Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Politik Palästinenser feuern zwei Raketen auf Tel Aviv
Weltgeschehen Politik Palästinenser feuern zwei Raketen auf Tel Aviv
22:11 14.03.2019
Blick über Tel Aviv. Im Großraum der israelischen Stadt haben die Alarmsirenen geheult. Foto: Daniel Karmann/Archiv Quelle: Daniel Karmann
Tel Aviv

Tel Aviv (dpa) - Militante Palästinenser im Gazastreifen haben am Donnerstag nach Angaben der israelischen Armee mindestens zwei Raketen auf den Großraum Tel Aviv abgefeuert. In der Stadt und ihren Vororten waren am Abend Warnsirenen und Explosionen zu hören.

Die israelische Armee teilte mit, entgegen Medienberichten sei keines der Geschosse von dem Abwehrsystem Iron Dome (Eisenkuppel) abgefangen worden. Es habe aber weder Verletzte noch Sachschaden gegeben. Es gebe auch keine besonderen Anweisungen für Zivilisten. Zuletzt war es im Gaza-Krieg im Sommer 2014 zu ähnlichen Angriffen auf den Großraum Tel Aviv gekommen.

Die militante Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad dementierte am Abend Medienberichte, denen zufolge seine Mitglieder für die Angriffe verantwortlich waren. Aus palästinensischen Sicherheitskreisen hieß es, eine ranghohe ägyptische Geheimdienstdelegation sei nach Gesprächen mit Hamas-Führern in dem Küstenstreifen wieder abgereist. Bei den Gesprächen sei es darum gegangen, eine im vergangenen Jahr vereinbarte Waffenruhe zwischen Israel und den militanten Palästinenserorganisationen zu stärken. Diese war zuletzt zunehmend brüchig geworden.

Nach Medienberichten hat Tel Avivs Bürgermeister Ron Chuldai die Öffnung von öffentlichen Schutzräumen in der Stadt angeordnet. Regierungschef und Verteidigungsminister Benjamin Netanjahu wollte den Berichten zufolge angesichts der neuen Angriffe eine Dringlichkeitssitzung im Militärhauptquartier in Tel Aviv abhalten.

Der Konflikt zwischen Israel und den militanten Palästinenserorganisationen hat sich seit einem Jahr wieder aufgeheizt. Bei teilweise gewaltsamen Protesten an der Gaza-Grenze sind seit dem 30. März nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza mehr als 260 Palästinenser getötet und Tausende weitere verletzt worden.

Seit Monatsbeginn hatten Palästinenser mehrmals Raketen auf das israelische Grenzgebiet am Rande des Gazastreifens abgefeuert. Israels Luftwaffe bombardierte daraufhin Ziele in dem Küstenstreifen am Mittelmeer. Eine Ende vergangenen Jahres von Ägypten ausgehandelte Waffenruhe zwischen Israel und der im Gazastreifen herrschenden Hamas ist zunehmend brüchig geworden.

Am 9. April wird in Israel ein neues Parlament gewählt und führende Kandidaten haben eine härtere Gangart gegenüber militanten Palästinensern im Gazastreifen gefordert.

Die Hamas wird von Israel, den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft. Israel hat vor mehr als zehn Jahren eine Blockade über das Küstengebiet verhängt, die von Ägypten mitgetragen wird. Beide Länder begründen dies mit Sicherheitsinteressen. Im Gazastreifen leben rund zwei Millionen Menschen unter schwierigen Bedingungen. Es mangelt unter anderem an Trinkwasser und Strom.

Politik Klimakabinett eingesetzt - Erster Jahrestag von Schwarz-Rot

Zum ersten Jahrestag bemühen sich die Spitzen der großen Koalition ums Klima - auch um das in der Regierung. Problemfelder werden dafür ausgeklammert, konkrete Ergebnisse gibt es nicht. Dafür ein ungewöhnliches Gruppenfoto.

14.03.2019

Der Bundesfinanzminister spricht von einem «Meilenstein» - aber die CSU stellt sich bei der Grundsteuer-Reform quer. Der bayerische Ministerpräsident zeigt seine Muskeln.

14.03.2019

Die Sanierung der «Gorch Fock» hat sich zu einem Debakel entwickelt, bei dem die Kostenexplosion und Untreue-Vorwürfe Schlagzeilen machten. Nach einem dreimonatigen Zahlungsstopp soll es ab Montag weitergehen. Kurs: Weltmeere.

14.03.2019