete mit ihrer Ansprache den Reigen der Festreden. „Seien Sie mutig, bei allem was Sie tun, insbesondere wenn es darum geht, sich für Schwächere einzusetzen. Jeder Weg, den Sie gehen, jeder Umweg, den Sie gehen werden, erweitert Ihren Horizont und bereichert Sie als Mensch. Bleiben Sie stets optimistisch und sehen Sie in allem Negativen etwas Positives im Leben.“

Den krönender Abschluss fand die Feier beim etwas anderen Catering durch den zwölften Jahrgang des Beruflichen Gymnasiums sowie mit dem Aufsteigen von biologisch abbaubaren Luftballons, die mit guten Wünschen in den Celler Himmel flogen.

Das Berufliche Gymnasium Gesundheit und Soziales absolvierte in der Klasse BG 13 Ö, Schwerpunkt Ökotrophologie: Till Adebahr, Damina Bosse, Celina Flechsig, Joana Hillmann, Hannah Hoffmann, Franka Kampe, Dana Kohlmeyer, Eilyn Laske, Anna Christine Matzen, Katharina Mischke, Cyra Osterloh, Antonia Uhl und Lina Wujan.
Klasse BG 13 S, Schwerpunkt Sozialpädagogik: Hannah Barkhan, Sarina Sophia Beil, Annabell Fischer, Jule-Sophie Freund, Larissa Hauer, Fiona – Annabell Herrig, Elisabeth Runge, Zoe Marie Sießenbüttel, Jessica Sievers, Maybritt Wolff und Maya Marisa Ziemke.

Nachgefragt: Damina Bosse

Damina Bosse ist 19 Jahre alt und wohnt in Hustedt. Sie absolvierte das Berufliche Gymnasium Gesundheit und Soziales mit Schwerpunkt Ökotrophologie als Jahrgangsbeste.
Wie sehen Ihre beruflichen und Studienpläne aus?
Ich möchte eine Ausbildung im AKH Celle zur Pflegefachfrau machen, wenn möglich mit anschließendem Humanmedizinstudium. Anschließend möchte ich auf jeden Fall etwas im medizinischen Bereich machen, gern im turbulenten Krankenhausalltag.
Was machen Sie in Ihrer freien Zeit?
Dann widme ich mich dem Reitsport, da gebe ich auch Unterricht für andere Vereinsmitglieder. Ich bin Schützenverein aktiv und treibe Ausdauersport (Laufen, Rad fahren).
Hatten Sie eigentlich etwas anderes geplant, das jetzt durch Corona abgesagt werden musste?
Genau diesen Sommer wollte ich nach dem Abi mit meinem Freund Italien bereisen...
Wo sehen Sie sich in 20 Jahren (beruflich, privat und unsere Umwelt, in der Sie dann leben)?
In 20 Jahren wäre ich gern eine erfolgreiche Ärztin in einem guten Krankenhaus. Ich wäre gern verheiratet und Mutter von mindestens einer Tochter, die meine Leidenschaft für die Pferde teilt, und sowohl gesundheitlich als auch psychisch bei voller Gesundheit. Außerdem möchte ich später in einem tollen Haus auf dem Land leben. Ich hoffe, dass ich in 20 Jahren einfach grundsätzlich zufrieden mit meinem Leben und nicht mehr so kritisch mit mir selbst bin.

Nachgefragt: Fiona-Annabell Herrig

Fiona-Annabell Herrig ist 19 Jahre alt und wohnt in Garßen. Das Berufliche Gymnasium Gesundheit und Soziales mit Schwerpunkt Sozialpädagogik absolvierte sie als Jahrgangsbeste.
Wie sehen Ihre beruflichen oder Studienpläne aus?
Ich möchte mich für das kommende Wintersemester für den Studiengang „Sonderpädagogik“ an der Leibniz Universität in Hannover bewerben. Vorher mache ich noch ein dreiwöchigen Praktikum bei der Tischlerei Korte in Bostel/Garßen. Später wäre ich gerne im sozialen Bereich als Sprachtherapeutin tätig.
Was machen Sie in Ihrer freien Zeit?
Ich zeichne schon seit einer geraumen Zeit wirklich sehr gern, insbesondere Cartoon. Außerdem tanze ich auch schon ziemlich lange leidenschaftlich Hip-Hop. Während der Schulzeit habe ich mich als Schulsanitäterin eingebracht.
Hatten Sie eigentlich etwas anderes geplant, das jetzt durch Corona abgesagt werden musste?
Ursprünglich wollte ich dieses Jahr zur Berufsorientierung einige Praktika machen, aber aufgrund der momentanen Situation ist die Praktikumssuche beschränkt, so dass ich mich für ein Studium entschieden habe.
Wo sehen Sie sich in 20 Jahren?
Idealerweise wünsche ich mir, mich in 20 Jahren in einem Beruf wiederzufinden, in dem ich nie auslerne und auch selbst langfristig etwas Positives für meine Umwelt bewirken kann und auch zurückbekomme. Das gleiche wäre selbstverständlich auch schön in Bezug auf mein privates Leben.

Maren Schulze 14.07.2020
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