Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Kultur Herbstausstellung mit Newcomern und bekannten Namen
Weltgeschehen Kultur Herbstausstellung mit Newcomern und bekannten Namen
13:03 17.08.2018
Hannover

Dass es eine sehr bunte Mischung geworden ist, liegt in der Natur der Sache. Denn die einzige Bedingung für die Teilnahme besteht darin, dass die Künstlerinnen und Künstler entweder aus dem Niedersachsen-Bremen-Gebiet stammen oder dort leben. Keine Rolle spielt das Alter – die diesmal vertretenen Geburtsjahrgänge reichen von 1935 bis 1994. Auch ist ein Kunststudium keine zwingende Voraussetzung. Rund 500 Bewerbungen hat es gegeben, vertreten sind nun Newcomer ebenso wie sehr bekannte Namen.

Zu den letztgenannten gehört Dieter Froelich, der den mit 10.000 Euro dotierten „Kunstpreis der Sparkasse Hannover“ gewonnen hat. Eine Auswahl seiner Arbeiten ist im Kunstverein selbst zu sehen, kleine Figuren der „Annenkleider“-Serie ebenso wie Exponate, die im Zusammenhang mit den Eat-Art-Aktivitäten Froelichs stehen – der nämlich hat das Kochen zur Kunst erklärt.

Da der Kunstverein die größten Räumlichkeiten hat, finden sich hier naturgemäß die meisten Positionen. Darunter so spektakuläre wie die Geldsortiermaschine von Enric Fort Ballester: Die Apparatur des gebürtigen Spaniers und Wahlhannoveraners führt 1-Cent-Münzen je nach Erhaltungszustand zu mal glänzenden, mal matten Häuflein zusammen, was zu einer eigenartigen skulpturalen Ästhetik führt, „in einer Zeit, da ja verstärkt über die Abschaffung von Bargeld nachgedacht wird“, wie Kunstvereins-Direktorin Kathleen Rahn zu Recht anmerkt.

Raumgreifend ist auch Daniel von Bothmers Installation „Cage of Fortune“ ausgefallen, die ihren Titel angesichts von knuffigen Figuren und Spielzeug auf den ersten Blick aus gutem Grund zu tragen scheint. Bei genauerer Betrachtung wird das Glück allerdings nachhaltig getrübt, so sind die oberen Leisten etwa mit garstigen Glasscherben bestückt. Direkt daneben ist ein Beispiel dafür zu sehen, dass das klassische Genre der Malerei in dieser Ausstellung ebenfalls seinen Platz gefunden hat: Peter Heber zeigt eine seine beeindruckenden abstrakten Mischtechniken, bei denen durch die geschütteten Farben auch Zufallserscheinungen eine Rolle spielen.

Die anderen vier Ausstellungsorte der Herbstausstellung sind zwei Galerien, ein Treppenhaus und ein Hotelzimmer. Darüber wird die Cellesche Zeitung in einem separaten Text berichten.

Von Jörg Worat

Genau genommen beginnt die Ausstellung schon im Foyer des Sprengel Museums. Neben dem Kassentresen ist eine Vitrine mit sonderbarem Inhalt aufgebaut: Sie enthält etwa eine Art Setzkasten, der unter anderem mit einem Plastikkamm, einem zeigerlosen Zifferblatt und einer Fötus-Figur bestückt ist. Auf Nachfrage ist zu erfahren, dass man dieses Ensemble für 250 Euro erwerben kann – wer aber zunächst mehr über den Urheber erfahren will, begibt sich ins Untergeschoss, wo der Hauptteil der Schau mit Werken von Gerd Schmidt Vanhove zu sehen ist.

15.08.2018

Mag man auch die schönsten Konzertsäle kennen: Veranstaltungen im Herrenhäuser Gartentheater haben immer ein ganz besonderes Flair. Und dem können auch etwas kühlere Temperaturen – ja, die gibt‘s tatsächlich in diesem Sommer! – nur bedingt etwas anhaben. Vorausgesetzt, es sind so originelle Programme wie jetzt „Birds“ angesagt.

12.08.2018

Die Sommerlichen Musiktage in Hitzacker unter dem Motto „Beethoven!“, das war ein Musikfest der Superlative.

07.08.2018