Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Anmelden
Politik Merz will Kandidatur für CDU-Vorsitz bekanntgeben
Weltgeschehen Politik Merz will Kandidatur für CDU-Vorsitz bekanntgeben
06:02 25.02.2020
Merz bekräftigte bei seinem Auftritt in Mecklenburg-Vorpommern, er wolle «einen Beitrag leisten», die Herausforderungen der nächsten Jahre zu meistern. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa Quelle: Bernd Wüstneck
Anzeige
Berlin

Berlin (dpa) - Das Ringen um die Nachfolge von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer geht in eine entscheidende Phase. Nach dem CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen will heute auch der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz seine Kandidatur bekanntgeben

Der 64-Jährige will sich am Vormittag in der Bundespressekonferenz in Berlin zu seinen Plänen äußern, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Parteikreisen erfuhr.

Es wird erwartet, dass in den nächsten Tagen auch der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn Klarheit darüber schaffen, ob sie sich um den CDU-Vorsitz bewerben wollen. Kramp-Karrenbauer hatte am Montag angekündigt, dass sich mögliche Kandidaten noch in dieser Woche erklären wollen. Gewählt wird die neue Parteispitze auf einem Sonderparteitag am 25. April in Berlin.

Mit der Bewerbung von Merz steht fest, dass die CDU erneut in einer Kampfkandidatur über ihren künftigen Parteivorsitz entscheiden wird. Die Chancen für eine einvernehmliche «Teamlösung» mit vorherigen Absprachen zwischen Laschet, Merz und Spahn sind drastisch gesunken.

Röttgen begrüßte die Entwicklung: «Mein Eindruck war, es soll irgendwie gesprochen werden hinter verschlossenen Türen - und auf einmal regeln sich alle Fragen», sagte der frühere Bundesumweltminister, der seine Kandidatur vor einer Woche als Erster angekündigt hatte, am Montagabend im ZDF. «Ich glaube, dass das dem Ernst der Lage nicht gerecht geworden wäre. Es wird ja jetzt auch anders sein.»

Merz bekräftigte bei einem Auftritt in Mecklenburg-Vorpommern, er wolle «einen Beitrag leisten», die Herausforderungen der nächsten Jahre zu meistern. Die Hamburger Wahl, bei der die CDU auf ein Rekordtief von 11,2 Prozent abgestürzt war, sei ein «Desaster» für die CDU, sagte er am Montagabend bei einer CDU-Veranstaltung in Ueckermünde. Die Analyse zeige, dass die Grünen wahrscheinlich der Hauptgegner der CDU bei den nächsten Bundestagswahlen seien. «Und da freu ich mich schon drauf.» Zu seinen Ambitionen auf den Parteivorsitz äußerte er sich nicht.

Auch Spahn reagierte bei einem Auftritt in Sachsen-Anhalt ausweichend auf entsprechende Fragen. Nach 15 Jahren Kanzlerschaft von Angela Merkel müsse die CDU nun wieder «eigenständig laufen lernen», sagte er bei einer Veranstaltung der CDU in Stendal lediglich. Die CDU müsse das Vertrauen der Menschen zurückgewinnen und brauche dafür «ein Team» mit einer klaren inhaltlichen Profilierung. «Wer nicht weiß, wo's hingeht, braucht sich auch nicht wundern, wenn keiner folgt.»

Das Coronavirus hat Teile Italiens erfasst - Europa ist in Sorge. Die Gesundheitsminister aus Mitteleuropa wollen jetzt die Lage erörtern und mögliche Gegenmaßnahmen beraten.

25.02.2020

Während des Rosenmontagsumzugs fährt ein Auto im nordhessischen Volkmarsen in eine Menschenmenge. Dutzende Menschen werden verletzt - darunter viele Kinder. War es Vorsatz? Und was könnte das Motiv des festgenommenen Fahrers sein?

24.02.2020

Nach einer 24-stündigen Zitterpartie steht fest: Die FDP hat ganz knapp den Wiedereinzug in die Hamburgische Bürgerschaft verpasst. Aber ihre Spitzenkandidatin erringt ein Mandat in ihrem Wahlkreis. Dagegen muss CDU-Spitzenkandidat Weinberg eine Niederlage einstecken.

24.02.2020