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Kultur Musikalische Reise durch das barocke Europa
Weltgeschehen Kultur Musikalische Reise durch das barocke Europa
19:11 14.04.2019
Das Ensemble „Arabesques“ mit (von links) Ariel Zuckermann (Flöte), Fritz Siebert (Cembalo), Christian Kunert (Fagott) und Nicolas Thiébaud (Oboe). Quelle: Doris Hennies
Celle

In einer ungewöhnlichen instrumentalen Zusammensetzung begeisterten die vier großartigen Musiker Nicolas Thiébaud (Oboe), Christian Kunert (Fagott), Fritz Siebert (Cembalo) und Ariel Zuckermann (Flöte) die Zuhörer mit brillanten Arrangements und ihrem virtuosen Spiel.

Solo-Oboist an der Hamburger Staatsoper

Nicolas Thiébaud, Solo-Oboist an der Hamburger Staatsoper, ist musikalischer Leiter des Quartetts und gründete das Ensemble mit wechselnden Musikern aus den drei großen Hamburger Orchestern sowie Solisten aus ganz Deutschland. Ursprünglich war es gedacht als Projektgemeinschaft für das gleichnamige Deutsch-Französischen Kulturfestival „Arabesques“, das 2011 in Hamburg ins Leben gerufen wurde und Kooperationspartner für das Konzert in Celle ist.

Zu Ehren des „Jour d´Eléonore 2019

Inzwischen hat das Ensemble eine ganz eigene Dynamik entwickelt und gastiert ganzjährig im In- und Ausland. In Celle standen spezielle Werke aus dem Barock auf dem Programm – zu Ehren des „Jour d´Eléonore 2019“.

Wunderbar sicher und virtuos

Mit einer Triosonate für Oboe d‘amore, Flöte, Bassklarinette von Antonio Lotti begann das Konzert – leicht, kokett und verspielt. Eine Melodie die in Fragmenten an ein Kinderlied denken lässt, zahlreich variiert und verziert in den drei Sätzen: Temperamentvoll im „Vivace“, satt-verträumt im „Largo“, lebhaft aber disziplinierter im „Allegro“. Wunderbar sicher und virtuos jeder Einzelne, großartig in der Harmonie eines vertrauten, ausgeglichenen Miteinanders, war es das erste Stück, mit dem dieses Quartett die Zuschauer gleichsam klangvoll umarmte – und bis zum Schluss nicht wieder losließ.

Mehrfach ausgezeichneter Flötist Ariel Zuckermann

Der renommierte, mehrfach ausgezeichnete Flötist Ariel Zuckermann, Leiter und Dirigent des Israel Chamber Orchestra, fand sich scheinbar ohne Mühe, ja mit sichtbarem (und vor allem hörbarem) Vergnügen in die Formationen mit seinen großartigen Kollegen. Kunert brillierte als Solist in Telemanns Sonata e-moll für Fagott. Siebert tat es ihm gleich in seinem „Zwischenspiel“ mit Buxtehude.

Als Quartett dann schließlich wieder gemeinsam schenkten sie als weiteres Highlight und würdigen Abschluss Francois Couperins „L‘apothéose de Corelli“. Das Publikum zollte mit minutenlangem begeistertem Applaus berechtigten Beifall. Es war ein denkwürdiges Konzert im Rahmen besonderer „Residenzklänge“ des Residenzmuseums mit Unterstützung des Fachdienstes Kultur der Stadt Celle und der Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Celle.

Von Doris Hennies

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