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Kultur Landesmuseum Hannover präsentiert Jahresvorschau
Weltgeschehen Kultur Landesmuseum Hannover präsentiert Jahresvorschau
16:00 10.01.2019
Goldkette von Isenbüttel 7. Jahrhundert, Gold, Halbedelsteine. Quelle: Landesmuseum Hannover
Hannover-Ahlem

Und gleich zum Auftakt gab‘s erfreuliche Zahlen zu vermelden. Im vergangenen Jahr kamen mit rund 120000 Besuchern gut 5000 mehr ins Haus am Maschpark als 2017: „Unsere Ausstellungen werden auch überregional stark wahrgenommen“, betont Museumsdirektorin Katja Lembke. Damit das so bleibt, gibt es wiederum spektakuläre Angebote. Noch bis zum 24. Februar läuft die erfolgreiche Retrospektive zum 150. Geburtstag von Max Slevogt, und vom 5. April bis zum 18. August gehört dann das Hauptaugenmerk den „Saxones“.

„Eine neue Geschichte der alten Sachsen“

Der Untertitel „Eine neue Geschichte der alten Sachsen“ ist mit Bedacht gewählt. Denn diesbezüglich sind eine Menge fragwürdiger Mythen im Umlauf; Lembke berichtet, dass etwa manche Einträge in einem bekannten Internet-Lexikon mit großer Vorsicht zu genießen seien: „Ursprünglich war es kein Name für ein Volk, sondern eine Bezeichnung für Piraten.“ Erst ab dem 7. Jahrhundert setzte sich für die damaligen Bewohner Niedersachsens und Westfalens der Begriff „Saxones“ durch. Die Ausstellung, eine Kooperation mit dem Braunschweigischen Landesmuseum, soll laut Ankündigung „die Geschichte zwischen Harz und Nordsee im 1. Jahrtausend neu erzählen“. Zu sehen sind unter anderem wertvolle Grabbeigaben, Münzen, Alltagsgegenstände, Urkunden – und neun Illustrationen des zeitgenössischen Künstlers Kevin Wilson.

„Die Goldene Tafel als europäisches Meisterwerk“

Das zweite große Ausstellungs-Highlight des Jahres heißt „Zeitenwende 1400. Die Goldene Tafel als europäisches Meisterwerk“ und soll zwischen dem 27. September 2019 bis zum 23. Februar 2020 vor allem zeigen, welche Ergebnisse die sechsjährige Arbeit an der besagten Goldenen Tafel hervorgebracht hat, dem Hochaltaraufsatz der Benediktinerkirche St. Michaelis in Lüneburg. Wobei diese Arbeit nicht nur die Forschung betrifft, sondern auch die Restaurierung: „Manches kommt jetzt erst richtig zum Vorschein“, wie Katja Lembke anmerkt. Nationale und internationale Leihgaben erweitern das Panorama der Kunst um 1400. Die Schau ist eine Kooperation mit dem Dommuseum Hildesheim, das zeitgleich eine Ausstellung zeigen wird, in der es vornehmlich um die Bedeutung Hildesheims als europäische Metropole in der entsprechenden Epoche geht.

„Studioexperiment“

Das eingangs erwähnte „Studioexperiment“ ab dem 20. Januar bezieht sich auf Schnitzwerke, die als Dauerleihgabe in die Ethnologie-Abteilung des Hauses gekommen sind. Auf der zu Papua-Neuginea gehörenden Insel Neuirland spielen diese Arbeiten traditionell bei Trauerzeremonien eine besondere Rolle – nun sind rund 50 Schnitzereien aus Hiltrup nach Hannover gekommen, wo sie erst komplett gezeigt werden, bevor ein Teil in die Dauerausstellung integriert wird.

Die „Neuen Meister“

Allerdings wird im Laufe des Jahres auch mancherlei nicht zu sehen sein, weil Teile der Sammlung geschlossen werden müssen. Die aufwendige Erneuerung der historischen Museums-Glasdächer fordert ihren Tribut: Die „Neuen Meister“ kann man nur noch bis zum 3. März betrachten, im Zeitraum 2021/22 sind dann die Dächer im Bereich der „Alten Meister“ an der Reihe.

Von Jörg Worat

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