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Schulentlassungen Berufe mit hoher gesellschaftlicher Relevanz
Thema Schulentlassungen

Schulentlassungen 2020 BBS 3 Celle Gesundheit & Soziales

15:44 14.07.2020
Von Maren Schulze
Die Jahrgangsbesten der Fachoberschule BBS3 Gesundheit & Soziales, Altenhagen: Jaqueline Rinke, Sibylle Bolurtschi, Luca Jane Wedderin und Thea Steinbömer (v. l.). Quelle: Oliver Knoblich
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Celle

Die Albrecht-Thaer-Schule, Berufsbildende Schulen 3 Celle verabschiedete in drei Festakten 58 Absolventen der Fachoberschule Gesundheit & Soziales mit den Schwerpunkten Gesundheit/Pflege und Sozialpädagogik am Standort Altenhagen.

Die Schulleiterin Sibylle Bolurtschi gratulierte den Absolventen zur bestandenen Allgemeinen Fachhochschulreife, dankte für den Einsatzwillen, vor allem im Homeschooling und hob auch die positiven Aspekte der Krise als Chance des Wachsens und der Wertschätzung dessen, was man hat heraus. Auch der achtsame Umgang mit der Natur und schließlich die Bedeutung von Bildung rückten in Coronazeiten in den Fokus. Als Jahrgangsbesten ehrte sie Jaqueline Rinke, Luca Jane Wedderin und Thea Steinbömer mit einem Buchpräsent.

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In ihren Festreden packten die Klassenlehrerinnen einen „Koffer der Erinnerung“, indem sie auf die vergangenen zwei Schuljahre zurückblickten. Sie hoben besonders die Praktika in verschiedenen sozialen und Pflegeeinrichtungen hervor. Der Abschluss in einer Schulform, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt, zeugt von großer sozialer Verantwortung.

Die Schüler bekamen Einblicke in anspruchsvolle Berufsbereiche, die gerade jetzt von hoher gesellschaftlicher Relevanz sind. Bei allem Einsatz für ihre Mitmenschen, könnten sie jedoch auch auf ihre individuellen Leistungen stolz sein und sollten das Privileg in Anspruch nehmen, sich auf ihrem weiteren Lebensweg selbst zu verwirklichen.

Auf die Unterrichtsinhalte und die persönlichen Erfahrung gingen die Schülervertreter in amüsanter Weise ein. So sprach Jonathan Schwetmann von den „Leiden der jungen Abschlussanwärter“ in Anlehnung an die Lektüre im Deutschunterricht „Die Leiden des jungen Werther“ und bezog sich damit auf das mitunter mühsame eigenverantwortliche Lernen. Shayma Ali Hasan Al-Jaf und Devrin Savucu unterstrichen in ihren Reden ebenfalls die Ausnahmesituation und brachten ihr Bedauern zum Ausdruck: „Keine Mottowoche, kein Abiumzug, kein Abschlussball – wie ein Film, dessen Ende einem vorenthalten wird.“ Dem Schwerpunkt Gesundheit und Pflege entsprechend und aktueller denn je, verglich Canan Erisik die Händedesinfektion mit dem Lernen von Inhalten, wobei Methode und Mittel sich bedingen und nur beides zusammen zum gewünschten Erfolg führt.
Fachoberschule Gesundheit und Soziales, Schwerpunkt Sozialpädagogik (FOS 18 1): Fabian Beins, Ellen Bukoll, Melisa Cakiroglu, Cheyenne Free, Leonie Habeck, Jan Heincke, Amelie Henning, Arved Hornbostel, Nico Hufenbeck, Xhudiana Kamberi, Fidan Kiy, Lisa-Michelle Kuchinke, Tom-Jasper Marheine, Florian Müller, Tinea Nieländer, Vanessa Louis Schimmel, Maurice Schmidt, Jonathan Schwetmann, Melina Vieregge, Luca Jane Wedderin, Finja Witschi.

Fachoberschule Gesundheit und Soziales, Schwerpunkt Sozialpädagogik (FOS 18 2): Shayma Ali Hasan Al-Jaf, Cengiz Dag, Antonia Destani, Monique Dickmann, Leonie Dillenz, Mattis Friese, Janina Grininger, Janosch Otto Kitze, Lena Köhler, Rabiye Körmü, Lies Lönnecke, Fenja Meyer, Anita Paulo, Milena Sophie Peter, Jesse Ralva, Devrin Savucu, Michel Sperling, Thea Steinbömer, Merle Tegen, Calvin Tinney, Celin Vesper, Lea-Sophie Zurawski, Selma Zverotic.

Fachoberschule Gesundheit und Soziales, Schwerpunkt Gesundheit-Pflege (FOG 18): Kim-Alice Brinkop, Leonie Effe, Nalin Ekinci, Canan Erisik, Nurhan Ersu, Jason Martin Greenwell, Lydia Höntzsch, Dominic-Pascal Norrmann, Jaqueline Rinke, Milena Schulze, Jennifer Seibel, Celina Spannaus, Alina Feodora Trumtrar, Christin Weich.

Nachgefragt: Jaqueline Rinke

Jaqueline Rinke ist 28 Jahre alt und wohnt in Celle.
Wie sehen Ihre beruflichen und Studienpläne aus?
Ich werde als ausgebildete Physiotherapeutin arbeiten bis sich die Situation an den Hochschulen normalisiert hat und möchte dann studieren. Nach dem Studium möchte ich auf jeden Fall auch weiterhin mit und am Menschen arbeiten und wähle die Studiengänge, die für mich in Frage kommen, auch danach aus.
Hatten Sie eigentlich etwas anderes geplant, das jetzt durch Corona abgesagt werden musste?
Ich wollte eigentlich bereits in diesem Jahr studieren und habe es durch Corona auf (hoffentlich) nächstes Jahr verschoben. Auch Reisen in das Ausland habe ich erstmal verschoben.
Wo sehen Sie sich in 20 Jahren (beruflich, privat und unsere Umwelt, in der Sie dann leben)?
Das ist schwer zu sagen. Ich plane nicht so weit. Ich hoffe eigentlich nur, dass ich dann glücklich bin mit den Entscheidungen, die ich bis dahin getroffen habe. Dass ich einer Arbeit nachgehen kann, die mir Spaß macht und mit meiner privaten Situation zufrieden bin. Ich hoffe, dass wir Menschen in 20 Jahren die Erde ein bisschen mehr wertschätzen und mit ihr besser und bewusster umgehen als wir es heute tun.

Nachgefragt: Thea Steinbömer

Thea Steinbömer ist 20 Jahre alt und wohnt in Celle.
Wie sehen Ihre beruflichen und Studienpläne aus?
Im Oktober ziehe ich nach Hamburg ziehen in eine WG und werde dort an der Hochschule Fresenius „Fitness und Ernährung in der Prävention“ studieren. Beruflich möchte ich gerne etwas mit Ernährung machen, ob mit Sportlern oder auch mit kranken Menschen, wird sich dann noch ergeben.
Was machen Sie in Ihrer freien Zeit?
Meine Hobbys sind Schwimmen, Kochen, mit unserem Familienhund spazieren gehen und auch gerne etwas mit Freunden unternehmen.
Hatten Sie eigentlich etwas anderes geplant, das jetzt durch Corona abgesagt werden musste?
Corona beeinflusst meine Vorhaben eigentlich nicht, ich hoffe nur, dass ich kein Online-Semester machen muss.
Wo sehen Sie sich in 20 Jahren (beruflich, privat und unsere Umwelt, in der Sie dann leben)?
In 20 Jahren hoffe ich, dass ich einen gut bezahlten Beruf habe, der mir Spaß macht, wie in Wellnesseinrichtungen oder größeren Sportvereinen. Außerdem hoffe ich, dass ich verheiratet sein werde und drei gesunde Kinder habe. Die Umwelt ist mir sehr wichtig und ich hoffe, dass die Menschheit eine Lösung für den Plastikmüll findet.

Nachgefragt: Luca Jane Wedderin

Luca Jane Wedderin ist 18 Jahre alt und kommt aus Wathlingen.
Wie sehen Ihre beruflichen und Studienpläne aus?
Nach den Sommerferien mache ich eine Ausbildung zur Sozialassistentin auf der ATS-BBS III in Celle. Was weitere Pläne angeht, bin ich mir noch nicht ganz sicher.
Was machen Sie in Ihrer freien Zeit?
Ich gehe ins Fitnessstudio.
Hatten Sie eigentlich etwas anderes geplant, das jetzt durch Corona abgesagt werden musste?
Ich arbeite in den Ferien in der Hortbetreuung der Grundschule Nadelberg. Dies fiel leider in den Osterferien coronabedingt aus, aber jetzt während der Sommerferien bin ich wieder da.
Wo sehen Sie sich in 20 Jahren (beruflich, privat und unsere Umwelt, in der Sie dann leben)?
In 20 Jahren sehe ich mich mit einem Job, der mir Spaß macht und mich erfüllt. Privat wahrscheinlich mit einem Partner und vielleicht einem oder zwei Kindern in einem schönen Eigenheim. Bezüglich des Themas Umwelt hoffe ich, dass verantwortungsvoller damit umgegangen wird, denn so kann es langfristig nicht weiter gehen.

Maren Schulze 14.07.2020
Maren Schulze 14.07.2020
Maren Schulze 14.07.2020