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Kultur Klassikfreunde dürfen sich auf ereignisreiche „Sommerliche Musiktage“ freuen
Weltgeschehen Kultur Klassikfreunde dürfen sich auf ereignisreiche „Sommerliche Musiktage“ freuen
10:50 26.07.2018
Kuss Quartett und Yui Kawaguchi von „Nico and the Navigators“ Quelle: Oliver Proske
Hitzacker

Wille wirkt noch wie in Euphorie: „Diese Einstudierung verlangt zwar uns Musikern vieles ab, denn wir müssen nicht nur auswendig spielen, sondern uns auch noch gleichzeitig szenisch aktiv einbringen, uns der eigenen Musizierbewegungen bewusst werden und sein, und diese dann noch im Sinne des Konzepts der Choreografin Nicola Hümpel verstärken und verändern. Das ist für uns vom Kuss-Quartett etwas ganz Neues. Aber wir sind alle total angetan von dieser Arbeit. Wir konnten uns kaum vorstellen, was uns da erwartet. Dass das so spannend und in positivem Sinn herausfordernd werden könnte, das haben wir nicht geahnt. Es gab in unseren Reihen schon auch die Befürchtung, dass eine szenische Fassung der genialen Musik vielleicht nur zu einer Bebilderung der Musik werden könnte, was wir gar nicht gut gefunden hätten. Aber nichts davon: Nicola Hümpel lässt uns und die Tänzerin – übrigens atemberaubend was diese Frau macht – in einen Dialog treten mit der Musik. So soll für den Zuhörer und Zuschauer eine zweite Ausdrucksebene entstehen, die die originale Musik noch bereichern soll.“

Wer solche Ausführungen um die verschiedenen Spielarten modernen Musiktheaters weiß, der muss zwangsweise an die grandiosen Operninszenierungen von Ruth Berghaus denken, die großflächige Figurenchoreographien zu großartigen Musiktheateraufführungen gemacht hat, die immer durch die Szene noch einen Mehrwert bekommen haben. Man denke nur an den Frankfurter „Ring“ oder die Mannheimer „Elek-tra“. Angesprochen auf diese Assoziation verweist Wille darauf, dass sich Hümpel immer wieder auf Achim Freyer bezieht, der wiederum allerdings der Künstlerin Berghaus keineswegs fern steht und selbst aus deren Umfeld stammt. Spannend dürfte es also werden am Eröffnungstag in Hitzacker. Es gibt sogar noch ein paar Karten für die Aufführung um 16 Uhr.

Die große Veranstaltung „Beethoven on Tour“ am nächsten Tag, bei der die Beethoven-Quartette op. 18, 2 bis 6 an verschiedenen Orten des Landkreises gespielt werden, teilweise auch Open Air, ist ausverkauft. Wie überhaupt Intendant Wille sehr zufrieden ist mit dem Vorverkauf. Lediglich die Akademien am Nachmittag und die Tage Mittwoch und Donnerstag hängen noch etwas im Verkauf. Das findet Wille bedauerlich: „Das ‚Trio con Brio‘ am Mittwoch ist spektakulär gut, nur leider in unseren Breiten noch nicht recht bekannt. Und nachdem das letztjährige, leider nicht so gut besuchte Konzert der Preisträger-Akademie zu den Höhepunkten des Festivals gehört hat, habe ich gehofft, dass dieses Jahr ein großer Ansturm auf das Preisträgerkonzert am Donnerstag stattfindet. Das ist leider bisher nicht geschehen.“ Trotz dieser kleinen Einschränkung wirkt Wille nach einer halben Stunden spätnächtlichen Telefonierens sehr zufrieden mit den Vorbereitungen zum Festival. Und die hiesigen Klassikfreunde dürfen sich auf ereignisreiche Musiktage freuen.

Von Reinald Hanke

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