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Kultur Berliner Galerie zeigt angebliches Banksy-Gesicht
Weltgeschehen Kultur Berliner Galerie zeigt angebliches Banksy-Gesicht
17:31 14.02.2020
Streetart in Bristol: Das Mädchen mit einer Steinschleuder von Banksy. Foto: Ben Birchall/PA Wire/dpa Quelle: Ben Birchall
LONDON

Berlin (dpa) - Sieht so Banksy aus? Eine Berliner Galerie präsentiert jetzt ein Gemälde, das den mysteriösen Streetart-Künstler zeigen soll.

Die hyperrealistische Darstellung des britischen Banksy-Kollegen JPS (Jamie Paul Scanlon) wolle das Geheimnis um Banksys Aussehen offenbaren, wie die Galerie Kultur-Späti am Freitag mitteilte. Das Werk «The Emperors New Clothes» (Des Kaisers neue Kleider) zeigt einen Mann mit Brille und dunklem Haar, der nackt auf einem Bürgersteig mit einem Spraydose und einer Künstlermappe läuft. Im Hintergrund ist das Aktionshaus Sotheby's zu sehen.

Eine Bestätigung für die Identität des Künstlers gab die Galerie auf Anfrage nicht, die Darstellung von JPS sei aber glaubhaft, wie eine Sprecherin von Galerist Thomas Potter sagte. JPS stamme aus dem Ort Weston-super-Mare im Südwesten Englands und sei mit Banksy bekannt. So habe JPS beispielsweise in Weston-super-Mare am Bansky-Projeklt «Dismaland» mitgearbeitet, einer Parodie auf den Freizeitpark Disneyland.

Neben der vermeintlichen Banksy-Darstellung zeigt die Galerie weitere rund 100 Bilder in der Ausstellung «Facing Banksy», die sich mit der Frage nach der Autorenschaft der Streetart-Bewegung beschäftigt.

Pünktlich zum Valentinstag hatte Banksy seiner Heimatstadt Bristol ein neues Werk geschenkt: Auf seinem Instagram-Account und seiner Webseite bekannte er sich in der Nacht zu Freitag zu einem Kunstwerk auf einer grauen Hauswand. Zu sehen ist ein Mädchen, das mit einer Steinschleuder in der Hand Richtung eines riesigen Kleckses aus roten Rosen zielt. Banksys Identität gibt immer wieder Rätsel auf. Einen Namen machte er sich mit seinen gesellschaftskritischen und meist kontroversen Motiven. Seine Graffiti erscheinen meist überraschend.

Es soll ein Fest des Films bleiben. Das hofft die Führung des renommierten Filmpreises César mit ihrem Rücktritt zu erreichen. In Frankreichs Kulturszene brodelt es schon länger - doch das Fass zum Überlaufen dürfte ein alter Bekannter gebracht haben.

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