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Kultur Eine Ode an das Leben
Weltgeschehen Kultur Eine Ode an das Leben
17:04 18.06.2019
Mathias Schmutzler (Trompete) und Holger Gehring spielten ain der Klein Hehlener Bonifatius Kirche ein ganz besonderes Geburtstagsständchen für Sigrid Kühnemann. Quelle: Oliver Knoblich
Klein Hehlen

Trompeter Mathias Schmutzler eröffnete damit ein außergewöhnliches Geburtstagskonzert. In der fröhlich-festlichen Sonate IV C-Dur von Heinrich Ignaz Franz von Biber nahm, nach der herrschaftlichen Begrüßung, Organist Holger Gehring den musikalischen Faden auf – im Nachhall, Zwiegespräch und begleitenden Gleichklang: Das erste Stück aus dem Programm „Barocker Glanz – Moderne Lichter“, das die beiden hochkarätigen Musiker aus Dresden tatsächlich glanzvoll bestritten, wobei sie für strahlende Gesichter bei der begeisterten Zuhörerschaft sorgten.

Stiftungskonzert der Bonifatius-Kirchengemeinde

Ein großer Teil dieses Glanzes und Lichts gebührte Sigrid Kühnemann – unter anderem Vorsitzende der „Evangelischen Stiftung Klein Hehlen“ –, die ihren 80. Geburtstag im Rahmen dieses Stiftungskonzerts in „ihrer“ Bonifatius-Kirchengemeinde feierte. Die Jubilarin, die weit über die Region Celle hinaus für ihren Einsatz zum Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche bekannt ist, konnte sich damit selbst ein besonderes Geburtstagsgeschenk machen. Mathias Schmutzler (Solotrompeter der Dresdner Staatskapelle) und Holger Gehring (Organist der Kreuzkirche zu Dresden) gehören zu ihrem weiten Freundeskreis und waren „wirklich herzlich gerne“ zu diesem Anlass gekommen.

Bachs Praeludium et Fuga in G-Dur

Es wurde ein Konzert des Lobgesangs, eine Ode an das Leben und die Gnade Gottes, die Freude und Glück in die Welt bringt. Johann Sebastian Bachs Praeludium et Fuga (G-Dur BWV 541) auf der Orgel – mit Gehring ein wunderbar leichtes Jubilieren voller spielerischer Verzierungen, ohne in übertriebene Akzentuierung oder demonstrative Fingerfertigkeit zu verfallen – wurde von Schmutzler an der Trompete mit der Aria „Schafe können sicher weiden“ (BWV 208) sanft und sicher und der Aria „Gott hat alles wohl gemacht“ (BWV 35) fröhlich frohlockend ergänzt.

Die Orgel trug den Jubel weiter mit der Fantasia sopra „Freu dich sehr, o meine Seele“ von Johann Ludwig Krebs. Die Trompete stieg zu den Choralbearbeitungen „Herrlich lieb hab ich dich, o Herr“ zu Herzen gehend melancholisch und bei „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ all die Herrlichkeit des Himmelreichs verkündend mit ein. Bevor für die Orgel in der „Fantasia à gusto italiano in F“ auch mal die tiefen Töne und Register gezogen wurden.

Andrew Lloyd Webbers „Pie Jesu“

Das erste moderne Starlight fiel von Andrew Lloyd Webbers „Pie Jesu“ unter die gebannt-begeisterte Zuhörerschaft und spiegelte sich nicht nur im glücklichen Gesicht der Jubilarin wider. Und dann zeigte Schmutzler, wie gut ihm auch Jazz, etwa der Blues von Duke Ellington, liegt, und Gehring, dass auch eine Kirchenorgel begleitend im Hintergrund oldtime-jazzen kann: Erst „Heaven“ – still sinnend – dann „Almighty God“ mit der richtigen Spur schräg und einer guten Prise New Orleans. Für Mendelssohn Bartholdys Sonata B-Dur (op. 65 Nr. 2) wurden dann wieder prächtig alle Register gezogen – hin zum Finale mit Josef Pavel Vejvanovskys Sonate in g-Moll voller Größe und Nachdrücklichkeit, mit der es nach langanhaltenden Begeisterungsstürmen noch einen musikalisch exzellenten Nachschlag gab.

Von Doris Hennies

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