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Kultur Landesmuseum geht auf Tauchgang durch die Tiefsee
Weltgeschehen Kultur Landesmuseum geht auf Tauchgang durch die Tiefsee
13:38 12.03.2018
Im Niedersächsischen Landesmuseum Hannover sind faszinierende Wesen der Tiefsee zu entdecken – wie diese Kranzqualle. Quelle: Solvin Zankl
Hannover

Der frisch eingerichtete Raum ist nicht sonderlich groß, aber sorgsam inszeniert. Um eine angemessene Atmosphäre zu schaffen, wurde er eher dunkel und recht kühl gehalten, zudem simuliert eine Soundanlage Klänge, wie sie in der Tiefe vorkommen mögen.

Ein herausragender Ausstellungsteil ist Präparaten gewidmet, die das Kieler Geomar-Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung dem Museum zur Verfügung gestellt hat. Die Tiere tragen Namen wie Schnepfenaal, Koe-foeds Leuchtfisch oder Gefleckter Barracudina und sind meist bizarr geformt – der Pelikanaal etwa besteht größtenteils aus Maul, und weshalb der Viperfisch ebenso heißt, bedarf angesichts seiner gewaltigen Fangzähne keiner weiteren Erläuterung. Die Kleinheit dieser Kreaturen hat die Ausstellungsmacher veranlasst, teilweise vergrößerte Modelle herzustellen. Lebende Fische zu zeigen, ist unmöglich, weil die dafür notwendigen Bedingungen im Museum nicht hergestellt werden können.

Dafür kann man mit 3-D-Brillen eine große Unterwasser-Animation verfolgen, in der Wale und Riesenkalmare dem Betrachter entgegenzuschwimmen scheinen, und erfährt anhand von Exponaten etwas über die „Schwarzen Raucher“, faszinierende Unterwasser-Vulkane. Auch Manganknollen und Korallen sind ausgestellt, und Umweltprobleme werden keineswegs ausgeklammert: Schaukästen verweisen auf die Verschmutzung der Meere und auf den Müll, der dort landet, wo er nicht hingehört.

Mit „Tiefsee. Leben im Dunkeln“ hat das Museum eine willkommene Ergänzung zu den „NaturWelten“ geschaffen. Wer vor Ort ist, sollte hier auf jeden Fall einen virtuellen Tauchgang einlegen.

Von Jörg Worat

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