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Politik Trump wirft der «New York Times» per Twitter Hochverrat vor
Weltgeschehen Politik Trump wirft der «New York Times» per Twitter Hochverrat vor
19:11 16.06.2019
US-Präsident Trump hat die «New York Times» wegen eines Artikels über amerikanische Cyber-Übergriffe gegen Russland scharf attackiert. Foto: Ole Spata Quelle: Ole Spata

Er warf dem Blatt in einem Tweet in der Nacht zum Sonntag einen «virtuellen Akt des Hochverrats» vor.

Die Zeitung hatte zuvor berichtet, dass die USA begonnen hätten, «digitale Eingriffe in das russische Stromnetz als Warnung an Präsident Wladimir Putin» vorzunehmen. Unter Berufung auf namentlich nicht genannte Regierungsbeamte hieß es, damit demonstriere die US-Regierung einen aggressiveren Einsatz von Cyber-Werkzeug. Unter anderem werde damit auf Berichte über russische Desinformationskampagnen und auch Hacker-Angriffe reagiert.

«Die scheiternde New York Times hat gerade eine Story gebracht, dass die Vereinigten Staaten ihre Cyber-Attacken gegen Russland erheblich verstärken», schrieb Trump als Reaktion darauf bei Twitter. «Das ist ein virtueller Akt des Hochverrats einer einst großen Zeitung, die wohl verzweifelt auf eine große Geschichte aus ist (...)».

Das gelte auch dann, wenn eine Geschichte für das Land oder nicht wahr sei. Die «korrupten Medien heutzutage» täten oder schrieben «was auch immer, ohne den geringsten Gedanken an Konsequenzen», schrieb er weiter. «Dies sind echte Feiglinge und zweifelsohne die Feinde des Volkes!»

Der US-Präsident verunglimpft Medien und Journalisten regelmäßig als lügnerisch und als «Feinde des Volkes» - vor allem bei Berichterstattung, die die Arbeit seiner Administration kritisch beleuchtet.

Auch US-Außenminister Mike Pompeo rügte die «New York Times». Das Blatt habe bereits in der Vergangenheit auf unverantwortliche Weise gehandelt und etwa bei sensiblen Themen Mitarbeiter aus dem Sicherheitsapparat namentlich genannt und so enttarnt, sagte er am Sonntag dem Sender Fox News. Den Inhalt des Berichts zu Russland wollte Pompeo nicht kommentieren. «Ich rede nicht über Geheimdienstangelegenheiten», sagte er.

Vor 15 Monaten hatten Union und SPD in ihrem Koalitionsvertrag die Rüstungsexporte für am Jemen-Krieg beteiligte Staaten eingeschränkt - zumindest auf dem Papier. Neue Zahlen sprechen jetzt eine andere Sprache.

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