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Schwerpunktthema "Hambühren zur Hauptsache machen"
Thema Schwerpunktthema "Hambühren zur Hauptsache machen"
14:03 12.06.2019
Von Simon Ziegler
Andreas Ludwig möchte Nachfolger von Thomas Herbst werden. Quelle: David Borghoff
Hambühren

OVELGÖNNE. Sage niemand, man könne in der Lokalpolitik nichts bewegen. Andreas Ludwig war noch nicht mal Mitglied des Gemeinderates, als er dem damaligen Hambührener Bürgermeister Rüdiger Harries einen Brief schrieb. Ludwig erklärte, es könne doch nicht sein, dass die Ampel über die B214 an der Hauptkreuzung in Ovelgönne nach 20 Uhr abgeschaltet wird. Sein Sohn und viele andere müssten nach dem Fußballtraining auf dem Sportplatz in Ovelgönne die vielbefahrene Bundesstraße überqueren. Ein paar Wochen später war die Sache erledigt. Bis heute ist die Ampel bis 22 Uhr „scharf gestellt“. Andreas Ludwig hatte einen ersten kleinen Erfolg erzielt.

"Gesamte Kraft in Verbesserung der Lebensbedingungen setzen“

Jetzt will er als SPD-Kandidat die Bürgermeisterwahl in Hambühren gewinnen. Andreas Ludwig ist inzwischen ein erfahrener Lokalpolitiker. Seit 2006 hat er an Sitzungen teilgenommen, seit 2009 gehört er dem Gemeinderat an. „Ich will die nächsten sieben Jahre Hambühren zu meiner Hauptsache machen. Ich möchte meine gesamte Kraft in die Verbesserung der Lebensbedingungen setzen“, begründet Ludwig seine Kandidatur. Angenehmer Nebeneffekt im Fall seiner Wahl: Andreas Ludwig, der seit 2016 stellvertretender Bürgermeister ist, könnte von seinem Haus in Ovelgönne ins Rathaus laufen.

Der SPD-Kandidat sitzt seit zehn Jahren im Gemeinderat. Quelle: David Borghoff

Parteibuch seit 1987

Der 54-Jährige ist Sozialdemokrat durch und durch. Ein Mann, der das Solidarische betont. Politisiert wurde er in den 80er Jahren, als die Protagonisten Franz Josef Strauß, Helmut Kohl und Willy Brandt hießen. Das Parteibuch hat der Hambührener SPD-Chef seit 1987.

Gebietsverkaufsleiter in Garbsen

Andreas Ludwig ist gebürtiger Hambührener, mit Jutta verheiratet und Vater zweier Kinder. Bis auf eine kurze Zeitspanne von 1986 bis 1992, als es ihn nach Hannover zog, hat er sein ganzes Leben in Hambühren gewohnt. Sein Geld verdient er als Gebietsverkaufsleiter eines technischen Fachunternehmens in Garbsen. Er verkauft an Industriekunden Antriebs-, Gummi- und Kunststofftechnik. Das heißt auch: Ludwig ist viel unterwegs. Mal in der Schweiz, mal in Berlin. Seine Arbeitsbelastung als Hambührener Verwaltungschef dürfte im Fall seiner Wahl nicht kleiner werden, sein Radius allemal.

Abschaffung der Straßenausbaubeiträge

Eines seiner Themen im Wahlkampf ist die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge. „Die Ostlandstraße soll die letzte Straße sein, die in Hambühren über die einmaligen Beiträge abgerechnet wird“, sagt Ludwig klipp und klar. Auch die Jugendarbeit nimmt er in den Blick. Die SPD hat immer kritisiert, dass das Rathaus die Jugendarbeit in den vergangenen Jahren quasi eingestellt hat. Jetzt soll wieder ein Jugendpfleger die Arbeit aufnehmen. Ludwig will sich außerdem dafür stark machen, „auf Sicht Jugendräume zu schaffen“.

Ausgleich im Modernen Chor

Privat singt Andreas Ludwig im Chor „Moderner Chor Taktvoll“ der beiden Kirchengemeinden. „Das ist ein Ausgleich für mich“, sagt der Bürgermeister-Kandidat. Die Sänger treffen sich wöchentlich, Auftritte gibt es bei Taufen oder Gemeindefesten. Außerdem macht der 54-Jährige bei der Männerwirtschaft der Petruskirchengemeinde in Ovelgönne mit. Einmal im Monat wird zusammen gekocht. Als Vorstandsmitglied engagiert er sich auch in der Obels-Jünemann-Stiftung. Ludwig ist gerne auf zwei Rädern unterwegs, egal ob auf Renn- oder Trekkingrad. Jetzt soll es mit viel Tempo Richtung Bürgermeisteramt gehen.

Für Carsten Kranz und Andreas Ludwig sind es die letzten Meter im Bürgermeister-Wahlkampf. An diesem Sonntag fällt die Entscheidung.

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